Polizei-Korruption: Dienstfahrzeuge verramscht?

Polizist ausser Dienst gestellt, weil er seine Arbeit machte?

Bei der Rheinisch-Bergischen Polizei geht nach Informationen der Justizalltag-Redaktion so einiges nicht mit rechten Dingen zu.

Martin F., Polizeibeamter, stellte schon im Jahre 2007 durch Zufall fest, dass ein behördeneigenes Fahrzeug, samt umfangreichen Zubehör und zusätzlich noch mit einem PKW – Anhänger an einen hochrangigen Behördenrepräsentanten (die Namen aller Beteiligten sind der Redaktion bekannt) “für ‘n Appel und ‘n Ei“ verkauft worden war.

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Der Verkauf an sich war schon laut dem entsprechenden Regelwerk verboten und fand “unter der Hand” statt!

Der Polizeibeamte stieß aber intern auf eine Mauer des Schweigens und Widerstände, als er Aufklärung verlangte.

Er wandte sich an das Innenministerium NRW und die Staatsanwaltschaft Köln. Aber nichts passierte. Später hat er auch den Abgeordneten der CDU in seinem Wahlkreis, Wolfgang Bosbach um Hilfe gebeten.

Martin F. hatte dann selbst herausgefunden, dass der Käufer der Fahrzeuge einen ihm bekannten Rentner aus dem Kfz-Gewerbe als “Gutachter” angegeben hatte.

Bei einem Gespräch nannte dann der Rentner einen fünffach höheren Wert, als der dann tatsächlich gezahlte Kaufpreis. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings noch nicht bekannt, dass er auch als “Gutachter“ fungierte und den “Wert“ der Fahrzeuge festgelegt haben soll!

Das kam erst viel später heraus. Da gab der Rentner zu, dem Käufer “nur einen Gefallen getan zu haben“.

Und: Sogar das Wertgutachten war vom Käufer selbst geschriebenen worden. Er hatte es nur unterschrieben. (JA)

Wie ging die Geschichte weiter?

Martin F. wurde per Gutachten außer Dienst gestellt! Das Gutachten soll auf Aussagen seines Hausarztes beruhen, was dieser jedoch bestreitet. Demnach hat F. die in solchen Fällen gerne verwendete Diagnose einer paranoid querulatorischen Persönlichkeitsstörung erhalten.

Mit Ermittlungen und einem Disziplinarverfahren wegen Verletzung der Pflicht zum Wohlverhalten und später mit einer Hausdurchsuchung ohne richterlichen Beschluss habe man versucht, Martin F. weiter kalt zu stellen. 

Kollektive Strafvereitelung im Amt? Halten Sie das für möglich?

Mehr zu diesem “Einzelfall” auf Justizalltag

 


Bildquelle:

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Photo by HamburgerJung

 

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