Praktikant von Flüchtlingshelfer als Ungläubiger beschimpft und mit dem Tode bedroht

Mit einem offenen Brief wendet sich der Ex-Muslim Amed Sherwan an die Flüchtlingshilfe Flensburg, bei der er im Rahmen eines Praktikums beschäftigt war, um Flüchtlingen zu helfen. Seine Schilderungen werfen einen dunklen Schatten auf den eingetragenen Verein.

Offener Brief an die Flüchtlingshilfe Flensburg e.V.

Hallo Team und Vorstand der Flüchtlingshilfe,

nach mehr als 40 Tagen, in denen ich mich – genauso wir ihr es gewünscht habt – euren Räumen ferngehalten habe, habt ihr mir heute ein Hausverbot erteilt! Angesichts dessen, dass ich mich durchgehend weghalte, finde ich es geradezu absurd, dass ihr es sogar für nötig erachtet zu betonen, dass ihr erwartet, dass ich mich an das Hausverbot halte.

In diesen 40 Tagen habe ich verzweifelt darauf gewartet, zu einem von euch versprochenen Schlichtungsgespräch eingeladen zu werden. Hintergrund ist ein Konflikt, der direkt mit meinem Fluchtgrund zusammen hängt. Ich kann deswegen seit Tagen nicht mehr schlafen und kaum denken – und ihr reagiert mit einem Hausverbot?

Mit 15 Jahren bin ich als Ex-Muslim in meinem Heimatland inhaftiert und gefoltert worden. Ich musste meine Familie und meine Heimat verlassen, um einen Ort zu finden, an dem ich in Sicherheit bin. In einem Artikel in dem neuen Blatt »Moin Flensburg« hab ich vor kurzem beschrieben, wie glücklich ich bin, endlich in Freiheit zu leben.

Am 3. April bin ich von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe wegen genau dieses Artikels verbal angegriffen worden. Am 6. April hat er mich vor Zeugen als Ungläubigen beschimpft und mir angedroht, mir den Kopf abzuschneiden. Es ist nicht das erste Mal, dass ich als Ex-Muslim eine Morddrohung bekommen habe. Es ist aber das erste Mal, dass mir die Drohung ins Gesicht gesagt worden ist. Das hat mir sehr große Angst gemacht.

Ich habe zu dem Zeitpunkt als Praktikant in der Flüchtlingshilfe gearbeitet und sofort versucht, mir vom Personal Hilfe zu holen. Aber keiner der Anwesenden ist auf meine Bitten eingegangen, obwohl ich wirklich lange versucht habe, irgendwo Gehör zu finden. Ich habe leider das Gefühl gehabt, dass mich niemand in meiner Not ernst nimmt.

Ich weiß, dass so ein Spruch in Deutschland als leere Drohung betrachtet wird. Aber ich habe schon mal an meinem Körper gespürt, was mit Ex-Muslimen passieren kann. Für mich ist so eine Drohung daher sehr konkret. Nachdem ich beschimpft worden bin, ist die Stimmung vor Ort bedrohlich gekippt. Selbst Leute, die ich bis dahin als Freunde betrachtet habe, haben sich plötzlich gegen mich gewendet.

Ich habe große Angst gehabt und an diesem Punkt keine andere Lösung gesehen, als zur Polizei zu gehen. Der Beamte hat mich glücklicherweise ernst genommen und die Ermittlung aufgenommen. Das ist für mich sehr wichtig gewesen und hat mir gezeigt, dass ich jetzt in einem Rechtsstaat lebe. Ich bin wirklich froh, dass ich zur Polizei gegangen bin. Ich merke, dass es mir Sicherheit gibt. Aber seitdem werde ich von euch leider wie ein Verräter behandelt.

Am 9. April hat euer Geschäftsführer mich gebeten, der Flüchtlingshilfe erst mal fernzubleiben, und mir versprochen, mich bald zu einem Klärungsgespräch zwischen den Konfliktparteien einzuladen. Ich habe von Anfang an den Eindruck gehabt, dass derjenige der mich angegriffen hat, den Artikel völlig falsch gelesen hat. Ich bin daher immer gesprächsbereit gewesen und habe gehofft, dass wir das Missverständnis aufklären und den Konflikt friedlich lösen können.

Ich erinnere euch aber nun schon seit über einen Monat um das versprochene Klärungsgespräch. Der andere weigert sich aber, an einem Gespräch teilzunehmen, und ihr akzeptiert das einfach und stellt euch nun mit dem Hausverbot sehr eindeutig hinter ihm und seine Gesprächsverweigerung.

Derjenige, der mich bedroht hat, bestreitet meinen Vorwurf. Und die von mir benannten arabischsprachigen Zeugen sagen leider für ihn aus. Die Videoaufzeichnungen der Überwachungskameras bestätigen jedoch meine Version des Vorfalls. Es steht Aussage gegen Aussage und das Ergebnis der Ermittlungen steht – wie ihr selber schreibt – noch aus.

