Schächt-Verbot und FPÖ-Boykott: Wirbel um Gesprächsverweigerung der Israelitischen Kultusgemeinde

Wien: Schon Israels Premierminister Netanjahu äußerte sich wenig schmeichelhaft über die freiheitlichen Kabinettsmitglieder, jetzt steht auch die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) in der Kritik.

Foto: draskovic / 123RF Lizenzfreie Bilder

In einem Beschluss vom 9. Januar heißt es:

„Die IKG Wien unterhält weiterhin keine politischen Kontakte zu Vertretern der FPÖ, auch nicht zu Regierungsmitgliedern, die dieser Partei angehören. Die Beziehungen zu den Ministerien, die unter der Verantwortung von FPÖ-Vertretern stehen, werden nur im Anlassfall und nur auf Beamtenebene geführt.“

Neben vielen weiteren Gründen, wird unter anderem die Forderung der FPÖ nach einem Schächt-Verbot kritisiert.

Zitat:

Weitere Gründe für die Ablehnung der FPÖ durch die jüdische Gemeinde (auszugsweise):

  • Deutschnationale Burschenschafter waren Vordenker des politischen Antisemitismus.
  • Ein Beispiel ist Georg von Schönerer, Mitglied der Burschenschaft „Gothia“. Hannah Arendt bezeichnete Schönerer als „geistigen Vater“ Adolf Hitlers. Bis heute huldigt „Gothia“ Schönerer als „Berühmter Gothe“. Mitglieder der Gothia und anderer deutschnationalen Burschenschaften, die in der Tradition des politischen Antisemitismus stehen, sind Mitglieder des FPÖ-Klubs und Mitarbeiter in den Kabinetten von FPÖ-Ministern.
  • Führende FPÖ-Vertreter und deutschnationale Burschenschaften setzen sich regelmäßig für die Abschaffung des NS-Verbotsgesetzes ein.
  • Die FPÖ fordert ein Schächt-Verbot

Zitatende!

Die FPÖ unterhalte indes weiter gute Kontakte zu jüdischen Mitbürgern und internationalen jüdischen Vertretern, heißt es aus der Parteispitze. FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky sagte heute dazu: „Ich bedaure, dass die Führung der israelitischen Kultusgemeinde das offizielle Gespräch mit der FPÖ und ihren Repräsentanten verweigert. Ich habe in zahlreichen Gesprächen in Israel, aber auch mit jüdischen Vertretern in den USA diesbezüglich immer wieder Unverständnis gehört.“

„Im Gegensatz zu radikalen linken Gruppierungen, welche gemeinsam mit islamistischen Vertretern einen offenen Antisemitismus zelebrieren, unterhält die FPÖ beste und freundschaftliche Kontakte zu jüdischen Mitbürgern und nach Israel. Als demokratische und weltoffene Partei ist es für uns Freiheitliche eine Selbstverständlichkeit, die Türen für einen politischen Diskurs jederzeit offen zu halten“, bemerkte der Nationalratsabgeordnete David Lasar dazu.

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 6227 Artikel
Frisch aus der Redaktion

4 Kommentare

  1. Wenn ich darf, möchte ich bei der Gelegenheit auf einen der wohl klügsten Menschen unserer Zeit verweisen. Jedes einzelne Video von ihm ist sehenswert (der Typ ist auch noch ungemein witzig, auch wenn man es nicht sofort merkt!) und bereichernd. Auch zu diesem Thema hat er eine Meinung, relativ am Anfang des Videos:

    https://www.youtube.com/watch?v=LEsh2p9ocY0

    Hier noch die gesammelten Werke. Jedem, der sich auf unterhaltsame Art weiterbilden möchte, sei dieser Kanal angeraten. Ich finde es schade, dass die Besten häufig die geringsten Klickzahlen haben. Ein echter Geheimtip sozusagen.

    https://www.youtube.com/user/schlobies/videos

  2. Mir würde es am Allerwertesten vorbei gehen, wollte der israelische Kulturverband nicht mit mir reden. Dafür bräuchten sie auch nicht kommen und Sübventionen jeglicher Art beantragen. Aber da verlieren die Juden schnell den Charckter, wenn sie was abschöpfen können.

Kommentare sind deaktiviert.