Reichsbürger in Greifswald gesichtet und entkommen

Sie galten lange als unbekannte feindliche Objekte, doch sie sind mitten unter uns. Bei einer Verkehrskontrolle in Greifswald sichteten Polizeibeamte gestern einen leibhaftigen Reichsbürger.

Gegen einen 29-jährigen Mann lag ein Haftbefehl des Amtsgerichtes Greifswald vor, wie sich bei der Überpüfung herausstellte. Mit dabei waren noch ein Bruder (34) und die Mutter (64) des Gesuchten.

Der Mann versuchte zu fliehen, konnte jedoch nach wenigen Metern durch einen Polizeibeamten ergriffen werden. Dabei leistete er aktiven Widerstand, dem die Polizei mit Reizgas begegnete.

Dann jedoch konnte der Reichsbürger abermals entkommen, wie die Polizei berichtet:

„Der 34-jährige Bruder des 29-Jährigen versuchte, auch unter Anwendung körperlicher Gewalt, sich den beiden zu nähern, um seinen Bruder zu befreien. Dies konnte durch den zweiten eingesetzten Polizeibeamten, jedoch auch nur unter Anwendung von Reizstoff, verhindert werden.

Während die Polizeibeamten nun versuchten, den aktiven Widerstand der Brüder zu unterbinden, holte die Mutter (64) der beiden Beschuldigten aus dem abgestellten Fahrzeug (Opel Corsa, welcher zuvor durch den 29-Jährigen geführt wurde) ein großes Reizstoffsprühgerät und richtete einen Sprühstoß gegen den Beamten, welcher weiterhin versuchte den 29-Jährigen zu fixieren. Daraufhin konnte sich der Beschuldigte befreien, entnahm seiner Mutter das Reizgas und gab ebenfalls einen Sprühstoß gegen den Beamten ab. Anschließend flüchtete er mit dem Tatmittel.

Die 64-jährige Beschuldigte wurde durch den Beamten vorläufig festgenommen. Auch der 34-jährige Beschuldigte konnte bis zum Eintreffen der zwischenzeitlich alarmierten Verstärkung fixiert werden.

Die beiden Polizeibeamten (25 und 27 Jahre alt) wurden durch den Einsatz des Reizgases leicht verletzt. Der 25-Jährige Polizeibeamte musste ärztlich versorgt werden. Beide Beamten konnten jedoch ihren Dienst fortsetzen.

Nach dem 29-Jährigen wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen, auch unter Einsatz eines Fährtenhundes, durchgeführt. Diese führten bisher nicht zum Erfolg, werden aber fortgesetzt.

Gegen die 64-jährige Mutter bestand ein Haftbefehl zur Vollstreckung einer Ersatzfreiheitsstrafe. Sie wurde in Gewahrsam verbracht, bis die verhängte Geldstrafe noch am Abend beglichen wurde.

Bei dem 34-jährigen Beschuldigten wurden diverse Betäubungsmittel aufgefunden. Hierzu wurde eine Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz erstattet. Der Beschuldigte musste aufgrund des polizeilichen Einsatzes des Reizstoffes ärztlich versorgt werden.

Gegen alle drei Personen wurden Anzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung erstattet.

Bisher liegen dem polizeilichen Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam lediglich zu dem 29-jährigen Beschuldigten gesicherte Erkenntnisse über seine Zugehörigkeit zu den sogenannten Reichsbürgern vor. Ob die beiden anderen Beschuldigten ebenfalls dieser staatsfeindlichen Bewegung angehören, wird überprüft.“

 

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