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Ein schwerer Zwischenfall hat sich bei einer Demonstration gegen eine AfD-Veranstaltung in Henstedt-Ulzburg ereignet. Dabei wurde eine Person schwer verletzt. Die Polizei spricht von einem Unfall während der Auseinandersetzungen zwischen „Demonstranten der rechten und linken Szene“. Der Unfallfahrer wurde nach der Befragung entlassen, bei der schwer verletzten Person soll es sich um eine Antifa-Anhängerin handeln. In den sozialen Netzwerken werden Gerüchte verbreitet, der „Wagen voller AfD-Anhänger“ sei absichtlich in die Gruppe gefahren. Die Polizei bestätigte dies bis jetzt so noch nicht, allerdings habe ein Beamter einen Warnschuss abgegeben. Gegen den Unfallfahrer werde wegen „Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ ermittelt.

Pressemeldung der Polizei Bad Segeberg (Stand 20:31 Uhr)

Am Samstagnachmittag (17.10.2020) fand vor dem Bürgerhaus in Henstedt-Ulzburg eine Demonstration des bürgerlichen Spektrums „Keine AfD in Henstedt-Ulzburg“ anlässlich einer AFD-Veranstaltung statt.

Zu der angemeldeten Demonstration, die um 14:30 Uhr begann, fanden sich in der Spitze 200 Teilnehmer – ausschließlich aus dem bürgerlichen Spektrum – auf dem Bürgerhaus-Vorplatz ein. Die Versammlung startete mit diversen Redebeiträgen. Weiterhin nahm eine kleinere Gruppierung „Oma’s gegen rechts“ an der Veranstaltung teil. Die Demonstranten verwendeten Transparente, Trillerpfeifen und Trommeln.

Mit Einlassbeginn der AFD-Veranstaltung trafen ca. 50 – 60 Personen der linken Szene (Antifa) im Zufahrtsbereich der Veranstaltung ein. Diese Personengruppe führte eine nicht angezeigte Spontandemonstration durch. Es kam zu Pöbeleien und Handgreiflichkeiten gegenüber Besuchern der AFD-Veranstaltung und Polizeibeamten.

Die Veranstaltung der AFD endete gegen 18:30 Uhr in deren Zuge auch die Demonstration beendet wurde.

Demonstranten der rechten und linken Szene gerieten außerhalb des Veranstaltungsgeländes aneinander. Dabei wurde im Rahmen eines Verkehrsunfalls eine Person der linken Szene schwer verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert. In der Folge kam zu Aggressionsdelikten gegenüber Beteiligten und Polizeibeamten, die die Abgabe eines polizeilichen Warnschusses erforderte.

Der Vorfall ist der Staatsanwaltschaft in Kiel vorgetragen worden, demnach ermittelt die Polizei gemeinsam mit einem Unfallsachverständigen gegen den Unfallfahrer wegen der Straftat „Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr“. Der Beschuldigte ist nach einer ersten Befragung auf der Dienststelle wieder entlassen worden.

Nähere Umstände zu dem Ablauf der Ereignisse können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erteilt werden.

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