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1 KOMMENTAR

  1. Wer wählt….

    …trägt zur Aufrechterhaltung der Legitimität des herrschenden postdemokratischen Systems bei. Und dabei ist es auch egal, welche Partei und ob man „normal“, „Protest“, „Nonsens“ oder ungültig wählt. Der zählbare Stimmzettel erhält den repräsentativen Parlamentarismus (ein System übrigens, das Rousseau noch „elektive Aristokratie“ genannt hat) am Leben. Nicht zuletzt deshalb ist ja das Schlagwort „hohe Wahlbeteiligung“ der letzte Fetisch, auf den sich alle systemtragenden Parteien einigen können. Und wenn die Mobilisierung nicht mehr über „positive“ Anreize erfolgsversprechend ist, setzt man halt auf die Angst-Karte.
    Wer sich dafür einsetzen mag, gerne. Nur man rettet halt nicht die „Demokratie“, sondern nur das, was heute unter dem Label „Demokratie“ verkauft wird. Und einer wirklich demokratischen Herrschaftsform kommt man dadurch leider auch keinen Schritt näher.

    Übrigens ein schrecklich primitives Video. Beleidigen, Angst machen, Gossensprache jetzt alles unter dem Label konservativ. Die Frage ist halt, ob die Redaktion ihre Leser hier wirklich, mit sowas ansprechen will und welches Bild von den Lesern dann in den Köpfen rumspukt.

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