Roberto di Pasquale, ein Hochstapler, der es nicht lassen kann

Aktuell nennt er sich Robert Flückiger  und gibt sich als „CEO“ der „Freien Internationalen Mediengruppe“ aus.

Screenshot von gefälschtem Facebook-Profil

Mit diesem aberwitzigen Medienkonzept sucht er nach gutgläubigen Investoren und verspricht Bloggern und freien Journalisten lukrative Verdienstmöglichkeiten. Neben vielen Fantasie- und Allerweltsnamen, wirbt er auch mit den NETZFRAUEN, die er angeblich bereits überzeugt hat. Das alles ist nicht neu, sondern eine Masche, die er seit mehreren Jahren abzieht. Vor drei Jahren gab er sich bei etwas naiven Kollegen als Erbe der Jacobs-Dynastie aus – mit einem geschätzten Privatvermögen von 1 Milliarde Dollar, wie diese „recherchiert“ hatten. Ein eigens angelegtes Facebook-Profil war eine mehr als plumpe Fälschung und ist inzwischen gelöscht. Dort benutzte er auch das Bild mit dem „Luxusliner“ im Hintergrund, der wohl „seine“ Jacht darstellen sollte.

Das Profil mit seinem richtigen Namen existiert jedoch noch immer. Er heißt Roberto di Pasquale und hat in der Schweiz als „Kulturproduzent“ seine Spuren hinterlassen. Einige Events hat er tatsächlich auf die Beine gestellt, bevor er dann mit gefälschten Dokumenten ein paar hübsche Kredite an Land zog, wofür er vor Gericht landete und auch verurteilt wurde. NZZ

Seitdem scheint er nun in Sachen „alternative Medien“ unterwegs zu sein. Es ist nicht das erste Mal, dass ich wegen des alten Artikels (s. unten) kontaktiert werde, weil man dem Hochstapler mit ein paar Google-Anfragen schnell auf die Schliche kommt. So auch jetzt wieder. Etwas mehr Kreativität hätte ich schon erwartet. Immer nutzt er den gleichen Vornamen, kann es nicht wenigstens mal ein „Rüdiger“ sein?

Angesichts der grausigen Rechtschreibkenntnisse von Herrn di Pasquale, klingen seine hochtrabenden Pläne wenig überzeugend. Ob er trotzdem wieder mal jemanden um eine Tasse Jacobs-Kaffee geprellt hat, weiß man nicht. Was in der Schweiz funktioniert, muss nicht im norddeutschen Raum klappen, wo sich di Pasquale tatsächlich aufhält. Ich hätte da ein paar Vorschläge, wie er endlich zu großem Ruhm gelangen könnte: Er nennt sich Ricardo di Nazareth und probiert es mal am Hamburger Fischmarkt mit der Speisung der Armen. Wenn es mit der Brotvermehrung nicht klappt, können ihn die Hafennutten gleich an Ort und Stelle nageln. Amen!

 

Ein geheimnisvoller Investor aus der Jacobs-Kaffee-Dynastie

 

 

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Wolfgang van de Rydt
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Freier Journalist - Autor - Musiker

2 Kommentare

  1. Hallo, der Link unter: „diesem aberwitzigen Medienkonzept“ funtioniert leider nicht.

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