Putin: "Eine Zwangsimpfung ist nicht angemessen und darf nicht eingeführt werden."

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich gegen die Einführung einer Impfpflicht in Russland ausgesprochen.

Der Staatschef betonte, dass die Entscheidung auf freiwilliger Basis erfolgen müsse, wobei er zugleich vor den möglichen Folgen einer Impfverweigerung warnte. Im Laufe der Beratungen zu den Wirtschaftsfragen in Sotschi am Mittwoch sagte Putin der Nachrichtenagentur Interfax zufolge: "Ich möchte hier noch einmal meinen Standpunkt darlegen. Meiner Meinung nach ist es unzweckmäßig und unzulässig, eine Impfpflicht einzuführen.

Die Bürger sollen diese Notwendigkeit selbst nachvollziehen:" Beim Verzicht auf eine Impfung sollen sich die Menschen selbst der ernsten und womöglich sogar tödlichen Gefahr bewusst sein, der sie durch diese Entscheidung ausgesetzt sein könnten, meinte das russische Staatsoberhaupt. Indessen erinnerte Putin, dass eine breite Impfkampagne der richtigste und zivilisierteste Weg ist, um eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus zu erreichen. Der Präsident hob erneut die Vorteile des russischen Corona-Impfstoffes hervor, indem er ihn als "zuverlässigsten" und "sichersten" bezeichnete. Somit appellierte Putin an seine Mitbürger, sich auf russische Experten in der Impfbranche zu verlassen.

Zudem betonte er, dass in Russland "alle Voraussetzungen" für die Massenimpfungen der Bevölkerung geschaffen seien. Die nationale Impfkampagne in Russland ist im Dezember 2020 gestartet. Ihr schlossen sich mittlerweile alle Regionen des Landes an. Für russische Staatsbürger ist die Impfung kostenlos. Laut Angaben der russischen Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor sind inzwischen bereits mehr als zehn Millionen Menschen in Russland gegen die Corona-Infektion vollständig geimpft. Insgesamt wurden bisher 25 Millionen Impfdosen verabreicht.