Aber ihr habt anscheinend schon euer Urteil gefällt. Denn während ich mich weghalten muss, hat derjenige, der mich bedroht hat, durchgehend weiter bei euch gearbeitet und macht jetzt sogar ganz offiziell Bundesfreiwilligendienst bei euch.

Wisst ihr, was ihr damit mit mir macht? Ich werde von vielen Menschen nicht mehr gegrüßt und von anderen darauf angesprochen, dass ich Allah beschimpft haben soll. Es zirkulieren außerdem Screenshots von islamfeindlichen Bildern, von denen erzählt wird, dass ich sie verschickt habe. Das habe ich auch der Polizei gemeldet, weil es mir richtig Angst macht und echt gefährlich für mich ist.

Seit dem Vorfall hat sich mein Leben verändert. Ich fühle mich unfrei, gedemütigt und ungerecht dargestellt. Ich hätte die Situation gerne sofort richtig gestellt. Aber ich habe euch vertraut und deshalb geschwiegen und gewartet. Während dessen habt ihr den Vorfall aber abgehakt. Ihr habt mir beim letzten Gespräch sogar gesagt, dass der Vorfall bei euch keine Rolle mehr spielt. Als ich daraufhin gefragt habe, ob ich dann wieder kommen könne, wurde mir das verneint.

Erst da ist mir bewusst geworden ist, dass euch offensichtlich egal ist, wie es mir geht. Während ich in der Hölle lebe, ist bei euch wieder Alltag eingekehrt. Und ich soll mich weghalten, um die Ruhe nicht zu stören. Aber bei mir herrscht keine Ruhe: Ich werde jeden Tag auf die Gerüchte angesprochen und habe nicht nur einen für mich wichtigen Aufenthaltsort, sondern auch viele Freunde verloren.

Nachdem ich 30 Tage gewartet habe, ist mir klar geworden, dass gar keine Lösung eurerseits in Sicht ist. Ich habe den Fall daraufhin aus meiner Sicht in einem Post geschildert. Ich hätte die Gerüchte viel lieber durch ein Klärungsgespräch aus der Welt gebracht. Aber mir ist kein anderer Weg geblieben. Denn ich bin einen Monat lang fast täglich mit Gerüchten über mich konfrontiert worden. Ich habe euch deutlich gesagt, dass ich verzweifelt bin um und vergeblich um Klärungshilfe gebeten. Wie hätte ich der Öffentlichkeit sonst zeigen können, dass ich nichts getan habe?

Bevor diese Sache passiert ist, bin ich zum ersten Mal seit meiner Flucht richtig glücklich gewesen: Flüchtlingsstatus, eigene Wohnung, Schule und viele Menschen, die ich zu meinen Freunden gezählt habe. Aber seit dem Vorfall fühle ich mich ohnmächtig und ausgestoßen. Ich habe gerne bei euch gearbeitet, es macht mir große Freude, anderen Menschen mit meinen Sprachkenntnissen zu helfen. Euer Hausverbot trifft mich auch deshalb sehr hart.

Ich bin nicht der einzige, der vor repressiven Strukturen ohne Glaubens- und Meinungsfreiheit geflüchtet ist. Ich habe gedacht, dass gerade ihr als Flüchtlingshilfe Verständnis dafür habt, das so ein Vorfall für mich anders ist als für jemanden, der noch nie Gewalt erlebt hat. Und selbst wenn ihr mir nicht glaubt – was spricht gegen ein Klärungsgespräch?

Ich hoffe, dass die Wahrheit ans Licht kommt, denn ich kann nicht weiter damit leben, als Verbrecher abgestempelt zu werden und ständig Angst zu haben. Aber selbst wenn die Ermittlungen zeigen werden, dass ich Recht habe, wird die Flüchtlingshilfe wohl leider nie wieder ein Ort werden, an dem ich mich willkommen fühle.

Mit enttäuschten Grüßen

Amed Sherwan


Hier findet sich noch ein Beitrag auf der Facebook-Seite der Flüchtlingshilfe Flensburg mit Fotos, auf denen Amed Shervan zu sehen ist: https://www.facebook.com/fluechtlingshilfe.flensburg/posts/875127732593743

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6 Kommentare

  1. Die Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. ist genau so ein krimineller Asylmafiaverein wie alle anderen.
    Die sahnen auf ungeahnte Weise Geld der Steuerzahler ab und lachen sich über die beknackten Deutschen halbtot.
    Deutschland ist zu einer Irrenanstalt verkommen.

  2. Ahmed, der typische muslimische Jammerlappen.
    Mensch geh hin, stell das Pack zur Rede und hau auf den Tisch.
    Oder bist Du so eine Memme dass Du nur rumheulen kannst ?

