Plauen: Wer ist „Wir sind Deutschland“?

Für Netz gegen Nazis ist die Sache klar – hinter Wir sind Deutschland in Plauen können nur Nazis stecken, wer sonst?

Die Nazijäger im Auftrag von IM Viktoria aka Anetta Kahane, Deutschlands oberstem Rassistenspürhund, haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet und alle Fakten zusammengetragen, schließlich gilt es auch, die Fördergelder für das nächste Jahr zu sichern.

Aber selber denken und urteilen ist in jedem Falle die bessere Wahl.

Wer sich die Webseite oder die Facebookseite genauer anschaut, kommt auch ohne die Info der Nazijäger durch ein korrekt angegebenes Impressum darauf, dass der Gastronom Michael Oheim Hauptorganisator von „Wir sind Deutschland“ ist.

Die Slogans „Nicht ganz links, nicht ganz rechts…“ erinnern an die Montagsmahnwachen aus dem letzten Jahr, auch die Ästhetik der Webseite lässt die Vermutung zu, dass hier ehemalige Unterstützer der Mahnwachen am Werk sind.

Am kommenden Wochenende redet Ken Jebsen in Plauen.

Ken Jebsen Wir sind Deutschland

Eva-Maria Pfeifer, ehemalige Mitorganisatorin der Mahnwachen berichtet über die Bewegung und will dabei mit Gerüchten aufräumen, dass Organisatoren der Mahnwachen beteiligt seien.

Es handele sich um eine neue Bewegung, die Bürgern die Möglichkeit zum Dialog anbieten will, auch gebe es keine Köpfe. Im Widerspruch dazu informiert sie über eine Vereinsgründung und erteilt Verhaltensmaßregeln, welche Begriffe (Lügenpresse) die Macher nicht bei den Redebeiträgen hören möchten. Auch zu Pegida grenzt man sich ab.

Dann fordert sie zu reger Beteiligung auf, damit in vielen Städten Ableger der Bewegung entstehen könnten. Mit ähnlicher Taktik und Ansprüchen ist die Mahnwachenbewegung gestartet und ebenso schnell gescheitert, weil sich etliche Orgateams keine Vorschriften aus Berlin machen lassen wollten.

Dann kam plötzlich PEGIDA in Dresden in Schwung und versammelte in kurzer Zeit mehr Leute als die stärkste Berliner Mahnwache.

Jeder könne sich bei ihr melden, sagt Eva-Maria Pfeiffer noch zum Schluss, gerne mache sie für alle „den Kontakt zur Orga“…

Ein Gutmensch kommentiert das Video mit „Pegida light für ehemalige Wahnwichtel“ – eine andere Kommentatorin übt grundsätzliche Kritik:

Du kannst doch den Leuten nicht Wörter verbieten, siehe: Man dürfe nicht Lügenpresse sagen! Warum betreibt „ihr“ denn ständig Meinungsdiktatur? Unter solchen Umständen hätte ich keine Lust mitzumachen. Tut mir leid. Gibt´s ja nicht, dass du jetzt zur öffentl. Presse stehst. Eure pädagogischen Fehlentscheidungen halte ich für die Falsche.

Und hier ein Film von eingeSCHENKT.tv über die sechste Sonntagsdemo.

„Eine Demo aus dem Nichts…“ – da haben wir so unsere Zweifel!

 

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3 Kommentare

  1. Der „Volkszorn“ der sich spontan entlädt ist ein Mär.

    Weder 1938, noch heute finden Versammlungen, wie die in Dresden, Plauen und anderswo, von wem auch immer organisiert: den vermummten, stets gewaltbereiten Horden der Antifa oder den unterschiedliche Querfrontgruppen, spontan statt. Sie sind die Erfindung von Machern.

    Gemeinsam ist ihnen: Sie wollen dem gefühlten Volkszorn ihre Stimme geben, dabei entpuppen sich die Redner als gewiefte Selbstvermarkter und – Darsteller. Selten findet sich ein Volkstribune unter ihnen, der die Menschen vor sich versammelt um ihrem Zorn seine Stimme zu verleihen, ohne Ambitionen auf Amt und Würden. Die meisten Retter tragen eine Fahne und suchen Follower, um ihren Ego zu streicheln.

    Doch der aufgeklärte, selbstdenkende Zeitgenosse dackelt nicht mehr hinter einer Fahne her. Er sucht Gleichgesinnte, die sich mit ihm, wie im alten Griechenland auf den Marktplätzen treffen, um ihrer Meinung gemeinsam, unüberhörbaren Ausdruck zu verleihen. Dabei wird der/die wahrgenommen, die sich nachhaltig auf eine aber nicht mehr als 5 Positionen festlegen. Deutschland im Herbst 2015 fehlt ein Volkstribune, eine kluge Stimme, die auf der Klaviatur der Meinungsfreiheit meisterhaft zu spielen weiß. Einen, der weiß wie das Showbusiness funktioniert, der keine eingebetteten Journalisten braucht, der Meinungsführerschaft über nimmt unabhängig von Verlegern, allein beruhend auf der Mund zu Mund Propaganda. Er setzt seine Worte unmissverständlich, wie Seebojen im Fahrwasser verankert sind, damit man rechts und links, vorne und hinten unterscheiden kann.

    Deutschland braucht einen Volkstribune, finanziell unabhängig, gebildet, redegewandt und selbstbewusst, einen deutschen Pim Fortuyn, einen deutschen Beppe Grillo. Einem der keiner Ideologie verschrieben ist, nicht Retter sein will, allein die Stimme hinter dem Megafone. die Stimme der freien Meinung freier Bürger, die selbstbestimmt entscheiden, wie der Staat aussieht, den sie mit ihrer puren Existenz erst möglich machen, frei von Zwangsabgaben und Gängelungen einer Staatskaste, die sich selbst ernennt und autorisiert. Der freie Bürger ist weder Genosse noch Patriot, weder Wachhund noch Papagei – er/sie ist ein Mensch. Freier Mensch, dem eigenen Glück und Wohlergehen verpflichtet – Das Ich entscheidet und nicht das Wir.

    • Ich war einige Male bei Pegida, auch schon im Januar 2015. Auf die Sonntags-Demo in Plauen bin ich durch das Internet gestoßen und war und bin stolz auf diese Menschen und ihren Mut.
      Ich möchte darauf hinweisen, dass es in Dresden bei Pegida vor einem Jahr ähnlich moderat zuging. Jedoch durch die ständige Diffanierung durch die Medien, die nur das Bild von Pegida zeigt, welches es zeigen will, hat sich im Teil eines Volkes das eher „schlechte“ Bild von Pegida eingefressen. Der überragend größte Teil der Pegida-Demonstranten tickt so wie die Menschen in Plauen. Gewalt geht nicht von Pegida aus. Gewalt geht aus von Antifa, Hogesa und anderen extremen Gruppen. Aber die Medien machen es uns leicht, das Gegenteil zu glauben.

  2. Die korrekte Frage wäre, wer ist denn „wir“?

    Ich sehe mich nicht als ein Teil irgendeiner Herde, wie im totalitären Sozialismus oder Faschismus.

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