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Er stammt aus Freudenstadt und lehrte bis 2015 politische Geographie an der UNI Tübingen. Rainer Rothfuß kandidierte 2019 auf dem Listenplatz 21 der AfD für die EU-Parlamentswahl. Wir haben vor einem Jahr mit ihm ein Interview über die desolate Situation der EU geführt. Diesmal unterhalte ich mich mit ihm über die große Transformation von einer amerikanischen Nachkriegsordnung zu einer multipolaren Welt.

Die USA müssen sich zwangsweise mit einer geringeren Rolle zufrieden geben, sagt Rothfuß, der aus der wachsenden Rivalität zwischen den USA und China keine unmittelbare Kriegsgefahr erwachsen sieht: Die Handlungsmöglichkeiten der USA stoßen an Grenzen, sagt er. Und Trump wolle keinen neuen Krieg, sondern mehr bilaterale Deals. Seine Politik führe weg von dem Regime-Change in anderen Ländern, dafür stelle er die eigene Bevölkerung ganz klar in den Vordergrund.

Trump sieht Rainer Rothfuß auch im Zusammenhang mit der bei uns nachlassenden anti-russischen Hysterie: „Die Propaganda-Maschinerie wurde volles Rohr gewendet und ist jetzt komplett gegen Trump gerichtet“. Dem US-Präsidenten traut Rothfuß nach aktuellem Stand im Herbst bei der Wahl einen Sieg zu …
Auch über die EU haben wir wieder gesprochen – und über den wachsenden Meinungsdruck in Deutschland: „Chinas social credit-System ist auch bei uns schon tief verankert“, sagt Rothfuß, „man hat seine Meinung an den Mainstream anzupassen, ansonsten ist man ein Störfaktor“.

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