Prügelstrafe: Zwölf Stämme Erzieherin legt Berufung ein

Augsburg: Lange hat man nichts von der christlichen Sekte “Zwölf Stämme” gehört, deren Mitglieder immer wieder mal Ärger mit den Behörden wegen ihrer alttestamentarischen Erziehungsmethoden hatten.

Kinder schlagen Gewalt Erziehung

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Eltern, die ihre Kinder zuhause unterrichten wollten, scheiterten mit ihrer Verweigerung und juristischen Schritten gegen die allgemeine Schulpflicht, ein RTL Reporter filmte mit versteckter Kamera, wie Angehörige der Glaubensgemeinschaft ihre Kinder geschlagen haben. Die Behörden wurden aktiv, Kinder in Obhut genommen und mehrere Erwachsene wegen Kindesmisshandlung angeklagt, aber dann doch sehr milde bestraft.

Eine Erzieherin traf es dagegen härter, bei der 56-Jährigen kannte das Amtsgericht Nördlingen in Bayern keine Gnade und verurteilte sie zu zweieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung.

Dagegen legte die Angeklagte Berufung ein, die heute in Augsburg verhandelt wird.

Die Kinder, die von der Erzieherin geschlagen wurden, sind heute zum Teil bereits erwachsen, leiden aber immer noch laut Anklageschrift unter psychischen Beeinträchtigungen.

Ein ehemaliges Mitglied verarbeitete seine Erlebnisse aus über zwanzig Jahren in der Gemeinschaft zu einem Buch. Seine eigene Tochter habe er im Alter von acht Monaten das erste Mal misshandelt, schildert er darin unter anderem.

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