#NSU: Nach dem Urteil ist vor dem Urteil

Der Prozess um den NSU wartet mit vielen Superlativen auf. Nie saß eine Verdächtige länger in Untersuchungshaft als Beate Zschäpe, nie wurden so lange Plädoyers gehalten, von den vielen „Ermittlungspannen“ und immer noch unbeantworteten Fragen ganz zu schweigen.

Eine totale Fehleinschätzung erschien Anfang des Jahres im NSU-Prozess-Blog der ZEIT, dort spekulierte man allen Ernstes über ein rasches Ende des Prozesses. Selten hat man so einen Stuss gelesen. Etwas seriöseren Experten war längst schon klar, dass die Sache auch 2017 kein Ende findet. Frühestens im Januar kommenden Jahres ist mit einem Urteil zu rechnen.

Kein Geheimnis ist, dass die Angeklagte Zschäpe mit der Höchststrafe zu rechnen hat und eine Sicherheitsverwahrung aufgrund der psychiatrischen Gutachten sehr schwer zu vertreten ist, falls es mit der Beweisführung nicht so rund läuft.

Der letzte Stand ist, dass die Anklage nicht von weiteren Tätern als den derzeit Beschuldigten und den beiden verstorbenen Böhnhardt und Mundlos ausgeht und sich sicher gibt, die Mittäterschaft von Zschäpe ausreichend beweisen zu können. Verstrickungen von V-Leuten wurden brüsk zurückgewiesen, das seltsame Zeugensterben ist kein Thema mehr, alles nur dummes Zeug …  ja, ja!

Relativ sicher kann man nach einem Urteil mit lebenslänglicher Haftstrafe bei besonderer Schwere der Schuld damit rechnen, dass die Angeklagte in Revision gehen wird. Anderslautende Meldungen in den Medien sind reine Propaganda. Den gleichen Schritt kann man von einem Teil der Nebenkläger erwarten, die sich schon lange unzufrieden über den Prozessverlauf äußern.

Es wäre nicht die erste Revision bei einer auf Mittäterschaft lautenden Anklage, die zugelassen würde und von Erfolg gekrönt sein könnte. Im Fall Zschäpe besteht mit Sicherheit kein politischer Wille, eine Revision fahrlässig zu ermöglichen, aber ein Abbügeln könnte sich die Justiz, so sie denn als unabhängig gelten will, kaum ohne Rufschädigung erlauben – auch nicht im Fall einer „eiskalten Nazibraut“.

Bis das letzte Wort gesprochen ist, wird noch sehr viel spekuliert werden. Wir melden uns in dieser Sache erst wieder zurück, wenn neue Fakten vorliegen, dann aber mit Schmackes, darauf können Sie Gift nehmen!

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2 Kommentare

  1. In der Sache glaube ich gar nichts. Ich glaube nicht mal, dass die Dame, die uns als Beate Tschäpe präsentiert wird, tatsächlich so heißt und in U-Haft sitzt. Sie wird lediglich von Geheimdienstlern von ihrer Wohnung zu zwecks Präsentation zu Gerichtsterminen gekarrt. Das Einzige, was mich wundert ist, dass die Dame noch lebt. Sie muss etwas wissen, woran die Geheimdienstler sehr, sehr stark interessiert sind.

    Ich kenne hier in meinem Wohnort übrigens ein Frau, der Tschäpe bis auf die langen Haare zu Verwechseln ähnlich sieht.

  2. DOKU

    An keinem der Tatorte DNA-Spuren des „NSU“-Trios !!
    TA, 29. Juni 2017
    […] Für den CDU-Politiker und Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses Clemens Binninger sind zu viele Widersprüche offen:
    Kein einziger Tatortzeuge habe Mundlos und Böhnhardt zweifelsfrei gesehen. Kein Phantombild der Polizei passe so richtig auf die beiden Männer. An keinem der Tatorte fanden Polizisten DNA-Spuren des „Trios“.
    Dagegen listet der Abschlussbericht detailliert die Vernetzung der rechtsextremen Szene in Deutschland auf…
    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Widersprueche-Vertuschungen-und-Pannen-Ergebnisse-des-NSU-Untersuchungsausschu-103049632
    PS: Ein „Dorfblatt“ berichtet viel kritischer über die WIDERSPRÜCHE zur NSU-Story als das Milliarden-schwere ÖR- Fernsehn. Zuuuuuuuuuufall !!!
    https://propagandastation.wordpress.com/2017/07/25/borris-ein-dorfblatt-berichtet-viel-kritischer-ueber-nsu-story-als-die-oer/ 25.7.2017

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