Södolf will den deutschen Xi Jinping mimen

Impfperium: An sich glaubten wir ja die Zeit der Diktatoren, Despoten und Schlächter sei in Deutschland endgültig durch. Das ist womöglich ein folgenschwerer Trugschluss, denn der Lokal-Potentat aus Bayern macht jetzt einen auf “Södolf”. Dabei scheinen ihn Gesetze, Moral und Ethik und dergleichen wenig zu interessieren.

Man kann die Menschen inzwischen abseits der formal noch geltenden Gesetze in der Art nötigen, dass sie seinem Führer-Anspruch in der Masse gerecht werden. Die Gesundheit ist lediglich das vorgeschobene Vehikel für seine immer klarer zutagetretenden Ambitionen. Nur leider ist das für viele Menschen wenig durchschaubar.

Wer die Geschichte des chinesischen Führers Xi Jinping ein wenig verfolgt hat, kann hier wudnersame Parallelen entdecken.

Wir reden also über die totale Kontrolle, die für sein Vorhaben unverzichtbar ist. Dies geht zwangsläufig einher mit der ultimativen Aufhebung des Selbstbestimmungsrechts, wenngleich er dies indirekt über offene Ausgrenzung zu realisieren gedenkt. Das ist in keiner Weise mit den bislang gültigen Werten einer freiheitlichen Gesellschaft vereinbar, nicht minder unter dem Gesichtspunkt eines wie auch immer gearteten Notstandes. Letzterer entpuppt sich bereits in weiten Teilen als fingiert, soweit man noch über andere Informationsquellen als die gleichgeschaltete Propaganda verfügt.

Vielleicht möchte er nur seinem Vize Hubert Aiwanger mal zeigen wo der Barthel den Most holt. Der hatte sich nämlich vor laufender Kamera Bedenkzeit ausgebeten, ob er geimpft werden möchte oder nicht. Diesem schlechten Vorbild muss Söder offenbar entgegentreten, nicht das sich die Schäfchen bei der nächsten Wahl noch verwählen. So haut dem Skeptiker dieser Tage die folgende Medlung die södolfsche Realitität mitten ins Gesicht: Söder: “Ohne Impfen keine Freiheit” … [BR]. Zwar keine wörtliche Aussage von ihm, aber exakt das was er gerade umsetzt. Das ist schon weit mehr als nur eine Nötigung, das ist eine ernsthafte Kampfansage. Normalerweise müsste man solche Gestalten sogleich all ihrer Kompetenzen entheben, bevor das alles richtig ausartet.

Was hat der Markus Söder nicht verstanden?

Zuvorderst, dass es nicht an ihm ist über die Freiheiten der Menschen zu befinden. Da wäre es überaus sinnvoll noch einmal das Grundgesetz zu studieren. Oder meint er, nur weil die Grundrechte schon so gut wie vollständig außer Kraft sind, kann er jetzt offen mit seinen Allmachtsphantasien um die Ecke kommen und sein persönliches Impfperium errichten? Ob er selbst, bereits dutzende Male vor der Kamera showgeimpft, das Zeugs bereits im Balg hat, darf man bezweifeln. Es scheint geradezu so, als wolle er in einer Neuauflage eine abgetragene braune Geschichte nacherzählen.

In diesem Zusammenhang mag man sich fragen, wie es passieren kann, dass eine Gesellschaft fast über Nacht wieder den Hang zum Totalitarismus für sich entdeckt. Wie schnell und leicht das geht, kann ist anhand eines kurzen Auszuges aus dem Buch “Täter” von Harald Welzer nachzuvollziehen. Thema Drittes Reich und der Holocaust. Wir zitieren diese Passage, weil sie so bedeutsam ist. Die Parallelen sind kaum zu übersehen, wenn sich ein “Tätervolk”, nun unter der weisen Führung eines Södolf, erneut aufzuschwingen gedenkt … nur diesmal gar gegen sich selbst, was die S®pitze der Perfidität ist:

Zitat aus “Tätervolk” von Harald Welzer

[…] Im Ergebnis bedeuten diese normativen Veränderungen, dass eine Gruppe von Gesellschaftsmitgliedern sukzessive aus dem »Universum der allgemeinen Verbindlichkeit« ausgeschlossen Wird, das für die Anderen, die Zugehörigen zur Mehrheitsgesellschaft, nach wie vor in Geltung ist, nun aber exklusiv wird. Dieser Vorgang ist, wie gesagt, die zentrale Voraussetzung für die Entstehung genozidaler Prozesse. Denn die Ausschließung verläuft über die Definition, dass die auszuschließende Gruppe an sich, und das heißt: jedes ihrer Mitglieder, eine Bedrohung für das Wohlergehen und letztlich für die Existenz der Mehrheitsgesellschaft ist – die dann folgerichtig ihr Heil darin erblickt, diese als bedrohlich wahrgenommene Gruppe unschädlich zu machen und, in letzter Konsequenz, zu vernichten.

Deshalb geht allen bekannten Vernichtungsprozessen eine Definition der bedrohlichen Gruppe voraus, und dieser Definition schließt sich eine sich beschleunigende soziale, psychologische, materielle und juristische Deklassierung an, die die zunächst nur behauptete Andersartigkeit der ausgeschlossenen Gruppe zunehmend in eine von den Zeitgenossen gestaltete und gefühlte Realität überführt. […]

Will Södolf parallel dazu die Grundwerte der EU beseitigen?

Wäre der Herr nicht so sehr auf sein eigenes Macht-Profil und seine seltsamen Vorstellungen fixiert, hätte er interessante Texte beim EU-Rat finden können. Vornehmlich die, die es allen Mitgliedsstaaten untersagen die Menschen bezüglich ihrer persönlichen Impfentscheidung zu diskriminieren oder zu benachteiligen. Aber genau das kündigt er mit solchen Aussagen doch an: “Ohne Impfen keine Freiheit”. Wir hatten das Thema bereits an dieser Stelle: Bundesregierung verlässt den Pfad des EU-Rechts. Aber wenn ein gewisser Punkt beim Machstreben bestimmter Menschen überschritten ist, scheint es da wahrlich kein Halten mehr zu geben. Die Gleichschaltung des Reststaates besorgt schnell den Rest.

Über das Versagen der übrigen Gewalten im Staat muss man inzwischen nicht mehr diskutieren, das ist ziemlich offensichtlich. Vielleicht sieht der Södolf gerade in diesem Umstand und in dieser Phase seine reale Chance endlich durchziehen zu können? Zumindest tritt er die bisherigen Grundwerte mit Füßen und sein Bestreben scheint zu sein hier neue gesellschaftliche Vorstellungen einzuimpfen. Der totalitäre Zug darin ist unschwer zu übersehen, egal wie sehr man versucht das ganze schönzureden oder irgendeinem Herdenschutz vorschieben zu wollen. Söder hat mit solchen Aussagen endgültig den Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unter seinen Füßen verloren. Sicher wird er, wie für diese Kaliber üblich, nicht an Rücktritt denken. Er gehört zu den verpeilten Potentaten, die vermutlich irgendwann und irgendwie zurückgetreten werden müssen.


Erstveröffentlichung: Qpress