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Erste Regionen in Russland führen Impfpflicht gegen Corona ein

Die Behörden in vier russischen Regionen haben diese Woche Corona-Impfungen für Arbeitnehmer im Einzelhandel, im Bildungswesen und in anderen Dienstleistungsbereichen zur Pflicht gemacht.

„Es handelt sich nicht um eine pauschale (Zwangs-)Impfung der Bevölkerung. Es geht um eine verpflichtende Impfung für bestimmte Wirtschaftszweige. Wenn man bedenkt, wie sich die Welle des Ausbruchs entwickelt, ist das eher gerechtfertigt“, sagte Regierungssprecher Dmitri Peskow. 

Moskau, wo die Zahlen positiv Getesteter in diesem Monat sprunghaft angestiegen waren, hatte die Vorschrift am Mittwoch als Erstes angekündigt. Die umliegende Region Moskau, die sibirische Region Kemerowo und die fernöstliche Region Sachalin folgten prompt.

Die Beamten in den vier Regionen ordneten an, dass Unternehmen und Institutionen, die im Einzelhandel, im Bildungswesen, im Gesundheitswesen, im öffentlichen Nahverkehr, in der Schönheitspflege, in der Unterhaltungsbranche und in anderen Branchen mit vielen Menschen tätig sind, sicherstellen müssen, dass mindestens 60 Prozent ihrer Mitarbeiter vollständig geimpft sind.

Laut einer Umfrage des Rekrutierungsportals SuperJob im Juni befürworten 66 Prozent der Russen eine Impfpflicht nicht. Auch der Kreml hat die Idee einer landesweiten Impfpflicht wiederholt abgelehnt. Die Sprecherin des Zentrums Natalja Iltschenko und fügte hinzu: „Die Menschen wollen Wahlfreiheit haben, die Freiheit, den Impfstoff zu wählen. Sie wollen nicht gezwungen werden. Sie ziehen es vor, selbst zu entscheiden, ob sie sich impfen lassen und wann sie es tun.“

Quelle: RT DE

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