9 KOMMENTARE

    • Ich will eigentlich auf den Kommentar der Redaktion antworten (s.o.):
      Mir hat der Podcast nichts gegeben. Ich fand auch, es war sehr herumgestottert und irgendwie ’schwammig‘, erst ‚klingt‘ es so, ‚tut‘ er so, als wenn er was ‚weiß‘, dann sagt er immer wieder, dass er nichts weiß…? Hat mich an Dave Brych erinnert, wo ich dann irgendwann auch nicht mehr folgen kann, bzw., konnte (also Abo abgemeldet).

      OStR Ing.-Wiss. Peter Rösch hat es insofern auch in meinem Sinn gut ausgedrückt: „Aber Resignieren und Defätieren, so wie das bei Wolfgang v. d. R. das leise herauszuhören ist, bringt halt auch nichts.“ – wobei ich es gar nicht als so „leise“ empfand. Konnte mit dem Ganzen nichts anfangen, sorry!
      Sorry auch, dass ich nicht so gebildet bin, wie Herr Wolfgang v. d. R. oder Herr OStR Ing.-Wiss. Peter Rösch. Daher mein kurzer ‚rein emotionaler‘ Kommentar am Anfang.
      Dennoch, uns allen eine gute Zukunft.

      • Sie haben recht, es wirkt doch etwas unklar. Unterm Strich ist es so, dass ich nirgendwo eine politische Kraft sehe, weder im Parlament, noch außerparlamentarisch, der ich mein Vertrauen schenke könnte, ohne dabei ein schlechtes Gefühl zu bekommen. Bei den Massendemos, die auch nur nach der Psychologie der Massen aufgezogen werden, scheint es mir, als wolle man den Teufel mit Beelzebub austreiben.

        • Vielen Dank, jetzt ‚komme ich langsam mit‘. Ich bin Baujahr Mitte der 50er und war schon zu DDR-Zeiten „Politikverdrossen“. Hab in einer so empfundenen ’natürlichen Bescheidenheit‘ in Nischen gelebt und was „die da Oben“ gemacht haben, hat mich nicht tangiert. Systemgegner waren mir eher fremd und suspekt. ‚Meine‘ Freiheit war subjektiv nicht so sehr eingeschränkt, im Rahmen meiner ‚allgemeinen Fähigkeiten‘, könnte man sagen. Was ich soz. ‚leben‘ wollte, konnte ich tun. Andere wollten (und wollen auch heute noch) offenbar mehr, mehr ‚haben‘ vom Leben. Dann stoßen sie evtl. auf Grenzen und viele wollen die dann erweitern. Ich bin also „die graue Masse“. Die erst mal nix sagt und ihr Leben so lebt, solange alles irgendwie ‚läuft‘. Wo also die ganz ‚persönlichen Problemchen‘ den ganzen Raum einnehmen. Solche Menschen sind eben auch da, wahrscheinlich die Masse, und es bringt ja nichts, zu erwarten, sie sollen jetzt mal anders sein.
          Nach dieser für mich also eigentlich unverständlichen „Wende“ habe ich die ganz klar auch für mich erweiterten ‚Grenzen‘ genutzt. Aber ohne ‚Anspruch‘, einfach, weil es ging. Überraschend und fragwürdig fand ich schon Helmut Kohl, unsympathisch und nach dem Motto, „dem traue ich nicht über den Weg“, bzw. „dem traue ich ALLES zu!“. Aber wieder gepaart mit politischem Desinteresse, weil ich da, genau wie zu DDR-Zeiten keinen Durchblick fand, aber auch, so lange alles ‚läuft‘, gar keine Interesse daran hatte. Schröder, dacht ich, na ja…, wenigstens ein bisschen ‚kerniger‘, nich‘ so’ne „Birne“ eben. War aber letztlich dann wohl auch ’ne Lusche.
          Wer allerdings diese Angela Merkel zur Kanzlerin ‚gewählt‘ hat, hab ich bis heute nicht begriffen. Offenbar Leute, die dieses „Mehr“ vom Leben wollten – und eben glauben, auch mehr leben zu ‚können‘ – und die glaubten, mit und durch Merkel würde das gehen. Jedenfalls für mich nicht relevant und auch in meinem Lebensumfeld ohne Auswirkungen, was Merkel alles in der Zeit ‚angestellt‘ hat.
          Und in sofern ist mir also seit Mitte März schleierhaft, was diese „Regierung“, die ich bis dahin (ja, sorry!) überhaupt nicht wahrgenommen habe, für einen Zirkus veranstaltet. Jens Spahn…, kannte ich nicht. Völlig perplex, wie so ein ‚Typ‘ Gesundheitsminister sein kann?! Arbeitsminister? Keine Ahnung. Innenminister??? Finanzminister??? M-m…!?
          Warum machen die das?! Ich kann es nicht nachvollziehen. Habe keinerlei ‚menschliche‘, also für mich nachvollziehbare Erklärung dafür, was die gerade abziehen…? Völlig ‚hirnrissig‘, dilettantisch, in höchstem Maße inkompetent! Ignorant, stur und bockig, wie kleine Kinder. (Kohl eben, aussitzen…) Oder steckt da doch „ein Plan“ hinter, den die alle wissen und jetzt durchziehen wollen…?
          Okay, ich kann also ‚politische‘ Vorgänge nicht nachvollziehen und einschätzen. Weder geschichtlich noch jetzt noch für die Zukunft.
          Und aber jetzt? Es interessiert mich! Komisch…?! Ich beobachte das Geschehen, wie einen spannenden Film, besser, eine fantastische, irgendwie grandiose, nicht korrigierbare Live-Improvisation, ohne Netz und doppeltem Boden, vor laufenden Kameras, alle gucken zu – „gesagt ist gesagt“!

