Foto / Symbolbild: stevanovicigor / 123RF Standard-Bild
Foto / Symbolbild: stevanovicigor / 123RF Standard-Bild

Gestern berichteten wir über einen Messerstecher, der in der Mainzer Fußgängerzone von Passanten überwältigt wurde und kritisierten die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Behörden ein schlechtes Zeugnis ausstellen – so wurde u.a. bereits versucht, die Veranstalter einer „Merkel-muss-weg-Demo“ dahingehend zu beeinflussen, Berichterstatter von O24 auszuschließen. Dieses Video zeigt, was die Uniformierten damals störte.

Im Falle des Messermannes wurden nun lobenswerter Weise weitere Informationen bekannt gegeben:

Bei dem Täter handelt es sich um einen sudanesischen Staatsangehörigen, der sich nach einem verbalen Streit im Allianzhaus, aus noch unbekannten Gründen auf die Kreuzung der Großen Bleiche und der Bauhofstraße gestellt hat.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird er dort stehend durch einen 23-jährigen Motorradfahrer angesprochen und aufgefordert, die Kreuzung zu verlassen. Daraus entwickelt sich ein Streit, in dessen Verlauf der Motorradfahrer mit seinem Motorrad umfällt, der Täter ein Messer zieht und Stichbewegungen in dessen Richtung macht. Kurz darauf richtet er seine Aggression gegen einen 35-jährigen Fahrradfahrer und macht auch Stichbewegungen in Richtung Oberkörper des Radfahrers. Keine Person wird dabei verletzt. Der Täter hat zu dieser Zeit ein größeres und ein kleineres Messer in den Händen Couragierte Passanten und Gäste der angrenzenden Lokalitäten überwältigen daraufhin den Täter, indem sie Stühle gegen ihn und zu ihrem Schutz einsetzen. Sie können den Täter festhalten und der kurz darauf eintreffenden Polizei übergeben. Unter Einbindung des Ordnungsamtes der Stadt Mainz wird der Täter zunächst in einer Psychiatrie untergebracht.

Zeugen werden gewarnt, Videos zu veröffentlichen:

In enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Mainz erfolgen zurzeit die rechtliche Einordnung des Sachverhalts und die Prüfung weiterer strafprozessualer Maßnahmen. Mittlerweile ist der Polizei Mainz ein Handyvideo der Vorkommnisse als Beweismittel zur Verfügung gestellt worden. Die Polizei Mainz bittet darum, keine Videos oder Fotos des Geschehens zu veröffentlichen, sondern den Ermittlungsbehörden zur Verfügung zu stellen sowie Zeugen, sich unter der Telefonnummer 06131-65-4110 zu melden.