Reichsbürger, Horrorclowns – was kommt danach?

Eine gelungene Abwechslung von den vielen Messerstechereien, sexuellen Übergriffen, Vergewaltigungen, Raubüberfällen, „Antanz“-Diebstählen und sonstigen neuartigen Erscheinungsformen der Kriminalität im Land, das für viele Menschen das sagenumwobene Merkel’sche Neuland bedeutet, bieten Reichsbürger und Horrorclowns.

Photo by SPÖ Presse und Kommunikation
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Der hässliche Deutsche von heute heißt laut Wikileaks zwar Martin Schulz, doch im Inland soll der Seitenwechsel des real existierenden Faschismus von rechts nach links mit immer neuen Schreckensnachrichten über neu entdeckte Nazi-Varianten kaschiert werden. „Besorgte Bürger“ und Pegidisten, die sich standhaft weigern, endlich die Dresdner Frauenkirche zu stürmen und den Antifanten eine Tracht Prügel zu verabreichen, engagierte Christen gegen sexistische Lehrpläne, Eltern, die ihren Kindern blonde Zöpfe flechten und sonstige für die Staatspropaganda nicht mehr zu erreichende Menschen und natürlich die AfD-Wähler bekommen regelmäßig die Nazikeule übergezogen, doch die Wirkung lässt mit dem Gewöhnungseffekt nach. Eigentlich könnten die Auftragsschreiber der Qualitätsmedien auch gemeinsam „Alle-Scheiße-außer-Mutti“ anstimmen.

Zum Glück gibt es die Reichsbürger, eine Mischung aus Querulanten, Rechtsradikalen, voll schuldfähigen Geisteskranken und paranoiden Verschwörungstheoretikern. Und dann noch diese Horrorclowns, die eine Art Halloween-Dschihad gegen die öffentliche Ordnung führen. Der Anblick eines bescheuerten Clown ist viel schlimmer, als im Schwimmbad von 10 Männerhänden gleichzeitig an allen Körperöffnungen betatscht zu werden.

Die nächste Sau, die durchs BRDorf getrieben wird, steht schon bereit. Warten wir mal ab, vielleicht präsentiert uns Oberstaatsanwalt Poschel wieder eine brandheiße Spur im Mordfall Peggy oder GEZ Verweigerer werden festgenommen, weil sie einen Gerichtsvollzieher gefesselt und gezwungen haben, sich stundenlang RTL 2 und die Märchenstunde mit Klaus Klebrig und Gundula Grausig anzusehen.

Um nicht in Verdacht zu geraten, auch ein Terrorist zu sein, muss man nur brav die Gebühren zahlen, sonst ist am Ende gleich noch der Führerschein weg. Mildernde Umstände sind nicht zu erwarten, selbst dann nicht, wenn man nachweisen kann, dass man einen Clown gefrühstückt und nur Späßle g’macht hat. Angst und Hysterie werden geschürt, die Gefahr lauert im Dunkeln, sie verbirgt sich in herrenlosen Koffern und kann jederzeit zuschlagen. Der Täter ist immer ein „Du weisst schon wer“ aus Harry Potter und wer den Biedermeiern die Maske vom Gesicht reißen will, stellt fest, dass die Fratze echt ist. Wahren Horror gibt es eben nicht im Kino, nur in den Parlamenten.

 

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