Schulhof - Symbolbild via pixabay
Schulhof – Symbolbild via pixabay

Einige Gesundheitsämter in Hessen und Baden-Württemberg ordnen Eltern in Corona-Verdachtsfällen an, ihre Kinder in häuslicher Quarantäne getrennt von der Familie zu isolieren. Bei Zuwiderhandlung drohen die Behörden mit Kindesentzug. Nach Informationen von nw.de, der Online-Ausgabe der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“, müssen sich Eltern in Nordrhein-Westfalen darüber keine Sorgen machen. „In NRW drohen Gesundheitsämter nicht mit der Inobhutnahme von Kindern und ordnen auch nicht die Isolation von Kindern getrennt von der Familie in häuslicher Quarantäne an. Mir ist kein Fall bekannt“, erklärt ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage.

„Wenn in NRW aufgrund eines Corona-Verdachtsfalls ein Kind in Quarantäne muss, suchen die Gesundheitsämter immer nach lebensnahen Lösungen, die den Gesundheitsschutz gewährleisten. Wie zum Beispiel, dass ein Elternteil ebenfalls mit in Quarantäne geht.“ Nach Angaben des Sprechers werde jeder Fall individuell geprüft. „Wichtig ist hierbei auch die Rücksichtnahme auf das Alter des Kindes.“ Zudem entscheiden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in NRW nicht die Gesundheitsämter über die Inobhutnahmen von Kindern, sondern ausschließlich die Jugendämter.

4 KOMMENTARE

  1. Es soll mind. 1 offizielles Schreiben geben. „Mir ist nichts bekannt“? Da weiß wohl – angeblich – wieder ein Schreibtisch nichts vom anderen.
    Und nur, weil – angeblich – nur Jugendämter über Kindesentzug entscheiden, heißt das nicht, dass „Gesundheitsämter“ nicht mal eben damit drohen.

    Leider keine glaubwürdige Negierung.

  2. „Mir ist kein Fall bekannt“, erklärt ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage.“

    Nicht GLAUBWÜRDIG!

    Da glaube ich eher den Berichten, z. B. von der BILD aus den letzten Tagen, wo ein Brief veröffentlicht wurde bzw. wird, der genau das Gegenteil hergibt. Zwar kommt diese Familie aus Stuttgart, aber wo ein Amt das hergibt, wird es noch Weitere geben.

  3. Wer ist denn der Pressesprecher vom Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales in NRW?
    Herr Axel Birkenkämpfer?
    Ihm ist also kein Fall bekannt. Aber ihm scheint immerhin bekannt zu sein, daß Gesundheitsämter nicht autorisiert sind, Kinder in Obhut zu nehmen, sondern Jugendämter. Sind die Jugendämter den Ämtern für Arbeit. Gesundheit.Soziales überhaupt unterstellt?
    Sind sie den Gesundheitsämtern übergeordnet, wenn es um Kindeswohlgefährung geht?
    Liegen hier Fälle von Amtsanmaßung von Seiten der Gesundheitsämter vor?

    Es wäre angebracht, wenn sich die Jugendämter zur Sache äußern würden, zwecks Aufklärung,
    oder auch die Ministerien für für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

  4. Erwähnenswert wäre noch, daß die Jugendämter während der Coronakrise Termine für den Umgang mit den Verwandten von in Obhut genommenen Kindern abgesagt hatten.
    Zu finden bei einem Anwalt bei youtube.

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