Rechtschreibprüfung statt Upload-Filter

Wieder sorgt die „Pisa-Studie“ für gespieltes Entsetzen. Unser „Bildungssystem“ versagt, es muss noch mehr Geld her, das natürlich von denen erarbeitet wird, für die Dreisatz und Dativ noch nicht gänzlich zu Fremdwörtern geworden sind. Die Schulen alleine, so schlecht und mangelhaft sie aus meiner persönlichen Sicht auch sind, tragen nicht die Verantwortung dafür, dass es mit den gemessenen Fähigkeiten der Schüler bergab geht.

Nicht nur jedes halbwegs normale Kind, auch schwerbehinderte Kinder wollen lernen, sie lernen mit Begeisterung vom ersten Tag ihres Lebens, lange bevor sie eingeschult oder in die Ganztagskita abgeschoben werden. Wenn sie bereits zuhause dem Medienkonsum der Eltern ausgesetzt sind, zwischen Geräuschen aus Fernseher, Smartphone, Radio und realer Umwelt kaum noch unterscheiden können und nur noch Handy-Zombies als Vorbilder präsentiert bekommen, wo soll das bitte enden?

Ich habe noch ganz klassisch per Frontalunterricht Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt. Ein Fehler war ein Fehler, er wurde angestrichen und musste korrigiert werden. Wenn man irgendwelche Bücher gelesen hat, konnte man davon ausgehen, dass dort jedes Wort richtig geschrieben und jedes Komma an der richtigen Stelle gesetzt worden war. Alleine durch Lesen konnte man seine Fähigkeiten verbessern. Im Internet ist alles anders. Jeder kann schreiben was er will und wie er will, auch bei den großen Medienanstalten wird am Lektorat gespart, obwohl es seit der ersten Version von Microsoft Office eine Rechtschreibprüfung gibt. Welche Folgen die Reizüberflutung mit fehlerhaften Texten haben kann, merke ich an mir selber. Früher habe ich gerne Korrektur gelesen und musste nur selten ein Lexikon in die Hand nehmen. Auch die lange verweigerte „Rechtschreibreform“ habe ich dann doch noch gemeistert. Heute bin ich oft gar nicht mehr so sicher und das hat wenig mit der schnellen Feder zu tun, sondern mit dem, was einem früher niemals unter die Augen gekommen wäre. Eine verpflichtende Rechtschreibprüfung vor jeder (!) SMS, jedem Facebook-Beitrag und Twitter-Posting statt der unsinnigen Uploadfilter würde dem ein Ende bereiten, auch wenn es nicht ganz so demokratisch klingen mag. Man stelle sich vor, in der Musik würden die Regeln so außer Kraft gesetzt, was nicht mal bei Free Jazz der Fall ist, und jeder spielt einfach drauf los. Wer außer einem „Musiktherapeuten“ würde sich so etwas freiwillig anhören?

11 KOMMENTARE

  1. 1. Im Klassenraum durchnummeriert Plätze mit fest einzuhaltende Sitzordnung nach Gutdünken des Lehrers.
    2. Nach Abwägung des Lehrers Zutritt zum Klassenraum nur in angemessener, ordentlicher Kleidung.
    3. Konsequenter Ausschluss vom Unterricht bei unentschuldbar fehlendem Unterrichtsmaterial.
    4. Kein Essen und Trinken im Unterricht. Rechenschaftspflicht des Lehrers (!) bei Verstößen.
    5. Wenige kurze Pinkelpausen, die streng einzuhalten sind.
    6. Gemeinschaftlicher Beginn- und Beendigungsgruß.

  2. 1. Lasst die Deppen in Schuluniformen von Mo. – Sa. morgens um 06:00 Uhr auf dem Pausenhof gemeinsam mitsamt ihren bildungsfernen Eltern zum Vollzähligkeits-Appell, dem Absingen der Nationalhymne und zur anschließenden Hygiene- und Drogentestkontrolle antreten.
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    2. Nehmt ihnen alle Handys, Smartphons, Tablets, Laptops, Messer und Schusswaffen, Alkohol, Zigaretten und div. Drogen weg und lasst sie – nach der obligatorischen Desinfektion und Dekontamination – anschließend im Laufschritt wegtreten. Das Wegtreten wird solange wiederholt, bis auch der oder die „Langsamste“ unter 30 Sekunden auf seinen faulen Pickel-Arsch im Klassenzimmer sitzt.
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    3. Sperrt sie solange ohne Pause und Klogang im Klassenzimmer ein, biss auch der Bildungsfernste akzentfrei den Lehrstoff auswendig und dreistimmig vorsingen kann. Wen nach dem Essen mit seinen, ausschließlich selbstverfassten Hausaufgaben fertig ist, kann sich nach dem Schulsport (mi. 1000-Meter-Lauf unter hundert Sekunden und 200 m Schmetterling nicht unter 1:55,76 min) in geordneter Marschformation mit allen Klassenkammeraden dann zur Bushaltestelle Richtung Familien-Unterkunft begeben.
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    Ich bin mir (fast) sicher, beim nächsten PISA-Test sieht das Ergebnis deutlich verbessert aus!

