Odenwaldschule: Schliesst die Pädophilen-Lobby

Netzwerk B. begrüßt drohende Insolvenz der Skandalschule

In einer aktuellen Pressemeldung zur Odenwaldschule spart das Netzwerk B nicht mit Kritik und greift erneut den Kinderschutzbund an.

Der Kinderschutzbund machte zuletzt gute PR für sich, als öffentlichkeitswirksam auf die 5000 Euro von Sebastian Edathy verzichtet wurde. 

Dabei hat der Kinderschutzbund mindestens so eine unrühmliche Geschichte bezüglich „Unterwanderung“ durch Pädophile wie die Grünen aufzuarbeiten. Medienberichte dazu finden sich kaum – ein öffentlicher Aufschrei blieb aus.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

„netzwerkB begrüßt es sehr wenn die Odenwaldschule Insolvenz anmeldet. Das verbleibende Vermögen könnte der Trägerverein dafür einsetzen, die Betroffenen von sexualisierter Gewalt angemessen zu entschädigen – es wäre ein würdevoller Akt der Versöhnung.

Sex mit Kindern zu entkriminalisieren, dafür setzte sich in den 80er-Jahren auch der Kinderschutzbund ein. Sex mit Erwachsenen, so die Botschaft, mache Kinder stark fürs Leben.

Erst nachdem im Oktober 2013 die dunklen Machenschaften dieser angeblichen Kinderschützer ans Tageslicht kamen und die Verantwortlichen mit dem Rücken an der Wand standen, wurde eine Aufarbeitung angekündigt.

Wir würden es begrüßen, wenn auch der Kinderschutzbund sich auflösen würde – mit der Pädophilen-Lobby muss endlich Schluss sein!

Aber daraus wird wohl nichts. Denn ein Bündnis von Ja-Sagern der selbsternannten Kinderschützer wird das wahrscheinlich verhindern und gemeinsam verkünden: Zukünftig wird alles besser!
Eine Fachtagung des Deutschen Kinderschutzbundes am 14. und 15. Mai 2015 in Berlin wurde extra dafür einberufen.

Aus unserer Sicht ist das Amt von Johannes-Wilhelm Rörig, ‘Bundesbeauftragter sexueller Missbrauch’, eine Sackgasse, die dazu aufgebaut ist, bestehende Strukturen zu schützen. Tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen werden so verhindert.

Ehemalige Vertreter der Pädophilen-Lobby sollten zukünftig mit Kindern nicht mehr arbeiten dürfen: Schließt die Pädophilen-Lobby Kinderschutzbund und Odenwaldschule!“

Die Betroffenen, die sich über Netzwerk B organisiert haben, werden oft als zu radikal oder fanatisch empfunden – ihr wertvoller und wichtiger Beitrag wird in der gesellschaftlichen Diskussion medial so gut wie gar nicht unterstützt.

In einer täterfixierten Gesellschaft befasst man sich lieber mit dem Täter, so abstoßend er auch sein mag, den Opfern schenkt man nicht so viel Aufmerksamkeit. Im sonntäglichen Tatort sind nur wenige Minuten in der Handlung für die Leiche reserviert – alles dreht sich um den Täter, wer war es, warum hat er es getan.

Die Antwort auf diese Fragen hilft den Opfern nicht weiter. Wir wären schon einen Schritt weiter, wenn die Konsequenz aus den Erfahrungen gezogen und den Stimmen der Betroffenen Gehör geschenkt würde: „Schließt die Pädophilen-Lobby!“ 

Hilfesuchende oder Unterstützer können sich hier an Netzwerk B. wenden:

Betroffene setzen sich für die Rechte Betroffener ein, indem sie das gesellschaftliche Schweigen brechen


 

oder auch an redaktion@opposition24.de ++++ Kontaktformular

Bildquelle:

odenwaldschule photo
Photo by @yakobusan Jakob Montrasio 孟亚柯

 

