Proteste quer durch den Kontinent

In Frankreich kämpfen auf der Straße Feuerwehrleute gegen die Polizei – Bengalos hier, Wasserwerfer dort. In den Niederlanden – und auch bei uns – protestieren Bauern dagegen, dass sie ihre Agrarprodukte mit immer weniger Fläche, immer mehr Auflagen und wachsendem wirtschaftlichen Druck erzeugen. In den Niederlanden wurden in dieser Woche mit Baggern und Traktoren Verwaltungsgebäude gestürmt oder blockiert. In Katalonien begehren Hunderttausende von Menschen gegen die Zentralgewalt in Madrid auf, weil diese gegen führende Politiker der Region wegen der Unabhängigkeitsbestrebungen drakonische Gefängnisstrafen verhängt hat. Der Flughafen von Barcelona wurde lahm gelegt, Tausende gingen auf die Straßen.
In Deutschland schließlich liefern sich Türken und Kurden Straßenschlachten und Hetzjagden, seitdem türkische Truppen völkerrechtswidrig in Syrien einmarschiert sind.

Ganz klar, in Europa herrscht Aufruhr.

Über die einzelnen Konflikte liest man in deutschen Zeitungen hin und wieder Berichte, die ganze Wucht der Proteste wird aber nirgends richtig deutlich.
Vor allem nicht die Tatsache, dass nun in weiten Teilen Europas Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen gegen lokale oder zentrale Regierungen aufbegehren.
Und erst wenn man sich die Bilder anschaut, die im Netz über die lokalen Demonstrationen und Proteste zu finden sind, wird deutlich: Teile von Europa sind im Aufruhr. Und das schon bevor die wirtschaftliche Ruhephase, die Notenbanken mit Nullzinsen nach der jüngsten Finanzkrise erkauft haben, zu Ende ist.
Doch jetzt macht sich eine Rezession breit, die viele hunderttausend Arbeitsplätze bei uns kosten wird. Und was kommt dann?

Niemand weiß, wie viel Protest sich dann auf den Straßen des Kontinents entladen wird. Aber eines ist klar. Es wird noch deutlich mehr werden. Doch die Bilder sehen teilweise jetzt schon wie aus einem Bürgerkrieg aus.

2 KOMMENTARE

  1. Revolution ? In Germoney ? HALLO ?

    Hat die „Göttliche“ der Bundesdruckerei denn schon den Auftrag erteilt, Tickets (= rosarote Armbändchen) zu drucken, die die komatösen Michel zur Teilnahme an der „Schlafschaf-Revolution mit Wohlfühlfaktor“ (erlaubt sind SINGEN, TANZEN und KLATSCHEN an die Klatsche ) amtlich legitimieren ?;-)

  2. Wie schön, dass der deutsche Kasper so viel Mitleid mit anderen empfindet. Kann man so machen, muss man aber nicht. Wer selber überleben will muss sich jede Waffe greifen die gerade rumliegt.

    Der Feind meines Feindes ist nicht zwangsläufig mein Freund.
    Wenn man von linksrotgrünen Intelligenzbeleidigern verhöhnt wird ist das eine Sache. Wenn man aber auch noch in deren gutmenschlichen Kanon einstimmt und sich selber verhöhnt ist das mehr als kontraproduktiv. So Leid es mir tut, wir werden die Kurden nicht retten. Genauso wenig wie das verhungernde Baby in Afrika oder die gesteinigte frau im Iran. Wir können nur versuchen etwas für UNS zu tun und das möglichst auf intelligente Art und Weise. Ein moralisches Zweckbündnis mit den Grünen und Linken Kurdenfreunden gehört definitiv nicht dazu.

    Keule gefunden:
    Edogan ist ein weltoffener, toleranter Mensch. Er reißt lediglich bestehende Grenzen ein und gibt Flüchtlingen eine neue Heimat. Die intolleranten Kurden sind gem. deutscher Definitionshoheit nichts anderes als Rassisten und ewiggestrige Nazis. Wie kommen solche Nationalisten dazu bestimmen zu wollen, welcher Mensch legal oder illegal ist und wer wo leben darf und wer wo nicht?

    Kein Mensch ist illegal! Das gilt auch für Türken und syrische Heimatvertriebene.

    Alles in allem ist das (aus meiner Sicht) nicht völkerrechtswidrig, sondern nur ein soziales Experiment. Eine monoethnische und monokulturelle Gesellschaft wird in eine multiethnische und multikulturelle umgewandelt. Es kann einige Verwerfungen geben, wird aber klappen.
    Ich bedaure, dass Teile Syriens noch zu kurdisch sind und ich befürchte Hetzjagten gegen Minderheiten.

    No Borders No Nations!!!

    Wenn schon, denn schon.

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