Indiens "COVID-Ausbruch" - Realität versus Hysterie und Angst

Soll nach Horror-Stories über das ferne Brasilien jetzt Indien herhalten, um die Corona-PANIKdemie am Kochen zu halten und die Impf-Bereitschaft zu fördern?

Mainstream-Medien erwecken den Eindruck, halb Indien könnte zum Pandemie-Opfer werden! Was ist dran an den Katastrophen-Berichten? Der Autor Colin Todhunter hält seriöse Wissenschaft anstelle von Sensationslust für nötig, sein Bericht* gibt ein realistisches Bild.

Ähnlichkeiten mit Zuständen bei uns sind NICHT rein zufällig:

„Westliche Medien widmen Indien und den augenscheinlichen Auswirkungen von COVID-19 derzeit große Aufmerksamkeit. Die Erzählung besagt, dass das Corona-Virus das Land durchdringt - Menschen sterben, Fälle geraten außer Kontrolle und Krankenhäuser können die Situation nicht bewältigen.

In Teilen des Landes scheint es tatsächlich große Probleme zu geben. Es muss aber zwischen den Auswirkungen von COVID-19 und dem Einfluss anderer Faktoren unterschieden werden.

Bei sensationellen Medienberichten, die die Situation falsch darstellen, ist Vorsicht geboten.

Zum Beispiel veröffentlichte die New York Post Ende April (2021) eine Geschichte über den COVID-Anstieg in Indien mit der Überschrift: „Die Aufnahme zeigt tot auf der Straße liegende Menschen“. Daneben war das Bild einer anscheinend toten Frau zu sehen. Das Foto war aber von einem Gasunfall im Mai 2020 in der Stadt Andhra Pradesh. Tatsächlich zeigte das Bild eine Frau, die durch ein Gasleck umgefallen war.

Um trotz Panik und Sensationsmache der Medien Klarheit zu gewinnen, sprach ich kürzlich mit Yohan Tengra, einem in Mumbai ansässigen politischen Analysten und Gesundheits-Experten.

Tengra hat viel über COVID-19 und die globale Reaktion darauf geforscht. Er ist Mitautor eines neuen Berichts: "Wie die unwissenschaftliche Interpretation von RT-PCR- und Antigen-Schnelltests zu irreführenden Spitzen bei den Fällen und Todesfällen führt".

Für Indien sagt er:

„Wir werden statistisch nie wissen, ob die Infektionen wirklich zugenommen haben. Um sicher zu sein, benötigen wir Daten von Personen mit Krankheitssymptomen, die entweder mit einem Viruskultur-Test oder einem PCR-Test mit 24 oder weniger Zyklen, idealerweise unter 20, positiv getestet wurden.“ Er fügt hinzu, dass in Indien hauptsächlich Fälle ohne Krankheitssymptome auftreten: „In Mumbai beispielsweise wurde vor zwei Tagen erklärt, dass 85 Prozent der sogenannten Fälle in der Stadt asymptomatisch seien, in Bangalore waren über 95 Prozent der (*sogenannten) Fälle ohne Krankheits-Symptome!“

In seinem Bericht bietet Tengra wissenschaftliche Beweise, die klar darauf hindeuten, dass asymptomatische Infektionen nicht signifikant (*bedeutsam) sind. Da die meisten Fallzahlen in Indien diese asymptomatischen sogenannten Fälle einschliessen, sollten die Daten sowie die PCR-Tests und die zum Nachweis des Virus verwendete Zahl der Test-Zyklen infrage gestellt werden, anstatt die Zahlen unbesehen zu akzeptieren.

Tengra sagt, dass auch die Menschen in Indien -wie weltweit in vielen Ländern- dazu gebracht wurden, eine riesige Angst vor dem Virus zu haben. Sie wurden auch beeinflusst zu glauben, dass man frühzeitig behandeln muss, um die Infektion erfolgreich zu überstehen.

