Psst: Satire

Sein Name wird nicht umsonst in den sozialen Netzwerken zu „Drehofer“ verballhornt. Der Bundesinnenminister ist für seine vorschnellen Ankündigungen bekannt, die er bereits kurz danach wieder verwirft. In der TAZ-Affäre hat Horst Seehofer noch rechtzeitig einen Rückzieher gemacht, mit dem Verbot der rechtsextremistischen Vereinigung „Nordadler“ aber den Bogen weit überspannt. Erst ließ er die durch Dauereinsätze während der Coronapandemie schon genügend geplagten Polizisten gleich in vier Bundesländern zu Hausdurchsuchungen antanzen und verhängte ein Verbot der Gruppierung, um jetzt die Sache wieder rückgängig zu machen.

Im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte Seehofer, man dürfe nicht mit zweierlei Maß messen. Was rechts gelte, müsse auch auf der linken Seite Anwendung finden. Darum sei er gezwungen, das Verbot zurückzunehmen. Bei den Beamten bat der Innenminister um Entschuldigung und versprach, dass sie ihre Überstunden, die sie sinnlos geleistet hätten, irgendwann bezahlt bekämen.

3 KOMMENTARE

  1. Über diesen Herrn wurde schon alles gesagt. Er soll nur noch eins: So schnell wie möglich verschwinden und sich in seinem Heimatmuseum ausstellen lassen!

  2. Seehofer ist schlauer, als ihr alle zusammen.

    Was hat er gemacht?
    Er hat vom Wesentlichen abgelenkt. Als ob eine einsame Taz-Trulla für landesweite „Verwerfungen“ (seit 2015) verantwortlich zeichnen würde. Wer das glaubt, zieht sich die Hose garantiert mit der Kneifzange an.

    „Haltet den Dieb“ hat er gerufen, alle nicht ganz so hellen Kerzen sprangen mal wieder über sein Stöckchen.

    Die einzig intelligente Antwort wäre gewesen: Nein Herr Seehofer. Nicht die TAZ ist Schuld, sondern…

  3. „#Was rechts gelte, müsse auch auf der linken Seite Anwendung finden.“
    „#Bei den Beamten bat der Innenminister um Entschuldigung und versprach, dass sie ihre Überstunden, die sie sinnlos geleistet hätten, irgendwann bezahlt bekämen.“
    *
    Exakt bei diesen beiden Sätzen hört die an sich humorvolle Satire auf und die ernüchternde Realität des alltäglichen „Merkel-Realismus“ beginnt!“

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