Noch ein Brüller: Deutsche Redaktionen experimentieren mit künstlicher Intelligenz

Der nächste gespielte Witz macht die Runde. In „deutschen Redaktionen“ – hat man offenbar ein Intelligenzdefizit erkannt und bemüht sich um Abhilfe. In Zukunft ist dann der Algorithmus dafür verantwortlich, wenn bestimmte Nachrichten nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Statt Karla Kolumna lügt uns dann eben Robbie Roboter das Blaue vom Himmel herunter:

Frankfurt am Main – Deutsche Redaktionen sind interessiert, Technologien rund um künstliche Intelligenz einzusetzen. Vertreter von NDR, Spiegel Online und n-tv arbeiten an konkreten Lösungen, wie sie dem „medium magazin“ (Ausgabe 04-2017) erzählen. „Ja, wir haben bereits Pläne, insbesondere was personalisierte Nachrichten, Push-Meldungen etc. angeht“, sagt etwa n-tv-Chefredakteurin Sonja Schwetje. „Technologie ist unser Freund, sie kann uns helfen, journalistischen Content aufzubereiten, zu verbreiten, die Bedürfnisse unserer User und Zuschauer besser zu erfahren und ihnen die Interaktion mit uns oder anderen zu ermöglichen.“

NDR-Programmdirektor Frank Beckmann sieht künstliche Intelligenz als nützliche Technologie, die die großen Video- und Audio-Archive des Senders durchsuchen kann. Auch Spiegel Online blickt in die Zukunft: „Wir arbeiten schon länger an Konzepten, wie aus automatisierten Verfahren journalistische Produkte werden können. AI und Bots schließen daran nahtlos an“, sagt Christina Elmer aus der Chefredaktion von Spiegel Online dem „medium magazin“. „Wenn wir es schaffen, auf Basis dieser Technologien wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen oder stupide Tätigkeiten auszulagern/zu optimieren, kann der Journalismus durchaus davon profitieren.“

Die Umfrage unter deutschen Redaktionen ist Teil eines ausführlichen Berichts über den Einsatz künstlicher Intelligenz in US-Medienhäusern, zusammengestellt von Innovationsexpertin Ulrike Langer in mediummagazin Nr 4/17, Seiten 62 bis 65. Das Heft ist digital im iKiosk verfügbar und kann gedruckt einzeln gekauft oder abonniert werden. Blick ins Heft: http://mmbeta.de/medium-magazin-042017/

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7 Kommentare

  1. Na immerhin, man hat erkannt, dass im MSM Intellenz fehlt ( oder wie man das nennt )
    Bei den Blindgängern, die heute von deutschen Schulen entlassen werden und an Universitäten sich weiter langweilen, bis man ihnen den Bachelor hinterherwirft, ist nichts anderes zu erwarten.
    Die Saat der 68 er geht auf. Erst in den Familien danach in den Schulen und dann per Vollversagen in Handel, Industrie und Wirtschaft. Als Lehrer potenzieren diese Blindfische sich dann noch weiter.
    „Unsere“ Politiker zeigen doch wie man auch ohne Fleiß zum Preis kommt.
    Wissen war einmal Macht. Heute macht nix Wissen eben nix.
    Wie hieß der noch gleich, der recht hatte ? Sar- . – . – . –

  2. Ja mit KIs kann man jede Menge interessante Dinge tun, und der Grad an „Intelligenz“ ist fließend. Intelligenz betrifft in diesem Bereich Entscheidungsfindung, während man bei Menschen eher von purer kognitiver Leistungsstärke (auf Zeit) redet.

    1. Ein Programm, das lediglich alle Buchstaben ‚a‘ aus einem Text entfernt, würde man nicht eine KI nennen. Einfaches Input/Output System.

    2. Ein Programm, das alle Schlüsselworte ausliest und dem Benutzer meldet, ist wohl auch noch keine KI. Das würde schon helfen, dem Benutzer anzuzeigen in welche Richtung ein Text geht. Zu viele „falsche“ Worte oder ausreichend „gute“ Worte, und man weiß, ohne viel lesen zu müssen, in welche ideologische Kategorie ein Text passt. So kann ein Chef umgehend Warnmeldungen bekommen, wenn einer seiner Lakeien zu kritisch wird.