Er stellt fest:

 „Das medizinische System selbst arbeitet daran, die Anzahl der positiven Fälle zu erhöhen. Selbst bei einem negativen PCR-Test verwenden sie CAT-Scans und stellen die COVID-Diagnose. Diese Scans sind überhaupt nicht spezifisch für SARS-CoV-2. Ich persönlich kenne Leute, die nur aufgrund eines positiven Tests von ihren Ärzten ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Dies geschah auch mit einer Bollywood-Berühmtheit, die von ihren Ärzten gebeten wurde, sich ohne Symptome und nur mit einer positiven PCR stationär aufnehmen zu lassen. (In Indien verdienen Ärzte daran, wenn sie einen Patienten in ein Krankenhaus überweisen, sie können dann einen Teil der Gesamtrechnung kassieren.)“

Fehlerhafte PCR-Tests und Fehldiagnosen zusammen mit Frühbehandlungen bei mildesten Symptomen haben laut Tengra die Betten gefüllt und den Zugang derer verhindert, die eine Behandlung wirklich brauchen.

Ursache des vielfach in den Medien erwähnten Sauerstoff-Mangels sei eine verfehlte Politik, durch die in letzter Zeit verstärkt Sauerstoff exportiert wurde, was zu Mangel führt, wenn die Nachfrage steigt. Laut Tengra lag die Todesfallrate für COVID-19 Erkrankungen in Indien im vergangenen Jahr bei über drei Prozent, ist aber jetzt auf unter 1,5 Prozent gesunken. Die Sterblichkeitsrate bei getesteten Infektionen ist sogar noch niedriger. Die Ergebnisse der Serosurvey zeigen, dass sie zwischen 0,05 und 0,1 Prozent liegen.

Die Direktoren des All India Institute of Medical Science und des India Council of Medical Research haben beide festgestellt, dass es keinen großen Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Welle gibt und dass es diesmal viel mehr asymptomatische Fälle gibt als in der sogenannten "erste Welle". Tengra argumentiert, dass das Prinzip für alle Infektions-Erreger gleich ist: Sie infizieren Menschen, die meisten können die Infektion abwehren, sogar ohne Symptome zu entwickeln, einige entwickeln milde Symptome, eine kleinere Anzahl entwickelt schwerwiegende Symptome und eine noch geringere Anzahl stirbt. Obwohl mit der richtigen Prävention und den richtigen Behandlungs-Strategien Leben gerettet werden können, verwendeten die meisten Ärzte in Indien ineffektive und unsichere Medikamente; die Sterblichkeits-Raten könnten durch falsche Behandlungen erhöht sein. Wie in vielen anderen Ländern ist es auch in Indien durch die Richtlinien für Sterbeurkunden einfach, jemanden aufgrund eines positiven PCR-Tests oder allgemeiner Symptome als COVID-Toten zu bezeichnen, so Tengra. 

Es ist daher oft schwierig zu sagen, wer an dem Virus gestorben ist und wer falsch diagnostiziert wurde.

Das Problem der Fehldiagnose sollte nicht leichtfertig beiseite geschoben werden. In einem kürzlich erschienenen Artikel des in Indien ansässigen Jo Nash, "Indiens aktuelle COVID-Krise", wird darauf hingewiesen, dass der Schwerpunkt der Medien-Mitteilungen und die Quelle vieler schrecklicher Leidensszenen - Delhi - zu den giftigsten Städten der Welt gehört, was häufig dazu führt, dass die Stadt wegen der weit verbreiteten Auswirkungen auf die Gesundheit der Atemwege geschlossen werden muss. Nash argumentiert auch, dass Atemwegserkrankungen wie TB und Infektionen der Atemwege wie Bronchitis, die zu einer Lungenentzündung führen, immer zu den zehn häufigsten Todesursachen in Indien gehören. Diese Bedingungen werden durch Luftverschmutzung erheblich verschärft und erfordern häufig Sauerstoff, der während der Luftverschmutzungs-Krisen, wie dies zu dieser Jahreszeit der Fall ist, knapp sein kann.

