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Foto: O24

Erinnert sich noch jemand an den „Silberjungen“? Sein Buch „Kontrollverlust“ stürmte nicht zuletzt wegen der breiten Unterstützung großer und kleiner Blogs die Bestsellerlisten. Thorsten Schulte ( 6. von links) räumte vor den letzten Bundestagswahlen mit seinem Rundumschlag gegen das System Merkel so richtig ab. So erschien es logisch, dass er auch an „der“ Konferenz der Freien Medien im Berliner Stasi-Museum teilnahm.

Bloggertreffen-Berlin-vor-Stasi-Museum
Bloggertreffen-Berlin-vor-Stasi-Museum

Stolz erzählte Schulte, er werde künftig in der AfD an der Seite von Alice Weidel eine wichtige Rolle spielen. Nur wenig später aber kam es zum Bruch. Ganze vier Tage nach dem er seine Beraterstelle angetreten und gerade seinen iMac aufgestellt hatte. Es erschien folgendes Video zur „Affäre“, die wohl nicht viel mehr als eine ganz normale Kündigung in der Probezeit war. Aber man kann aus allem eine Geschichte machen.

Nun hat ein weiterer Teilnehmer der damaligen Konferenz mit Alice Weidel gebrochen. Anlass war ihr Auftritt beim IFS in Schnellroda. Für David Berger offenbar zu viel des Guten, obwohl die beiden doch fast so etwas wie ein Traumpaar waren. Dank des Schlagabtauschs mit Kubitschek, Steinbach und Weidel hat es Berger in die WELT geschafft, eine mehr als zweifelhafte Ehre, die alles andere als ein Ritterschlag ist. Aber jedem das Seine.

Max Erdinger hat auf Jouwatch mit den neuesten Attacken seitens Philosophia Perennis abgerechnet: Nicht so nobel: David Berger verrät die Philosophia Perennis:

… David Berger wird allmählich zu einer wirklichen Belastung. Nicht wegen seiner Standpunkte, sondern weil er offensichtlich nicht weiß, wann wofür die Zeit gekommen ist. Das ist aber nur das Eine. Etwas ganz anderes ist es, daß er in seiner besinnungslosen Raserei auf dem eigenen Blog, der den wundervollen Namen „Philosophia Perennis“ trägt, auch gleich noch – man entschuldige – die gleichnamige Philosophie verrät wie ein Judas.  Und deshalb ist jetzt Schluß mit lustig. Ein ehrlicher Kommunist als Gegner ist mir zehnmal lieber, als ein scheinheiliger und prinzipienloser Lügenbeutel unter den Meinigen.

….

Abgesehen davon, daß man als Anhänger der Philosophia Perennis nicht einfach das Wort „rechtsextrem“ so verwenden darf, wie es das Regime und seine Büttel aus sehr durchsichtigen Gründen tun. Wenn es Berger (vermeintlich) nützt, hat er jedoch damit ebenfalls kein Problem. Wie´s wohl kommt?

Über David Berger gibt es eine Wikipedia-Seite, die eine Konstante seines Lebens erzählt. Dort kann man lesen, welche Stationen Berger in seinem Leben durchlaufen hat – es sind viele – und daß er sich eher über kurz als über lang fast mit jedem überwarf, der vorher an seiner Seite stand. Wer einen gesunden Menschenverstand hat, der fragt sich natürlich: Wenn das so ist, wie ist dann die Wahrscheinlichkeit hinsichtlich der Ursachen verteilt? Ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß es immer an der Vielzahl der Anderen gelegen hat, oder ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß einfach niemand mit Berger auskommen kann? Viele Leute, und immer ein- und derselbe Berger. Wie gesagt: Nur eine Betrachtung zur Wahrscheinlichkeit.

So weit die wichtigsten Auszüge. Auf Erdingers Antwort folgte prompt ein Update auf Philosophia Perennis in dem unsäglichen Artikel: Alice Weidel in Schnellroda: Wohlfühlen unter Antisemiten.

Screenshot eines Screenshots

Der Kommentar ist nicht auf oder bei Jouwatch erschienen. Wie man unschwer erkennen kann, stammt der Screenshot von Twitter. Wer den Artikel geteilt hat, ist nicht direkt ersichtlich, spielt aber auch keine Rolle, denn bei Twitter hat der Nutzer keinen Einfluss auf Kommentare zu seinen Tweets und ist in der Folge auch nicht verantwortlich dafür zu machen. Erkennbar ist lediglich, dass die Antwort von „Rote Pille“ an Schnellroda-Autor Martin Lichtmesz gerichtet ist. Wie nun auch immer, das Spiel mit der Kontaktschuld mutet alles andere als philosophisch an – entwicklungspsychologisch betrachtet würde man es am ehesten in die Kita-Phase einordnen. Da fällt mir neben der Titelzeile gleich noch ein weiteres Kinderspiel ein: Mein rechter, rechter Platz ist frei … 

Kreuz.net, ein erklärter Antisemit und eine langjährige Männerfeindschaft