Eigentlich ist die Bundestagswahl schon ungültig

Boris Reitschuster wurde das x-te mal auf allen möglichen Plattformen gesperrt. Seine Viertelmillion Kunden auf verschiedenen Portalen sollen offensichtlich bis zur Wahl im September reduziert werden. Damit ist die Bundestagswahl manipuliert und völlig ungültig, egal wie sie ausgeht.
Foto: O24

Dabei ist Reitschuster nicht einmal ein AfD-Fan. Er ist politisch schwer zurechenbar, Parteipolitik ist vielleicht auch  nicht seine Intention. Er verbeißt sich eben in schrägen Fakten, was eigentlich die Aufgabe eines klassischen Mediums ist, und überläßt die Wertung seinen Kunden. Hanns Joachim Friedrichs dazu: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; daß er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“

Das ist kein Allgemeingut. Viele Fernsehagitatoren arbeiten mit extremen Klimasozialisten zusammen oder sind selbst Extremisten, wie Hans-Georg Maaßen gerade unters Volk gebracht hat. Ich habe bei einer Demo selbst gesehen, wie die Berichterstatterin des ZDF die Antifa anrief, als sie deren Einsatz ins Bild setzen wollte und wie diese dann in Aktion trat. Es ist in den Medien alles künstlich und organisiert. Insofern ist es egal, ob sich in der Nationalen Front 2.0 die Prozente bei der Bundestagswahl etwas verschieben. Die Politik wird nicht im Bundestag, sondern in den Hinterzimmern der NGOs gemacht, die in Funk und Presse ihre Aktivisten installiert haben. Die Medien und NGOs kann man nicht wählen, sie entziehen sich demokratischer Kontrolle total.

Bisher haben es die selbsternannten deutschen Pseudoeliten immer geschafft sich selbst zu ruinieren. Wahlen haben dabei kaum eine Rolle gespielt, Ausländer und die Medien schon. Weder der Erste Weltkrieg noch die Inflation, auch nicht der Zweite Weltkrieg, die Baader-Meinhoff-Bande, Menschenschlächter Haarmann sowie Anfang und Ende der DDR wurden gewählt. Auch die Abschaltung der Kernkraftwerke, die Arisierung, das Attentat auf die Münchner Olympiade, die Bankenrettung, Oranienburg, Schwedt und Bautzen, die Grenzöffnung und der Breitscheidplatz entzogen sich demokratischer Mitwirkung.

Wenn sich in Deutschland etwas änderte – zum Guten wie zum Schlechten – waren fast immer internationale Verhältnisse und ausländische Politiker wie die beiden Napoleons, Metternich, Stalin, Hitler, Roosevelt, Gorbatschoff und in zweiter Linie die vom Sozialismus träumenden Medien ausschlaggebend. Das sollte man vor der Bundestagswahl bedenken.

Berlin war außer 1870 bis 1890 zu hickeldipickelt, um tragfähige politische Konzepte zu entwickeln und eine Kontinuität der Herrschaft zu garantieren. Meine Leser verdächtigen oft den germanischen Ungeist für die Unrast. Aber warum hielten Kopenhagen, Bern und Stockholm hallewege Ordnung?

Interessant wird die Entwicklung in der EU in den kommenden Jahren: Zerlegt sie sich oder bekommt sie noch die Kurve? Daran wird sich entscheiden wie in Berlin reagiert wird. Das Ende von Ostberlin wurde in Moskau, Warschau und Budapest besiegelt. Fallen die Würfel für die Reichshauptfavela in Paris und Rom? London hat sich bereits als Zuschauer des kontinentalen Kulturkampfs auf die Tribüne gesetzt. Auch wie China die Außenstellen der DAX-Unternehmen zur Räson bringen wird, welche Auswirkungen der deutsche Alleingang der CO2-Bepreisung hat – es wird spannend.


Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Auch liegt mir Deutschland warm am Herzen; ich habe oft einen bittern Schmerz empfunden bei dem Gedanken an das deutsche Volk, das so achtbar im Einzelnen und so miserabel im Ganzen ist.“ (Geh. Rath v. Goethe 1813)

Erstveröffentlichung: Prabelsblog