Und wieder wird ein Hashtag durchs mediale Dorf gejagt. Dieses Mal geht es um den Besuch einer KZ-Gedenkstätte, bei dem einige Mitglieder der AfD unangenehm aufgefallen sind. Obwohl sich das Geschehen bereits am 10. Juli ereignete, machten verschiedene Medien erst gestern, rein zufällig zusammentreffend mit den Ereignissen in Chemnitz einen Schuh daraus. Besonders übel dabei die Schlagzeile im Spiegel, die nahelegt, dass bei dem Besuch auch Alice Weidel dabei gewesen sein könnte.

Screenshot Spiegel online

Erst gegen Ende des Artikels heißt es dann, Weidel sei bei dem Besuch „offenbar“ nicht dabei gewesen. Ist man sich nicht sicher, nach so langer Zeit, die für eine gründliche Recherche mehr als ausreichend sein dürfte, ob sie definitiv nicht oder doch dabei war?

Weiter legt die Schlagzeile nahe, dass die AfD-Mitglieder Weidels Gäste gewesen seien, was offensichtlich – in diesem Fall ist diese Umschreibung angemessen – wohl nicht der Fall war.