          Zitat: „Unterm Strich ist es so, dass ich nirgendwo eine politische Kraft sehe, weder im Parlament, noch außerparlamentarisch, der ich mein Vertrauen schenke könnte, ohne dabei ein schlechtes Gefühl zu bekommen.“ Richtig! So ein Gefühl habe ich auch. Eben mehr denn je… Weil, das hatte ich natürlich ’schon immer‘. Für mich hat sich da also nichts verändert. Was „die da Oben“ machen, ist (durch mich…) nicht zu verstehen!

          Zitat: „Bei den Massendemos, die auch nur nach der Psychologie der Massen aufgezogen werden, scheint es mir, als wolle man den Teufel mit Beelzebub austreiben.“ Genau!

          Bodo Schiffmann ist offenbar raus, hat nicht durchgehalten, rein physisch, und hat auch nicht wirklich die Fähigkeit, Menschen dauerhaft zu begeistern. Rampenlicht scheint ihm zu gefallen, aber er ist dem nicht gewachsen.
          Michael Ballweg…? Als Beelzebub eben auch durchaus suspekt. Wirkt inzwischen angeschlagen, aber immer noch hat er eine fast übermenschliche innere Ruhe. Für mich unwahrscheinlich, dass diese aus ‚ihm selbst‘ heraus resultiert, seine ‚Persönlichkeit‘ ist oder sein größtes, wahnsinnig(!) persönliches Interesse sei und daher dieses hoch intensive politische Engagement, für Frieden, Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit – für alle…, usw. Er hat für mich keine ‚persönliche Bestimmtheit‘, wie z.B. J.F. Kennedy. Der wollte, nach meinem Empfinden, ganz persönlich wirklich für Amerika „das beste“. Auch Trump sehe ich so und hoffe, er hat Erfolg. Ballweg wirkt auf mich nicht gerade wie eine „Marionette“, aber doch so, als wenn er „ein Spiel spielt“ und dass er das auch ganz gerne tut. Einfach, um des Spieles willen. Er ist ein Spieler, ein Kämpfer um des Kampfes willen, ein Sportler sozusagen. Er will den Wettkampf. Und er hat nichts zu befürchten… Er kann – wahrscheinlich – nicht verlieren. So geht er jedenfalls ran. Ich denke – und empfinde-, er hat entsprechende „Sicherheiten“ (‚Vereinigungen’…) hinter sich. So(!) einen Alleingang würde ich niemandem, keinem Menschen zutrauen.
          Also meine Meinung: Man darf weiterhin gespannt sein.

