Precht holt gegen Sloterdijk die Nazikeule raus

Der Philosoph Richard David Precht wirft  Peter Sloterdijk in der Flüchtlingsdebatte Nazi-Jargon vor.

Richard David Precht photo
Photo by info-graz

Im heutigen „Kölner Stadt-Anzeiger“ wird Precht zitiert:

„Leute wie Peter Sloterdijk oder Slavoj Zizek spielen die Rolle des Philosophen als Enfant Terrible. Die provozierende These, das verstörende Wort ist Teil ihres beruflichen Selbstverständnisses.“

Und weiter: „Von Sloterdijk verwendete Begriffe wie territorialer Imperativ oder eben wohltemperierte Grausamkeit im Umgang mit Flüchtlingen würde er – Precht – „nie benutzen“.

Sloterdijk aber könne so etwas sagen, „weil er ästhetisch Gefallen daran findet, sich an der Reibungsenergie erfreut, die er erzeugt.“ 

Wer das Geschwurbel verstehen möchte, muss sich natürlich erst über die Hintergründe kundig machen. Sloterdijk hatte im Gegensatz zu Precht in einem Interview mit dem Cicero klare Worte für die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin gefunden.

Dafür steckte er von allen Seiten Prügel ein, in der WELT wurde das sogar zur Chefsache zweiten Grades erklärt, der stellvertretende Chefredakteur durfte ran und sich ziemlich diffus zur Causa Sloterdijk äußern.

Tenor der gesamten Empörung, wie könne nur ein vernünftiger Denker Grenzen fordern…

Die Antwort liegt wie meist in der Fragestellung verborgen – weil Sloterdijk sich in diesen entgrenzten Zeiten auf die Vernunft besinnt.

Precht hingegen zeigt sich wenig originell, denn Nazikeule, das kann und tut nun wirklich jeder, dazu muss man kein“Philosoph“ sein, aber wer erinnert sich noch an diesen Spruch?

„si ta­cu­is­ses, phi­lo­so­phus man­sis­ses“

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Wolfgang van de Rydt
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