Weidel: Steigende Inflation beschleunigt die Enteignung der Bürger

Die Inflation im Euroraum hat im Mai nach Angaben von Eurostat die Zwei-Prozent-Marke überstiegen. In Deutschland liegt sie inzwischen schon bei 2,4 Prozent.

"Seitdem die EZB mit ihrer verwerflichen Nullzinspolitik vor bald einem Jahrzehnt begonnen hat, werden die Bürger in Deutschland dadurch Jahr für Jahr schleichend enteignet. Mit dem erwartbaren Anstieg der Inflation nimmt dieser katastrophale Prozess nun bedrohlich an Fahrt auf", erklärt die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, dazu:

"Mit der Politik des billigen Geldes wurde über Jahre die Insolvenzverschleppung von zahllosen Unternehmen und ganzer Staaten ermöglicht. Das so erschaffene System aus Zombieunternehmen, Zombiebanken und Zombiestaatshaushalten wird wie ein Kartenhaus in sich zusammenkrachen, wenn die EZB nun aufgrund der steigenden Inflation den Leitzins anheben muss. Tut sie es aber nicht, werden für die jahrelange, gedankenlose und ins unermessliche ausufernde Schuldenaufnahme die Bürger über die Inflation ausbluten und verarmen.

Schon bei ihrer Gründung hatte die AfD vor dieser unvermeidlichen Entwicklung eindringlich gewarnt und wurde dafür beschimpft und verächtlich gemacht. Nun steckt Europa in der selbstgemachten Zwickmühle.

Die Nullzinspolitik muss nun endlich beendet werden. Sollte dies für einige Staaten den Bankrott bedeuten oder gar der Euro als Währung daran zerbrechen, so würde dies zwar kurzfristig zu heftigen Verwerfungen führen. Diese wären auf lange Sicht aber ein geringer Preis im Vergleich zur unwiderruflichen Enteignung von hunderten Millionen Europäern.

Da die EU aber offensichtlich den Weg in den Schuldensozialismus weitergehen will, wird auch die Enteignung der Menschen weiter voranschreiten, solange die Politik in Deutschland sich weigert, dem entgegenzutreten."