Schimpanse Tatu im Zoo Basel getötet – wo bleibt der Aufschrei?

Basel / Osnabrück / Stuttgart – Mitte Dezember war der Schimpanse Tatu im Baseler Zoo überraschend gestorben. Als man ihn morgens auffand, wies sein Körper Bisswunden auf. Eine Obduktion ergab nun endgültige Klarheit über die Todesursache: Der Neuankömmling wurde von seinen Artgenossen durch Bisse und Schläge getötet. Der 30-jährige Affe war erst im Oktober aus dem Zoo Osnabrück nach Basel umgesiedelt worden. PETA kritisiert, dass zoologische Einrichtungen sensible Menschenaffen immer wieder für kostenintensive und sinnlose Zuchtprogramme untereinander austauschen und dabei auch Todesfälle in Kauf nehmen. Bereits 2013 verstarb beispielsweise Schimpansenweibchen Zamana im Osnabrücker Zoo ebenfalls kurz nach einem Transport an Kreislaufversagen. Die Tierrechtsorganisation fordert ein generelles Nachzucht- und Importverbot für Menschenaffen, damit die Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft mittelfristig ausläuft.

„Die Haltung und Nachzucht von Schimpansen hat nur für die Zoos einen Nutzen, da sie damit Besucher anlocken wollen. Währenddessen leiden und sterben die Tiere“, so Dr. Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsindustrie bei PETA. „Auch von Artenschutz kann keine Rede sein, da es nahezu unmöglich ist, in Gefangenschaft geborene Menschenaffen wieder in die Freiheit zu entlassen.“

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