Sexuelle Belästigung: Regisseur Dieter Wedel weist Anschuldigungen zurück

Die #Meeto-Kampagne erreicht Deutschland. Jetzt trifft es Star-Regisseur Dieter Wedel, den Macher von „Der Schattenmann“ und „Der große Bellheim.“ 2016 wurde Wedel noch mit dem hessischen Film- und Kinopreis ausgezeichnet.

Dieter Wedel / Ausschnitt von Foto: © JCS‘ / , via Wikimedia Commons

Im Magazin der Wochenzeitung DIE ZEIT erheben Frauen zum Teil schwere Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den Fernsehregisseur Dieter Wedel, 75. Es ist das erste Mal in der Debatte um sexuelle Übergriffe, dass in Deutschland Frauen öffentlich und unter ihrem Namen einen Beschuldigten nennen.

Eine ehemalige Schauspielerin sagt, Wedel habe sie 1996 in einem Hotelzimmer in München im Bademantel zu einem Vorstellungstermin empfangen. „Er hat mich mit Wucht gepackt und gegen die Wand gepresst.“ Sie habe „bitte nicht“ gerufen, aber er habe sie aufs Bett geworfen und zum Sex gezwungen.

In einer schriftlichen Stellungnahme, die der Regisseur Wedel dem ZEITmagazin gab, bestreitet er diesen Vorwurf. Er könne ausschließen, dass er diese Frau oder eine andere Schauspielerin für ein Vorsprechen im Bademantel empfangen habe. Dieser Frau gegenüber „war ich definitiv nie gewalttätig, ich habe sie nicht ‚gepackt‘, ‚an die Wand gepresst‘ und auch nicht ‚mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr‘ gezwungen“, sagt Wedel.

Eine weitere ehemalige Schauspielerin berichtet, wie Wedel sie 1991 zu einem Casting in ein Bremer Hotelzimmer gebeten habe. Ohne Vorwarnung habe er sie bedrängt, ihre Bluse aufgerissen und versucht, sie rückwärts auf die Couch zu werfen. Sie habe sich gewehrt und ihn angeschrien. Da habe ihr Wedel den Hals zugedrückt. „Ich bekam große Angst und wehrte mich mit aller Kraft“, sagt die Frau. Es sei ihr gelungen, sich Wedel zu entziehen.

Wedel weist auch diesen Vorwurf zurück. Er schließe aus, dass er die Frau in sein Hotelzimmer gebeten habe, sich auf sie gestürzt, ihr die Bluse zerrissen und sie auf die Couch geworfen habe. Er sei ihr nie an die Gurgel gegangen oder habe sonst in irgendeiner Form Gewalt gegen sie verübt.

Auch ehemalige Mitarbeiter von Dieter Wedel sprechen im ZEITmagazin darüber, wie sie seinen Umgang mit Schauspielerinnen erlebt haben. Ein Kameramann und ein weiteres führendes Teammitglied erinnern sich daran, wie Dieter Wedel bei den Dreharbeiten zur „Affäre Semmeling“ Anfang der 2000er Jahre eine Schauspielerin vor der gesamten Crew angebrüllt und über Monate bei den Dreharbeiten unter Druck gesetzt habe. Diese Schauspielerin habe ihnen damals erzählt, dass sie zuvor Wedels sexuelle Annäherungsversuche abgewehrt habe. „Die Schauspielerin, die nicht mit ihm schlafen wollte, hat er fertiggemacht“, sagt der Kameramann. Die Frau selbst bestätigt diesen Vorfall.

Wedel schreibt zu diesem Vorwurf, er sei oftmals laut gewesen und habe sein Unverständnis, etwa wenn Schauspieler ihre Rollen nicht hinreichend beherrschten und nur schlecht vorbereitet oder ihm nicht ausreichend begabt erschienen, auch grob zum Ausdruck gebracht. „Unzutreffend ist aber, dass derartige Handlungen im Zusammenhang mit sexuellen Forderungen oder Avancen Frauen gegenüber standen.“

Quelle: Die Zeit

7 Kommentare

  1. Mir scheinen alle die Hühner, die jetzt aus weiß ich welchen Löchern gekrochen kommen und von sexuellen Angriffen auf sich labern, unerfüllten Wunschträumen hinterherzuheulen.
    Haben die alle noch nicht ihren Afghanen abgekriegt ?
    Geht mal auf den Alex im Bundeshauptslum. Dann klappt das auch mit den süssen Brownies.

  2. Ehre wem Ehre gebürth. Jede „anständige“ Frau hätte Wedel damals angezeigt, und nicht 20 bis 25 Jahre später bei einer Hetzkampagne das Maul aufgerissen.

  3. auch er wird es lieber aushalten und auf vergessen spekulieren, anstatt verleumdungsklagen zu starten.

  4. Ich glaube, dass dies ein Einzelfall ist.
    99,9 Prozent der Regisseure machen so etwas nicht.
    Witz zu Ende !
    Die Damen, die sich zu Weltruhm gev….. haben,
    möchte ich heute Abend nicht mehr zählen.
    In dieser heutigen Gesellschaft, scheint tatsächlich
    der Teufel gefahren zu sein.
    Das fängt bei den Linksversifften Missgeburten an
    und geht weiter über Gender bis hin zu Meeto.
    Alles verlogener Idioten-Wahnsinn !
    Was wollen diese A……. denn dadurch erreichen ?

  5. So langsam kommt immer mehr ans Licht, dass wohl keine Einzige deutsche Schauspielerin ihren Job wegen wirklicher Begabung bekommen hat. Deshalb sind deutsche Filme wohl auch so weit abgeschlagen?

  6. Mit diesen Anschuldigungen nach Jahrzehnten habe ich so meine Probleme, unabhängig davon ob was dran ist oder auch nicht. Jeder Person bleibt es selbst überlassen, nach einem Übergriff sofort Anzeige zu erstatten und wer es trotz Angriff unterläßt ist mehr als fahrlässig, denn es dient nicht nur dem eigenen Schutz, sondern auch anderen Personen, die einer Wiederholungstat ebenfalls ausgesetzt sind. Wem nun plötzlich heute einfällt, daß Unrecht geschehen ist, der konnte damals entweder vor lauter Dummheit die Tragweite nicht erfassen oder er wollte sich durch andere Nachteile nicht selbst schädigen. In so einem Fall muß man eben Farbe bekennen und sich wehren, ob dies aber nach sovielen Jahren noch sinnvoll ist ,wäre zu bezweifeln und könnte im Ernstfall sogar mangels Beweise zu einer Entschädigungsklage führen.

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