  3. PS: All das hier Vorgeschlagene funktioniert als „präventive Maßnahme wider der Schülerverblödung“ allerdings nur, wenn man zuvor den rot-rot-grün gepolten Lehrkörper suspendiert und anschließend mit einem lebenslangen Berufsverbot (hatten wir früher mal sehr erfolgreich als Radikalenerlass für Beamte angewendet) belegt!

  4. Zitat: „…5. Wenige kurze Pinkelpausen, die streng einzuhalten sind.
    6. Gemeinschaftlicher Beginn- und Beendigungsgruß….“

    „…1. Lasst die Deppen in Schuluniformen von Mo. – Sa. morgens um 06:00 Uhr auf dem Pausenhof gemeinsam mitsamt ihren bildungsfernen Eltern zum Vollzähligkeits-Appell, dem Absingen der Nationalhymne und zur anschließenden Hygiene- und Drogentestkontrolle antreten….“

    Was machen die mit schwacher Blase die öfters aufs Klo müssen, Prügelstrafe wegen schwacher Blase ?
    Beginn und Beendigungsgruß – wie soll der heißen „Sieg Heil“ ?

    Ist doch alles Schwachsinn. Durch blödsinnige Regeln und drakonische Strafen wird aus einem dummen Ungebildeten auch kein Geistesriese. Bildung kann man nur mit Geduld und Freundlichkeit vermitteln. Gegebenenfalls auch durch angemessene Strenge, nicht aber durch unsinnige Regeln und Nationalhymne singen. Leute die so denken sollten niemals Tiere oder Kinder haben. Denn die würden sie wahrscheinlich mit denselben idiotischen Regeln und dementsprechenden Methoden zu „erziehen“ versuchen. Ich sagte „sollten“ – natürlich sieht die Realität ganz anders aus …

    • Sie werden’s vielleicht nicht glauben: Das von mir Aufgelistete sind exakt die bis in die Siebziger ganz selbstverständlichen Regeln, damals, als Deutschland als Erfolgsnation galt.

  5. PISA

    ist das nicht so was wie sozialistischer Wettbewerb? Schweden ganz weit vorne, die müssen aber schlau sein. China führt, denen muss es aber gut gehen.

    Schwarmintelligenz ist nur was für die Borg. Auf die Masse kam es ansonsten noch niemals an, es sind immer nur ganz wenige Überflieger die etwas verändern.

    Früher hieß es mal: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Es kommt also auf jeden einzelnen selber an. Echte Bildung funktioniert nicht unter Zwang, auswendig lernen schon eher. Wer viele kleine Prügelstrafen Roeschs züchten möchte, von mir aus….

    Nicht jeder kann ein Einstein werden, aber (im „richtigen“ Bildungssystem) jeder ein guter Jungpionier mit Fachidiotendiplom.

  6. @Roesch
    Wo wir heute genau durch diese „Gebildeten“ gelandet sind ist allgemein bekannt. Immerhin ist es genau diese Generation, denen die heutige Blödgesellschaft zu Dank verpflichtet ist.

    Sofern doch wieder alle anderen Schuld haben, wars wohl doch nicht so weit her mit der Nachhaltigkeit des Zucht- und Ordnungsprojekts.

  7. Wenn die Informationen falsch sind und die Beschmutzung alles Deutschen Lehrpflicht im Besatzerland BRDdvD ist einschließlich eines Judenkults, der den Geschädigten das Nachdenken über ihre Rechte verunmöglichen soll, dann hat man den heutigen Zustand. Aber ich bin mir sicher, daß die deutschen Jugendlichen, so sie mit der Wahrheit in größerem Ausmaß konfrontiert werden, sehr schnell begreifen werden, was man ihnen angetan hat.

    Solange gilt:
    Vorne siehst’e Tinies hocken, noch nicht hintern Ohren trocken, die dich mit aufgespritzten Lippen locken, unten quillt es wabblig raus, Baby du siehst scheiße aus. Neben ihnen hocken Knaben die den Arsch voll Akne haben, die dann solche Hoden tragen, die ein Jahr im Dreck rum lagen, geile Röhren irgendwie und der Arsch der hängt im Knie und es kommt auf´s gleiche raus, Bubi du siehst schei´ße aus!
    Frei nach Dieter Hildebrandt!

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