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1 Kommentar

  1. Ich glaube nicht, dass man irgendwo auf der Welt einen Kinderschutzverband findet, in dem es nie auch nur ein pädokriminelles oder pädofreundliches Mitglied gegeben hat. Dazu ist Kindesmissbrauch viel zu verbreitet. Und solche Organisationen für Menschen, die übergriffige Impulse verspüren, damit aber nicht verantwortlich umgehen außerordentlich attraktiv.
    Eigentlich kann sich niemand wirklich davor schützen. Und auch viele Opfer von sexuellem Missbrauch kennen die verheerende Wirkung von Täterintrojekten, die dazu führen, dass etliche von ihnen sich lebenslang in einem Kampf gegen übergriffige Impulse und Phantasien befinden. Hinzu kommt das Phänomen der Identifikation mit dem Aggressor, das bewirkt, dass manche Missbrauchsopfer TäterInnen und die von ihnen verkörperten Einstellungen und Verhaltensweisen tief verinnerlicht haben und unterstützen anstatt sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Manche dieser vom Stockholm-Syndrom befallenen Betroffenen wählen gezielt Berufe, in denen sie Missbrauch marginalisieren, TäterInnen helfen und Opfer bekämpfen können.

    Das macht es ja so schwer. An manchen Stellen kann man durchaus von einer Lobby sprechen. Aber die Gruppe der Pädokriminellen und ihrer Helfershelfer ist genauso diffus, wie der Kindesmissbrauch alltäglich. Eine Pädolobby in dem üblichen Sinne gibt es nicht.

    Die sexuelle Ausbeutung und Misshandlung von Heranwachsenden ist ein traditionelles, tief in unserer Alltagskultur verwurzeltes Phänomen. Das lange Zeit stabilisierende Zwecke erfüllt hat. Etwas überspitzt ausgedrückt sogar eine der Grundlagen für unsere moderne Industrie- und Konsumgesellschaft bildet.

    Es ist gut, dass das Team von Prof. Walter den Deutschen Kinderschutzbund auf seine Vergangenheit aufmerksam gemacht hat. Speziell die Rolle des langjährigen Verbandsvorsitzenden Prof. Walter Bärsch sollte genau untersucht werden. Der ein einflussreiches Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität war und bei dem es Indizien dafür gibt, dass er gezielt in den DKSB eingeschleust wurde, um pädokriminelle Positionen zu verbreiten.
    Der Deutsche Kinderschutzbund will seine Vergangenheit wissenschaftlich untersuchen lassen. Auf seiner bevorstehenden Tagung wird das entsprechende Forschungsprojekt vorgestellt.

    Warum er deshalb „geschlossen“ werden sollte, kann ich nicht nachvollziehen. Wir werden sehen, zu welchem Ergebnis die Studie kommt und welche Konsequenzen der DKSB daraus zieht.

    Bei der Odenwaldschule verhält es sich dagegen anders. Vor mehr als 15 Jahren wurde seine Verstrickung in Missbrauchskriminalität öffentlich. Bis jetzt hat man sich einer nachhaltigen Aufklärung und Aufarbeitung entzogen. Von Einsicht kaum eine Spur. Statt Verantwortung zu übernehmen, verfielen die Träger regelmäßig in eine trotzig-polemische Haltung. Zudem profitierte die OSO von den Machenschaften der TäterInnen in ihren Reihen. Unter Anderem durch die Zuweisung von SchülerInnen für die zwar erhöhte Platzgelder gezahlt, aber keine entsprechende Gegenleistung erbracht wurde.
    Auch was diesen Punkt angeht: von Aufarbeitung keine Spur.

    Gerade solche Veranstaltungen, wie sie der Deutsche Kinderschutzbund in knapp zwei Wochen ausrichtet, sind eine gute Gelegenheit mit den Verantwortlichen und dem Fachpublikum in Kontakt zu treten und einen konstruktiv-kritischen Dialog zu führen.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

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