    3. Ein Programm, das den Kontext eines Textes auf Basis von Schlüsselwörtern erkennt und dem Benutzer eine Analyse anzeigt, kann man jedoch schon eine KI nennen. So kann man etliche Texte von politisch links nach rechts sortieren, und sogar extreme – oder besser gesagt „politisch inkorrekte“ Ansichten herauspicken. Man könnte dazu noch ein Punktesystem erschaffen, das automatisch Strafpunkte gibt für ideologisch „unpassende Berichterstattung“, und Bonuspunkte (oder Vertrauenspunkte) für regierungstreue Berichterstattung. So werden wenigere Vorgesetzte pro Arbeiter nötig sein, das System kümmert sich darum. Übrigens würde das auch noch dabei helfen, einfach willkürlich Texte durch das Programm zu jagen, und daraus wiederverwendbare Elemente zu extrahieren – z.B CNN’s Berichterstattung 1:1 übernehmen.

    4. Ein Programm, das den Kontext von Texten erkennt und basierend auf Filtern und aktuellen Trends Priorisierungen macht, selbst entscheidet, was höchste Priorität hat, und auch noch die Fähigkeit hat, Artikel zu schreiben, würde jegliche menschliche Komponente unnötig machen. Wenn es zusätzlich noch einen Sinn für Logik besitzt und Widersprüche erkennt, könnte es eine perfekt ideologietreue Berichterstattung generieren, ohne jegliche Fehler zu machen. Verschiedene Persönlichkeiten könnten dann ihre eigene Schreibart und kleine ideologische Abweichung haben, so dass das Ganze authentisch genug wirkt. Kaum ein Mensch wird sich noch von innen auflehnen können.

    Oh ja, ich bin in der Tat fasziniert von KIs. Aber ich gehe mal davon aus, dass man hier über Schritt 2 redet. 3 wäre radikal, aber technisch möglich. Mit genug Zeit könnte selbst ich ein mächtiges System erschaffen, das den Weg für eine totalitäre Diktatur ebnet, das ideologie- und regierungstreue belohnt und dessen Feindlichkeit bestraft. Die Möglichkeiten sind groß, und es wäre das beste, wenn diese niemals Anwendung finden würden. In den Händen von Neo-Marxisten wäre es fatal.

  3. Ich habe auch einen Brüller !
    In Schweden ist ja ein großes Konzert abgebrochen worden,
    wegen Frauenbelästigungen und Vergewaltigungen.
    Nun ist eine junge, wahrscheinlich total verblödete, indoktrinierte
    weibliche Person darauf gekommen, wie man dieser „Misere“
    entgegen kommen könnte.
    Super Überschrift in einem verfluchten Mainstream-Blatt. (FOKUS)
    Also dieses Unikum von Frau, besser gesagt Volltrottelverblödelt,
    schlägt vor, „nur noch Musikfestivals für Frauen“ zu machen und
    und unser Dreck von Mainstream ist hellauf begeistert.
    Da lässt nicht einmal mehr das Mittelalter grüßen, das ist schon
    finstere Steinzeit !
    Was sind diese sogenannten Journalisten überhaupt ?
    ……Irre, die in eine Zwangsjacke Ihr Dasein fristen müssten.
    Deshalb, vermodern hinter dicken Mauern, denn für eine Drecksau
    alleine, ist jeder Stein zu schade.

  4. Wo die eigene Intelligenz nicht zu finden ist und die wahre Intelligenz eine ideologisch in eine nicht genehme Richtung zeigt, da sucht man natürlich eine künstliche Intelligenz.
    Vielleicht hätte man besser mal bei C. Roth nachgefragt, die hat bestimmt noch in irgend einer Ecke eine alte türkische künstliche Intelligenz liegen, den im Nachmachen haben ihre so geliebten Türken sehr viel Erfahrung und Roth liebt das ja bekanntlich alles.

  5. „Deutsche Redaktionen experimentieren mit künstlicher Intelligenz“
    – kaum ein Wunder, ist doch dort eine „natürliche Inteeligenz“ seit Jahren nicht mehr nachweisbar …

  6. Da in deutschen Redaktionen, Intelligenz Leere herrscht, bleibt ihnen ja wohl nichts anderes übrig, als künstliche Intelligenz einzusetzen. Dass ist deren letzte Waffe, vor dem totalen auflösung der deutschen Medien.

  7. Wie sagte eine Dame (Christina Elmer aus der Chefredaktion von Spiegel Online)
    so erhellend?
    „KI könnte dabei helfen, stupide Tätigkeiten zu finden und auszulagern.“
    Vielleicht könnte Ki ja auch dabei hilfreich sein, stupide dilettierende Journaille – Jammergestalten
    des ÖRR auszulagern. In den Hindukusch oder nach Mali z.B.

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