Persischer Frühling: Verschwörungstheorien? Wer steckt hinter #Iranprotests?

Noch haben die Proteste im Iran den Mainstream in Deutschland nicht erreicht und schon läuft die Gegenpropaganda. Ausgerechnet die bekannte Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali wird dafür bemüht.

Natürlich ist die Frage nach den Hintergründen legitim und ob sogenannte Regime-Change-NGOs daran beteiligt sind. Nicht selten findet man Verbindungen zu der von „Großinvestor“ George Soros gegründeten „Open Society.“ Ob der aber ein Interesse an einem Umsturz im Iran hat? Das passt wohl eher zu Israel und der Trump-Administration, nicht gerade die besten Freunde der Open Society. Während der Präsidentschaft von Barack Obama wurde der „Atom-Deal“ eingefädelt und das Mullah-Regime mit Krediten aufgepäppelt. Donald Trump hat nach seinem Sieg sogleich einen anderen Kurs eingeschlagen.

Auch die Saudis – im“Kampf gegen den Terror“ mit den USA und Israel verbündet haben sicher ein Interesse an einer Destabilisierung des Erzfeindes, sicher aber nicht an einem Umsturz, auch wenn das verhasste Regime schiitisch ist. Schon die „islamische Revolution“, die den Schah zu Fall und Ayatollah Khomeini an die Macht brachte, wurde von einigen Westmächten unterstützt. Für den damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter wurde die Geiselnahme der US-Botschafter in Teheran zu einer düsteren Niederlage – der Befreiungsversuch misslang, Washington war blamiert bis auf die Knochen.

Warum der anonyme Propaganda-Account @ali_cgn – nicht zu verwechseln mit @AliCologne – aber die Ähnlichkeiten sind sicher nur „zufällig“ – Ayaan Hirsi Ali als „Stück Scheisse“ beschimpft, liegt auf der Hand. Sie steht der sogenannten Israellobby nahe, zu der in den Niederlanden auch Geert Wilders gerechnet wird. Das mögen fanatische Irananhänger nicht so gerne.

Für den heutigen Samstag sind größere Proteste angekündigt worden. Es steht zu befürchten, dass die Sicherheitskräfte brutal durchgreifen werden. Sollte es ein Blutbad geben, werden die Bilder  um die Welt gehen, doch ganz so schnell ist ein Regime Change von außen dann doch nicht machbar. Der Iran hat als einer der BRICS-Staaten mächtige Verbündete, wie Russland und China. Dort wird man alles daran setzen, den Status Quo zu halten, auch wenn man nicht gerade zu den eifrigsten Fans islamischer Diktaturen zählt.

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2 Kommentare

  1. Die wichtigste Destabiliserungsstrategie der USA im Iran ist das Fluten mit Opium und Heroin. In Afghanistan wird das in Kooperation mit der NATO angebaut und dann wesentliche Teile in den Iran geschmuggelt.

    Jedes Jahr sterben 3000 Grenzschützer im Kampf gegen den US-Drogenschmuggel. Entsprechend gibt es da die Todesstrafe auf Drogenbesitz.

    Und zynisch wird dann auf die hohe Zahl der Hinrichtungen im Iran von genau denen hingewiesen, die die Taliiban ausschließlich bekämpfen, damit da in Afghanistan weiter im ganz großen Stil das Zeug angebaut werden kann.

    In früheren Zeiten haben die Briten man mit dem Opium China gefügig gemacht. Auch da war Afghanistan von zentraler Bedeutung.

    Die Destabilisierung des Iran erfolgt zudem durch die Minderheiten. Der Iran hat keine homogene Bevölkerung sondern im Norden und Süden weiter ethnische Gruppen. Und da wird ebenfalls der Hebel angesetzt.

    Als weiterer Hebel dient die Jugend. Der Iran hat eine junge Bevölkerung, die mehr persönliche Freiheit wollen.

    Aber der Hauptangriff geht über die Drogen… Und wer daran Zweifel hat, der lese mal die Dokumente des Iran-Contra-Gates. Schon vor 40 Jahren waren die USA verdeckt im Drogenhandeln tätig. Mit dem Geld wurden dann der Bürgerkrieg in Nicaragua finanziert.

    Faktenbasierter Antiamerikanismus…

  2. Als in dem terroristischstem Staat der Welt Saudi Arabien,welcher auch für 9/11 Anschläge auf das World Trade Center direkt vernatwortlich ist, im Jahre 2011 der arabische Frühling auch Saudi Arabien erreichte udn das brutale Regime Massenverhaftungen und Folter von Schiiten und anderen Minderheiten vornahmen vor allem in Foltergefängnissen, haben die westlichen Medien auch geschwiegen. Bis heute schreibt die Mainstream Presse nichts über das brutale Vorgehen des Saudi Regimes gegen die Demonstranten 2011! Der arabische Frühling wurde in Saudi Arabien mit unvorstellbarer Brutalität niedergeschlagen

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