Österreich: Hohe Arbeitslosigkeit besonders unter Syrern und Afghanen

Integration und Asyl: Jahresrückblick 2017 in Zahlen, Daten und Fakten

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Seit Jänner 2017 27.800 positive Entscheidungen bei Asyl und subsidiärem Schutz; meiste Asylberechtigte aus Syrien, Afghanistan, Iran; Großteil arbeitsloser Flüchtlinge in Wien

Wien  – Von Jahresbeginn bis einschließlich November 2017 wurden in Österreich rund 27.800 rechtskräftig positive Entscheidungen über Asyl, subsidiären oder humanitären Schutz getroffen, 25.150 Entscheidungen waren rechtskräftig negativ. Von den rund 19.800 Personen, denen seit Jänner 2017 in Österreich Asyl gewährt wurde, stammten rund 56 Prozent aus Syrien, gefolgt von 18 Prozent aus Afghanistan. 51,4 Prozent der Asylberechtigten im Jahr 2017 waren Männer, 48,6 Prozent Frauen. Bei den subsidiär Schutzberechtigten waren 66,5 Prozent Männer, Frauen stellen hier 33,5 Prozent. Hier stammten 45 Prozent aus Afghanistan, gefolgt von 18,2 Prozent aus Syrien und 15,1 Prozent aus dem Irak.

Hohe Arbeitslosigkeit besonders unter syrischen und afghanischen Flüchtlingen

Besonders herausfordernd gestaltete sich die Integration in den Arbeitsmarkt: Im November 2017 waren rund 404.700 Personen arbeitslos gemeldet oder befanden sich in Schulungsmaßnahmen. Bei knapp einem Drittel von ihnen handelte es sich um ausländische Staatsangehörige. Besonders hoch war die Zahl von Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten unter den arbeitslosen Ausländer/innen: Insgesamt 30.200 Flüchtlinge waren im November 2017 arbeitslos oder befanden sich in einer Schulung. 6 von 10 arbeitslosen Flüchtlingen leben in Wien (60%), gefolgt von Oberösterreich und Niederösterreich. Zwei Drittel aller arbeitslosen Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten stammen aus Syrien (44%) und Afghanistan (20%).

Asyl: 22.739 Erstanträge in Österreich

Bis November 2017 stellten insgesamt 22.739 Personen erstmals einen Asylantrag in Österreich. 2015 waren die Asylantragszahlen bei 88.340 gelegen, 2016 bei 42.285. Das entspricht zwar einem Rückgang gegenüber dem Jahr 2015, dennoch liegt dieser Wert deutlich höher als in den Jahren vor 2015. Die meisten Asylwerber/innen in Österreich seit Jahresbeginn stammen aus Syrien (30,6%), gefolgt von Afghan/innen (15,3%) und pakistanischen Staatsangehörigen (6,3%). Knapp 40 Prozent der Asylanträge wurden von Frauen gestellt.

Fact Sheet 2017 und Statistik-Jahrbuch „Flucht & Asyl 2017“

Neben dem aktuellen Fact Sheet zum Jahresrückblick 2017 liefert die Statistik-Broschüre „Flucht & Asyl“ umfassende Zahlen, Daten und Fakten für das Jahr 2016 zu Asylanträgen und Entscheidungen, Herkunftsländern sowie Arbeitsmarkt und Bildung. Die Statistik-Broschüre sowie das Fact Sheet sind auf der Website des ÖIF unter www.integrationsfonds.at abrufbar.

via (OTS)

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1 Kommentar

  1. Da sollten sich die Österreicher mal ein Beispiel an uns Deutschen nehmen. Hier erarbeiten die Geflüchteten nämlich unsere Rente! Stimmt nicht? Dann schaut Aktuelle Kamera, die müssen es schließlich wissen!

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