(*Dies kann durch eigene Erfahrungen der Übersetzerin bestätigt werden : Als sie vor Jahren bei einem Zwischenstopp nur eine Nacht in Delhi verbrachte, verursachte dicker Smog massive Atemnot und Beschwerden.)

Bei der Berichterstattung der Medien über die aktuelle Situation ist also nicht alles so wie es scheint.

Es ist interessant, dass diese „zweite Welle“ mit der Einführung des Impfstoffs zusammentrifft (Nash liefert offizielle Quellen, um diese Behauptung zu stützen). Tengra glaubt, dass dies kein Zufall sein könnte. Er sagt, dass die Daten zu „Aefi“ (unerwünschte Ereignisse nach der Immunisierung) die Anzahl der im Land auftretenden Nebenwirkungen von Impfstoffen bei weitem unterschätzen.

Laut Tengra gibt es auf der Grundlage von Basis-Untersuchungen und von ihm selbst gesammelten Daten eine enorme Anzahl von Menschen, die erst nach der Impfung erkrankt sind; viele davon wurden dann positiv auf COVID getestet und ins Krankenhaus eingeliefert.

Der finanzielle Anreiz für Ärzte, Menschen mit COVID zu diagnostizieren, könnte auch bedeuten, dass viele an anderen Krankheiten leidende Menschen als COVID-Patienten stationär eingewiesen werden, während die Betten für Menschen mit nicht-COVID-Gesundheitsproblemen unterbelegt sind.

Vor zwei Monaten gab es in Indien viele Impf-Zögerer, viele wollten die Injektionen nicht.

Die Regierung musste den Aufwand erhöhen, um die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen, stellt Tengra fest.

„Wir stehen an einem Scheideweg, der über das Schicksal unseres Landes entscheidet und wir werden beobachten, wie es weiter geht.“

Tengra arbeitet mit Anwälten und anderen betroffenen Bürgern zusammen, um Klagen einzureichen, um die Behauptung einer asymptomatischen Infektion und die Testung gesunder Menschen in Frage zu stellen. Ziel ist es auch, die Tests entsprechend evidenzbasierter Verfahren zu verbessern.

Das ist aber noch nicht alles:

„Wir werden auch die derzeitige Einführung von Impfstoffen in Frage stellen und die Probleme mit durchgeführten Studien, unerwünschten Ereignissen, Todesfällen, Impfpässen und anderen Problemen im Zusammenhang mit diesem Thema hervorheben.“

Tengra ist nicht der Einzige, der die Mainstream-Darstellung infrage stellt. Auch ein kürzlich in der indischen Zeitung „National Herald“ veröffentlichter Artikel des klinischen Epidemiologen Professor Dr. Amitav Banerjee argumentiert, dass die aktuelle Situation in Indien nicht auf die Tödlichkeit des Virus zurückzuführen ist, sondern dass die Daten auf der Anzahl derer basieren, die im Krankenhaus landen und dass Fehlentwicklungen in der Gesundheitspolitik Indiens aufgedeckt werden, in der Infrastruktur und der ungleichen Verteilung der Gesundheitsdienste.

Selbst in den besten Zeiten gebe es ein Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Es sei also kein Wunder, dass wir jetzt einen Notfall sehen - dieser ist nicht durch COVID entstanden.

Wie Yohan Tengra stellt Banerjee die wissenschaftliche Integrität der Reaktionen auf COVID in Frage, dies schließt die Einführung von Impfstoffen und die Probleme ein, die gerade diese Impfstoffe mit sich bringen könnten:

„Sich für eine Massen-Impfung mit fraglicher Wirksamkeit und ungewissen Folgen stark zu machen, ist ein grosses va banque Spiel. Wir haben (beispielsweise*) seit Jahrzehnten einen Impfstoff gegen Tuberkulose, der bei der Vorbeugung von Tuberkulose in der indischen Bevölkerung wirkungslos ist. Ausserdem gibt es Bedenken, dass eine willkürliche und unvollständige Impfung der Bevölkerung Mutanten-Stämme auslösen kann.“

In Bezug auf ein Editorial im British Medical Journal von K. Abbasi ("Covid-19, Politisierung, Korruption und Unterdrückung der Wissenschaft") äussert Banerjee Bedenken hinsichtlich der Unterdrückung der Wissenschaft durch Politiker und Regierungen und der Interessenkonflikte von Wissenschaftlern, Forschern und kommerziellen Lobbys.

