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Anmerkung der Redaktion: Liebe Leser, der letzte kritische Text von Stefan Müller zu QAnon ist auf diesem Blog und in den sozialen Netzwerken heiß diskutiert worden. Einige Gemüter haben sich gar so erhitzt, dass man uns und den Autor wild beschimpfte, so mancher war gleich so verärgert, dass er uns mitteilte, dieUnbestechlichen.com nie wieder besuchen zu wollen. Nun denn, dieUnbestechlichen sind ein Autorenblog, bei uns herrscht oft genug keine fixe Meinung zu einem Thema und das ist auch gut so! PS.: Weitere Berichte – die meisten davon positiv gegenüber den Thema – finden Sie hier! HV

Von Stefan Müller:

Das Echo auf meinen letzten Artikel hat mich dann ehrlich gesagt doch etwas überrascht. Aus diesem Grund widme ich hier erneut dem Phänomen QAnon Aufmerksamkeit und möchte dabei gleichzeitig auf einige der Kommentare reagieren.

Ich gehöre nun zu den Zeitgenossen, die schon etwas länger in diesem Land namens Deutschland leben. Aus diesem Grund weiß ich auch, dass die Hoffnung tatsächlich zuletzt stirbt. Paul McCartney sang einst von der Hope of Deliverance, dieses Lied kann sich der geneigte Leser also gerne als Soundtrack zu diesem Artikel anhören.

Donald Trump wird vom linken Establishment gehasst. Doch ist der Feind meines Feindes automatisch mein Freund? Dürfen wir so primitiv denken oder wäre hier etwas Differenziertheit angeraten?

Teile und herrsche!

Bevor ich mich QAnon zuwende, möchte ich darauf eingehen, weshalb ich mich in meinem Artikel ausgerechnet auf meinen Kampfgefährten Jan van Helsing und sein Buch „Geheimgesellschaften 3“ bezogen habe.

Wie kein anderer Autor hat sich Jan van Helsing um die Wahrheit verdient gemacht, ohne dabei Rücksicht auf Konsequenzen zu nehmen. Seine Ansätze sind mehr als einen Gedanken wert, oftmals stellt sich das Verständnis dann überhaupt erst ein. Da aber gerade das Phänomen „QAnon“ belegt, dass viele Menschen nicht verstehen, sondern „glauben“ wollen, möchte ich die Angelegenheit etwas moderieren. Ansonsten gehen nämlich essentielle Informationen zum Thema verloren. In „Geheimgesellschaften 3“ wird mehrfach betont, dass die Schattenmächte keinesfalls eine einige und geschlossene Kraft sind. Anstelle dessen gibt es eine Anzahl rivalisierender und zum Teil bis aufs Blut verfeindeter Parteien, die sich sogar mit allen Mitteln gegeneinander kämpfen.

Also: Der Feind meines Feindes ist also mitnichten automatisch mein Verbündeter. Es kommt doch anstelle dessen ganz entschieden darauf an, was denn dieser Feind selber für eine Agenda hat. Gerade hinsichtlich unserer illuminierten Freunde dürfte doch eines völlig klar sein: Jede Gruppierung will die Macht und setzt ihren Willen eiskalt durch! Wenn nun das linke Establishment offensichtlich unversöhnlich gegen Trump eingestellt ist, was hat das mit unseren eigenen Zielen und unserer Agenda zu tun?

Es war kein anderer als Donald Trump, der das System als rigged (manipuliert) bezeichnete. Warum sollte dieses System also jemanden von „außen“ in sein Machtzentrum lassen? Denken wir hier an Kurt Tucholsky:

„Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten!“

Wie kann also ein aufgeklärter Zeitgenosse oder Truther davon ausgehen, dass dies ausgerechnet bei der Wahl von Donald Trump anders gewesen ist? Wenn Donald Trump ernsthaft irgendetwas ändern würde, hätte man ihn wohl schnellstens in einem offenen Cabrio durch Dallas spazieren gefahren…

Die Fortführung des Interventionismus unter Trump

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