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Urheber: albund / 123RF Standard-Bild

Was ist mit unseren Strafverfolgern los? Da erschießt ein „Mann“ auf offener Straße hinterrücks seine von ihm getrennt lebende Ehefrau mit einer scharfen Waffe für die er keine Erlaubnis besaß. Dennoch wird nur Haftbefehl wegen Totschlag beantragt?

Originalwortlaut

Nach dem Tötungsdelikt am Busbahnhof in Preußisch Oldendorf von Sonntagnachmittag, 05.01.2020, steht das vorläufige Obduktionsergebnis des Leichnams der 54-jährigen Frau fest. Die Obduktion wurde am Montag, 06.01.2020, durchgeführt. Demnach starb die Frau an Verbluten durch einen Schuss in den Rücken. Bei der sichergestellten Tatwaffe handelt es sich um eine scharfe Schusswaffe.

Der 58-jährige Tatverdächtige, der am Sonntag nach der Tat vorläufig festgenommen worden war, wurde am Montag, 06.01.2020, einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags. Nach derzeitigen Erkenntnissen verfügte der Tatverdächtige nicht über eine Waffenbesitzkarte. Der Polizei waren bis zur Tat keine Streitigkeiten zwischen dem Ehepaar bekannt und der Tatverdächtige ist bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Die weiteren Ermittlungen der Mordkommission „Markt“ ergaben bislang, dass die Beschäftigte eines Pflegedienstes am Sonntag von der Arbeit nicht nach Hause gekommen war. Deshalb hatten sich Familienangehörige auf die Suche gemacht und waren noch vor Benachrichtigung durch die Polizei am Tatort eingetroffen. Nachdem sie vom Tod der 54-Jährigen erfahren hatten, wurden sie vor Ort von der Polizei betreut. Die Betreuung wurde von der hinzugerufenen Notfallseelsorge fortgesetzt.

Woher die Schusswaffe stammt und welche Hintergründe bei der Tat eine Rolle spielten, ist weiterhin Gegenstand der andauernden Ermittlungen.

Mann erschießt getrennt lebende Ehefrau auf offener Straße

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