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PayPal Headquarter / Foto: wolterk / 123RF Standard-Bild

Nachdem Paypal durch Kontosperrungen von Mitgliedern der Identitären Bewegung in die Kritik geraten ist, geht der Konzern nun offenbar auch gegen Linksextreme vor. Darüber berichteten verschiedene britische Tageszeitungen und BuzzFeedNews. Laut Blake Montgomery wurden erstmals mehrere Antifa-Accounts gesperrt.

Groß ist der Jubel bei den Schneeflöckchen, dass auf der anderen Seite Gavin McInnes und seine antifeministische Gruppe Proud Boys bei Paypal rausgeflogen sind – wegen Hassrede, so die Begründung. Anders als von sogenannten „Antifa“-Gruppen, sind seitens den Proud Boys keine Gewalttaten bekannt. McInnes unterstützte die Wahl von Donald Trump und war einer der drei Gründer des Vice-Magazins.

Wer nun zufrieden damit ist, dass Paypal nun endlich auch den Linksextremisten die Tür weist, verkennt, dass der Totalitarismus woanders zu finden ist. In den Zentralen der globalen Konzerne, die dank ihrer Macht definieren können, wer als extrem gilt und deshalb ausgesondert werden muss, darf, kann. Noch betrifft das nur den digitalen Tod und den Ausschluss von einem der gängigsten Zahlungsanbieter. Mit den Werten einer freiheitlich demokratischen Gesellschaft sind solche Drangsalierungen nicht vereinbar. Die Degradierung durch die Einschränkung bürgerlicher Rechte war Kennzeichen ständischer Gesellschaftsformen, welche im Zuge der Aufklärung in fast allen europäischen Monarchien abgeschafft wurden.

Es geht weiter rückwärts, wenn diese Gefahren nicht ernst genommen werden. Noch gibt es Alternativen zu PayPal und Co.

 

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