Foto: O24

Die CO2-Steuer ist beschlossene Sache. Die angeblichen „Wirtschaftsweisen“ empfehlen dringendes Handeln, der oberste Verbraucherschützer ist nicht etwa gegen den totalitären Angriff auf den gesunden Menschenverstand, sondert fordert nur Entlastungen für den „Normalverbraucher“. Was für eine jämmerliche Witzfigur. Erste Top-Manager sind ebenfalls dafür und die Schweinejournalisten aller Gazetten versuchen einander im Speichellecken zu übertreffen, als könnten sie damit das Schicksal, alsbald von einem nicht-menschlichen Schreibroboter ersetzt zu werden irgendwie abwenden. Es wird nicht gelingen. Ein guter Algorithmus kommt mit wenig Energie aus, braucht keinen Lohn und das beste an ihm: er stinkt nicht! 

Und die Sache hat noch ein weiteres Gutes: Nach den Sommerferien bleibt uns der Anblick der gestörten Klimahüpfer vorerst erspart. Das erste Etappenziel ist erreicht, danach geht es dem Individualverkehr an den Kragen. Ob dafür bzw. dagegen überhaupt noch jemand hüpfen muss, ist fraglich, denn vielen Leuten wird schlichtweg die Kohle ausgehen. Die doppelte Bedeutung von „Wer nicht hüpft, der ist für Kohle“ werden die Gretinisten wohl nie erfassen …

Und das war es dann auch schon mit den guten Seiten, der Rest wird schmerzhaft. Weitere Steuern folgen, Negativzinsen, Enteignung, Bargeldverbot usw… Und keine Armee der Gelben Westen wird uns retten, sondern bestenfalls wie in Frankreich, ein bißchen Randale machen und nach noch mehr Staat schreien, der doch bitte den anderen das wegnehmen soll, was er haben will.

All das Geschimpfe ist letztlich sinnlos, keine noch so mit Fakten untermauerte Petition, kein Zwischenruf, kein „Hasspost“ wird den Wahnsinn stoppen, der da auf uns zukommt. Denn er ist schon viel zu lange unter uns, dieser Untertanengeist. Es war der 17. Juni 1953, als Menschen in diesem Land für ihre eigenen Belange auf die Straße gegangen sind, wissend, dass sie dabei ihr Leben riskierten und blutig niedergeschlagen wurden. Lange haben wir im Westen diesen Tag als den der „Deutschen Einheit“ gefeiert, ohne auch nur einen Begriff davon zu haben, was es bedeutet, für die eigene Sache einzustehen.

Heute noch dürfen wir auf Wikipedia über den Volksaufstand lesen: Vor den Unruhen in den Städten kam es schon ab dem 12. Juni in vielen Dörfern zu Widerstandsaktionen. In mehr als 300 Gemeinden mit weniger als 2000 Einwohnern kam es zu spontanen Protesten, bei denen beispielsweise Fahnen verbrannt und die Bürgermeister und andere SED-Funktionäre abgesetzt, verprügelt und in Einzelfällen auch in Jauchegruben geworfen wurden.

So etwas funktioniert nur, wenn es ein sich halbwegs einiges Volk gibt. Das ist wohl mitnichten der Fall und auch die Brüder und Schwestern in der DDR mussten sich letztlich der Gewalt fügen. Damals waren es die Russen, heute werden die Eurogendfor oder sonstige Verbrecher in Uniform diesen Job übernehmen, wenn es denn wirklich nötig wird. Anlässe zum Aufstehen hätte es genug im Lauf der letzten Jahrzehnte gegeben. Wer erst 2015 als Wendepunkt ansieht, verwechselt Symptom mit Ursache und sucht den Fehler im System statt bei sich selbst.

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