Österreich: SPÖ-Staatssekretärin Duzdar will Gespräche über das Kreuz im Klassenzimmer

Das Kopftuch- und Burkaverbot bei den Nachbarn in Österreich könnte weitreichendere Folgen haben, als ursprünglich von Integrationsminister Sebastian Kurz geplant, der dafür plädierte, dass die „Kreuze bleiben.“

Von einem Verbot im Regierungsprogramm kann indes keine Rede sein, es handelt sich vielmehr um ein Neutralitätsgebot, von dem ein Verbot für das Kopftuch im öffentlichen Dienst abgeleitet wird. Hier der Wortlaut:

„Der Staat ist verpflichtet, weltanschaulich und religiös neutral aufzutreten. In den jeweiligen Ressorts wird bei uniformierten ExekutivbeamtInnen sowie RichterInnen und StaatsanwältInnen darauf geachtet, dass bei Ausübung des Dienstes dieses Neutralitätsgebot gewahrt wird.“ 

Duzdar photo
Photo by SPÖ Presse und Kommunikation

Für die ÖVP geht es demnach auch nicht um das Kopftuch, sondern auch um andere religiöse Symbole. Auch die SPÖ-Staatssekretärin Duzdar meinte dazu am Mittwoch gegenüber der Kronenzeitung: „Das Neutralitätsgebot ist kein Kopftuchverbot.“

Die Schulen sind je nach Trägerschaft zwar nicht unbedingt öffentlicher Raum, dennoch soll es jetzt Gespräche mit allen Religionsgemeinschaften geben. Dass davon einige gegen das Kreuz im Klassenzimmer zu Felde ziehen, ist mehr als gewiss. Ob sie sich auch durchsetzen können, ist allerdings eine andere Frage.

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3 Kommentare

  1. Diese Leute sind als Gäst gekommen und können doch auch so wieder gehen wenn ihnen etwas nicht passt. Keiner wird gezwungen zu bleiben.
    Ich baue doch nicht mein Haus um weil Gäste kommen und ich werde auch kein Kreuz oder Bild von der Wand nehmen. Wem das nicht passt soll das Loch nehmen was der Maurer gelassen hat. Hier scheint es so als sei der Hausherr nicht mehr Herr im eigenen Haus.

  2. Neutralitätsgebot in Bezug auf andere Religionen? Mal ehrlich: Um welche Religionen, außer der unseren, geht es denn hier und wer bläst hier am lautesten ins Horn? Die Juden und Hinduisten halten sich weitgehend zurück. Bleibt nur noch der Islam. Und genau hier muss schlicht mal festgestellt werden: Wäre der Islam NICHT als Religion anerkannt, dann würde er in Deutschland und anderen Europäischen Ländern klar wegen Verfassungsfeindlichkeit und Gefahr des Terrorismus sofort zu verbieten! Und vor so etwas knicken wir ein und machen den Hofknicks mit allen erdenklichen Zugeständnissen, mit denen wir uns selbst in die Knie zwingen. Das ist nicht nur pervers, sondern schlicht abscheulich!

    • Ja, Herr Dr. Sie haben recht, aber ich würde ein anderes Wort als pervers oder abscheulich wählen, sondern nur Volks-und Vaterlandsverrat !

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