Er sagt:

„Bei einer globalen Katastrophe stehen die führenden Politiker der Welt, ihre wissenschaftlichen Berater, einschließlich der Karriere-Wissenschaftler, unter enormem Druck. Sie müssen den Eindruck erwecken die Situation zu kontrollieren und sie können auf autoritäre Massnahmen zurückgreifen, um ihre Unsicherheiten zu tarnen. Solche Taktiken weichen vom wissenschaftlichen Ansatz ab. Die gegenwärtige Pandemie ist voller solcher Unsicherheiten, und daher hat ein Teufelskreis von Repressionen eingesetzt, wenn die Behörden und ihre Berater mit steigenden Fallzahlen konfrontiert sind.“

Nichts von dem, was hier gesagt wurde, soll die Existenz oder Wirkung von COVID-19 leugnen. Menschen in Indien sterben - einige an dem Virus, andere „mit“ dem Virus, aber höchstwahrscheinlich hauptsächlich aufgrund ihrer bereits bestehenden Grunderkrankungen, und es gibt andere, die falsch diagnostiziert werden.

Obwohl derzeit keine Zahlen zur Übersterblichkeit verfügbar sind, stellt Yohan Tengra fest, dass das Durchschnittsalter der in der ersten Welle Verstorbenen 50 Jahre betrug. Jetzt sind es 49 Jahre.

Professor Banerjee sagt, dass es Undurchsichtigkeit und Verschleierung statt Transparenz gibt. Er fordert Zivilcourage von Wissenschaftlern in beratenden Positionen der indischen Regierung: Wissenschaftliche Aufrichtigkeit ist das Gebot der Stunde.

Abschließend soll COVID und die globale Medien-Berichterstattung über die Situation in Indien in eine vernünftige Relation gebracht werden, hören wir nochmal Jo Nash:

„Selbst wenn die angenommenen COVID-Todesfälle einen Höhepunkt erreichen, in Indien sterben jeden Tag mehr Menschen an Durchfall -und zwar seit Jahren- hauptsächlich aufgrund des Mangels an sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen, diese Zustände sind ein Nährboden für das Ansteigen übertragbarer Krankheiten.“

*Der deutsche Text ist eine Übersetzung aus dem Englischen, erläuternde Einfügungen* und Hervorhebungen teils von der Übersetzerin. Original: https://off-guardian.org/2021/05/04/indias-covid-outbreak-the-need-for-scientific-integrity-not-sensationalism/

Weitere Links zum Thema:

Bericht von Yohan Tengra und Ambar Koiri über die unwissenschaftliche Interpretation der Ergebnisse von RT-PCR- und Antigen-Schnelltests, die zu irreführenden hohen Werten bei Fällen und Todesfällen führt: https://drive.google.com/file/d/15sCz8WpCNkEZGtrXV-nr4fwjwA34zc9g/view

Die Fakten strafen die Panikmacher Lügen: Die Sterbezahlen in Indien liegen weit abgeschlagen im Bruchteilbereich großer anderer Länder laut einer Statistik der John Hopkins Universität vom 23 April 2021.

Auch in Europa wird mit äußerst fraglichen und im falschen Kontext dargestellten „Corona“-Zahlen gezielt Panik geschürt:

https://multipolar-magazin.de/artikel/todeszahlen-europa

https://www.wochenblick.at/leser-aergert-sich-so-werden-wir-mit-falschen-todeszahlen-manipuliert/

So funktioniert die PANIKdemie:

https://opposition24.com/archiv/horror-bibber-kreisch-jetzt-kommen-die-killer-mutanten