Keine Gnade für GEZ-Gebühren-Häftling Thiel

Deutsch-Absurdistan: Joseph Goebbels hätte seine helle Freude daran gehabt die Leute einzusperren, soweit sie den Volksempfänger abgelehnt hätten. Zu Hitlers Zeiten hat sich das allerdings niemand getraut, ergo konnte man die Propaganda damals aus freien Stücken genießen. Heute sind wir sehr viel weiter und freier.

Wir müssen uns der öffentlich-rechtlichen Propaganda und Hirnwäsche nicht mehr aussetzen. Zum Ausgleich für diese neue Freiheit reicht es aus wenn jeder das erforderliche Lösegeld in Form der Zwangsgebühren entrichtet.

Das ist der kleine feine Unterschied zu damals und beschreibt damit sehr genau wie stabil es heute um unsere (informative) Freiheit bestellt ist. Wie es aussieht hat die WDR-Show-Seelsorge kein Ohr für solche Probleme. Besonders dann nicht, wenn es speziell um WDR-Gebührenhäftlinge geht. Wann immer sich wer beharrlich weigert für die Staatspropaganda zu zahlen, muss derjenige damit rechnen, dass der Gerichtsvollzieher mit eine paar Polizisten vorbeischaut und ihn für eine Weile in Beugehaft Steckt. So erging es dann auch dem hartnäckigen Gebührenverweigerer Georg Thiel aus Borken in NRW.

Das wollte ein verzweifelter Hörer bei der WDR-Show-Seelsorge thematisieren. Nur leider, wenn es um Anrüchiges Zeugs des WDR selbst geht, kann die natürlich nicht zuständig sein. Dementsprechend öde und einsilbig gab sich der seelsorgerische Hilfspastor Jürgen Domian und schmiss den Beklemmten kurzerhand aus der Leitung, weil er sich angeblich unter falschem Vorwand Zugang zum “Fake-Erlösungswerk” des WDR verschafft haben solle. Hier nun die seelsorgerische Glanzleistung zum “Nachvollzug”:

Kosten & Nutzen stimmen beim ÖR schon lange nicht mehr

Das ist schon ein starkes Stück, aber da sind die Fragen längst nicht zu Ende. Wenn man bedenkt, dass bei der Inhaftierung von Georg Thiel Kosten & Nutzen überhaupt nicht mehr zusammenpassen, dann muss man nachfragen wohin der ökonomische Sachverstand des WDR entschwunden ist? Richtig, dort gibt es es gar keinen, weil die Gebühren-Kohle von den Rundfunkgebühren-Erpressten immer noch zu reichlich sprudelt. Mal angenommen der WDR möchte den Höchstrahmen der Erzwingungshaft ausschöpfen, dann sitzt der Georg Thiel satte 180 Tage im schönen münsterländischen Knast (die Hälfte hat er schon rum). Bei Kosten von rund 100€ pro Hafttag kostet die WDR-Knast-Show dem Gebührenzahler schlappe 18.000€. Dafür hätte man längst das Gehalt der Intendanten erhöhen können, damit die keine Gewissenskonflikte auszustehen haben.

An anderer Stelle hatten wir bereits vorgerechnet wie viele Unwillige die Staatsfunker in Deutschland inhaftieren könnten, würden sie die Gebührenkohle zielstrebig in die Einkerkerung der Unwilligen investieren. Nähme man die Hälfte ihres Budgets von rund 4 Mrd. Euro, wären damit schon 220.000 Gebührenhäftlinge pro Jahr auf den rechten Weg bringen. Sollte irgendwann der ökonomische Sachverstand wieder Einzug bei den ÖR’s halten, erschiene es sinnvoller eigene Internierungslager zu errichten. Bei leicht reduzierten Sicherheitsanforderungen, die Gebührenhäftlinge sind wenig gewalttätig, könnte man entweder mehr von ihnen inhaftieren oder aber Kosten sparen und dafür weitere Nonsens-Programme produzieren, die auch niemand benötigt. Z. B. sowas wie die Sendung von dem Domian, der ja bei kritischen Fragen ohnehin nur das Wegdrücken kennt.

Eine funktionierende Demokratie hat ihren Preis

Keine Gnade für GEZ-Gebühren-Häftling ThielGemäß Grundgesetz Artikel 5 Satz 1 sollte es an sich einen ungehinderten Zugang zur Propaganda geben. Augenscheinlich meinen die ÖR’s, dass sich dies nur auf frei zugängliche Quellen beziehen kann. Zwar lassen sie jedermann ihr Gelumpe sehen und hören, aber formal ist die Gebühr, zumindest gefühlt, eine harte “Bezahlschranke”, obschon man die nur ungern so bezeichnen mag. Inzwischen hat sich der Begriff Demokratieabgabe etabliert. Das sollte man nicht mit der “Abgabe der Demokratie” verwechseln … die ist schon länger futsch und äußert sich eigentlich nur noch in Scheinwahlen.

In diesem Sinne muss man den Georg Thiel vielleicht als Demokratie-Häftling begreifen. Spätestens dann wird sich das Mitleid in Grenzen halten und die Reaktion des WDR-Show-Pastors damit etwas verständlicher. Einfach abschalten, wenn es zum Schur kommt. Allein dass der Georg Thiel für 180 Tage in Haft gehalten werden kann, zeigt ja schon wie stark (und teuer) unsere Demokratie wirklich ist.


Quelle: Qpress

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