  3. Im Grunde sind diese Muslime schlimmer als die Nazis im Dritten Reich: Es ist keine Seltenheit, dass ein Mohammedaner, der zum Christentum konvertiert ist, danach von einem anderen Mohammedaner ermordet wird, ich glaube jedoch nicht, dass ein Deutscher, der sagen wir 1935 aus der NSDAP austrat, deswegen von anderen NSDAP-Mitgliedern ermordet wurde.

    Vielleicht haben ja manche Deutsche eine unterschwellige Sehnsucht nach dem Dritten Reich und versuchen nun, quasi unbewusst, über den Islam einen neuen Totalitarismus in Deutschland zu etablieren, unter dem Deckmantel von Multikulti. Vor allem Linke sind oft DDR-Romantiker, eine linke Form des Totalitarismus.

    Sigmund Freud lässt grüssen.

    Von „Heil Hitler“ zu „Heil Mohammed“ ist es nur ein kleiner Schritt.

    Damals: „Hitler befiehl, wir folgen Dir“, und heute: „Erdogan befiehl, wir folgen Dir“.

    Es ist sicher faszinierend zu sehen mit welcher geradezu pathologischen Besessenheit sich manche Linken für den islamischen Totalitarismus einsetzen, und mit welchem geradezu perversem Genuss sie mitansehen wie die Grundlagen von Demokratie und Rechtsstaat durch den Islam zu Grabe getragen werden.

    Vor allem liefert der Islam dann einen guten Vorwand, um eine innenpolitische Eskalation zwischen den politischen Polen heraufzubeschwören, die Notstandsgesetze dann fast zwingend zur Folge hat. Der Islam zerstört den Rechtsstaat also auch indirekt als Katalysator, ohne dabei selbst zu partizipieren.

    Eine von den Linken durch die Islamisierung induzierte extreme innenpolitische Situation hat dann eine entsprechend heftige Gegenreaktion durch konservative Kräfte zur Folge, und bietet den Linken eine Steilvorlage zu behaupten die Bürgerlichen würden ideologisch immer extremer werden und nach rechts abdriften.

    Die vermeintliche Gefahr von rechts, die von den Linken gerne herbei halluziniert wird, liefert den Linksfaschisten dann den Vorwand, den sie brauchen, um den Rechtsstaat zu demontieren, ohne dabei ihr wahres antidemokratische Gesicht preiszugeben.

    • Recht gut gesagt.

      Aber die Linksextremisten (die meisten linken in Deutschland und so ziemlich alle etablierten Parteien) tun das aus der Überzeugung heraus, Gutes zu tun. Dabei sehen sie sämtliche rechten Elemente unserer Gesellschaft (die schon seit jeher Normalität waren und sind für die gesamte Menschheit) als böse an. Sie verachten folglich die Natur des Menschen selbst und sehen sie als die größte Bedrohung für alles mögliche an. Daher ist ihnen jedes Mittel recht, diese natürliche Ordnung zu zerstören, um dann ihre eigene neue Weltordnung auf der Asche unserer Selbst aufzubauen.

      Einige wollen nur Gutes tun und sind naiv dabei, andere haben Chaos im Hintergedanken, siehe Social Justice Warriors, Feministen, Gender Wahnsinnige. Sie wissen, dass sie Chaos in die Ordnung streuen, und niemand hält sie auf, weil alles schon zu links gekippt ist. Irgendwann gewinnen sie endgültig, während sie über unsere Köpfe hinweg Erziehung, Bildung, Politik, GEZ, und Medien in ihrem Würgegriff des Wahnsinns halten.

  4. Schlepperbande Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. – und der Kleine Junge, der Probleme mit der Religion hat? Also wenn der zum Arzt geht und den Dok fragt: Onkel, warum wird mein Schwanz immer so steif… Kann durchaus sein, dass der Onkel sagt, du hast dein letztes Gebet nicht verrichtet nun richtet sich das Schwert gegen dich… (Satire Ende)

    Also klarer Fall, in Flensburg einrücken und die Bande hoch nehmen und alle nach Tripolis zurück schicken.

  5. Der hat es nicht verstanden…

    Gemeinnützig bedeutet nur, dass die Gewinne des Vereins anders abgeschöpft werden müssen als bei nicht gemeinnützigen Gesellschaften. Z.B. durch das hohe Gehalt des Geschäftsführers, über Fremdfiirmen, die vom Verein beauftragt werden und den Entscheidungsträgern gehören oder ähnliches.

    Und auch so ein Verein läßt sich sein Kerngeschäft nicht stören.

    Denn da werden gerade selbst in kleineren Städten Millionen Umsätze erzielt, von dem wesentliche Teile ganz sicher bei den Machern der Flüchtlingshilfe auch bei Gemeinnützigkeit ankommen.

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