Streit um Spenden: Imad Karim vs. Steinhöfel

Imad Karim bei einer Rede in Kandel – Foto: O24

Vor dem Landgericht Hamburg findet am 30.01.2020 eine erste mündliche Anhörung im Streit zwischen dem bekannten Medienanwalt Joachim Steinhöfel und Filmemacher Imad Karim statt. Dabei geht es um Spenden, die der Anwalt mit dem Stichwort „Imad Karim“ gesammelt hat, um eine Klage gegen Facebook zu finanzieren. Auf Anfrage der Redaktion verweist Steinhöfel auf seine Darstellung des Sachverhalts auf der Spendenseite, wo er darlegt, warum er sich dann gegen eine Klage entschieden hat. Der beanstandete Text sei seiner Auffassung nach rechtswidrig gewesen und ein Verfahren hätte keine Aussicht auf Erfolg gehabt. Rechtlich handele es sich bei den Geldern um sog. Zweckschenkungen, an denen nur den Spendern ein Rückforderungsrecht zustünde, soweit sie die Beträge nicht im Fonds belassen wollen, so Steinhöfel.

Imad Karim sorgte mit einem inzwischen nicht mehr auffindbaren Facebookbeitrag für Aufsehen. Darin stellte er seine Sicht der Dinge dar, nach der er sich betrogen fühlt. Er wolle die Gelder nicht für sich, die er anders als Steinhöfel weit über einen „sehr niedrigen fünfstelligen Bereich“ ansiedelt. Mutmaßungen über wirtschaftliche Interessen weist er entschieden zurück, ihm ginge es um seinen guten Ruf. Der Spendenaufruf sei in seinem Namen erfolgt und er sei es den Spendern schuldig, für Aufklärung zu sorgen und dass sie ihr Geld zurück erhalten können. Auf der Seite von Jürgen Fritz ist der ursprüngliche Beitrag noch zu sehen. (1)

Karim richtete sich noch einmal an seine Follower auf FB:

Die mündliche Verhandlung im Zusammenhang mit meiner Klage zum Spendenaufruf findet am 30.01.2020 um 10.00 Uhr statt. Ort: Landgericht Hamburg, Sievekingpl. 1, 20355 Hamburg. Wer Lust und Zeit hat, dorthin zu kommen und sich, passiv und zurückhaltend über den Sachverhalt informieren möchte, ist willkommen. (2)

Wir werden sachlich und neutral über das Verfahren und seine Auswirkungen berichten.

Werbeanzeigen