          Wie das alles nun für uns gut ausgehen kann, da habe ich auch keinen Ansatz. Aber dennoch ein Gefühl, als wenn ein „guter Schritt“, eine gute Erfahrung, nicht nur für Deutschland, dabei herauskommen könnte. Eine Lehre, die sich so noch nie(!) zeigte und die aber auch weltweit das Zusammenleben der Menschen betrifft. Aber die ‚Gegenkräfte‘ sind auch nicht ohne, der ‚Teufel’…

          In der Anthroposophie gibt es das Bild von Satan und Luzifer, also soz. ‚psychologische Energien‘, die im Menschen angelegt sind – die aber nicht so gut (aber überwindbar…, bzw., ‚umpolbar‘) für ein ‚wahres Menschsein‘ sind. Beide, ‚Satan‘ und ‚Luzifer‘ wollen das – ’nette‘, aber verhängnisvolle – Bedürfnis der Menschen nach Führung ausnutzen und sind dabei eben sehr ‚verführerisch‘ in ihren Ver-Suchungen (die Menschen suchen und suchen…, aber ver-suchen ist wie ver-lieben…, hat mit ‚Liebe‘ nix zu tun; ‚ver-‚ ist immer ‚daneben‘; somit hat ver-suchen und Ver-Suchung mit wahrer Suche auch nichts zu tun). Nicht ‚für sich‘ wollen sie das, sondern, um uns Menschen zu ‚provozieren‘, damit wir anfangen – in der Erfahrung von Leid – wirklich anfangen zu Denken und lernen wirklich ‚frei‘ zu denken, i.d.S. aus uns selbst heraus, ohne Führung von außen. Satan (die ’satanische Energie‘ in uns) bemüht sich dabei – oder gibt dem gerne nach -, sich vom ‚Bösen‘ führen zu lassen. Und somit natürlich nicht selbst, für sich und aus sich, zu denken. Luzifer ‚macht‘ das Gegenteil, er ist ja der ‚Lichtbringer‘ und ver-führt in das angebliche ‚Licht“, also die aufgesetzte(!) Hyper-Spiritualität, New-Age-Göttlichkeit usw. Also eine ‚falsche‘, geführte, ver-führte Spiritualität.
          Diesen Ansatz finde ich gar nicht so schlecht und durchaus plausibel. Es geht also darum, das eigene wirklich innere Wesen zu ‚leben‘. Fängt natürlich bei der sog. ‚Erziehung‘ an, den Kindern also die Freiheit für die Entwicklung ihres individuellen Potentials zu lassen usw. Und es ist nat. mit Sicht auf die heutige Situation noch ganz schön utopisch.
          Aber, wie gesagt, vielleicht ist ein wesentlicher Schritt möglich. Könnte sein. Auf jeden Falls eine spannende Zeit, ein unglaubliches Jahr 2020. Heut ist der(!) 29.08.2020! Mal sehen, was er uns bringt.

          Insofern, einen guten Morgen am 29.08.2020 und uns allen eine gute Zukunft!

  1. Sagen wir mal so: Es gibt in der Geschichte gute Zeiten und schlechte Zeiten. Es ist nicht klar auszumachen, an welchen Randbedingungen das jeweilen liegt. Das im Moment erleben wir eher als schlechte Zeiten, weil wir spüren, dass wir von der Substanz, auch derjenigen unserer Ahnen, zehren. Einfach treiben lassen kann man das nicht, schon allein weil der Gerechtigkeit gegenüber den verantwortlichen Staatslenkern eine Bresche geschlagen werden muss. Es ist richtig, dass die AfD nach gar zu raschem institutionellen Verschleiß als Schrittmacherin ausgefallen ist. Aber Resignieren und Defätieren, so wie das bei Wolfgang v. d. R. das leise herauszuhören ist, bringt halt auch nichts.

  2. Ich halte realistische Lageeinschätzungen nicht für Defätismus, sondern für realistische Lageeinschätzungen. Wäre alles so berauschend, warum jammern die Motivierten dann über den schlechten Motivationstrainer?

    Meine Definition von (Rhetorik-Kampfbegriff) Defätismus ist: vorgaukeln von falschen Tatsachen, um Dümmere für sinnlose Aktionen mitzuschnacken. Da kommt nämlich am Ende erst Recht nichts raus, meist sogar eine Verschlimmbesserung (Stichwort: (Blinder) Aktionismus).

    Warum trägst du keine Lichtsäcke ins Haus, wie wir anderen auch?
    Weil’s keinen Sinn macht.
    DU DEFÄTIST!

    Wobei mein Flaggschiff nicht „Opposition“24 heißt, also von mir ein ganz klares JEIN!

  3. Übrigens, Herr Van de Rydt wurde sachlich und faktische nicht widerlegt. Kommen da noch echte Gegen-Argumente, konstruktive Verbesserungsvorschläge, irgendwas Hilfreiches, …oder nur Geblubber?

    Wenn nein, dann hat er wohl 100% Recht!

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