Neuer Skandal um #Oxfam – Haftbefehl und Korruptionsvorwürfe gegen Aufsichtsratsvorsitzenden

„Komm rein. Beweg mit uns die Welt.“ So werben die Oxfam-Filialen um Unterstützung für eine gerechtere Welt. Die Wirklichkeit sieht aber nicht immer so schön bunt aus, wegen der Affäre um Sexorgien mit Prostituierten auf Haiti steht die NGO seit Wochen sogar im Mainstream in der Kritik.

Oxfam Filiale – Foto: O24

Die Vorwürfe betrafen sechs Mitarbeiter der Organisation, die Vorfälle sollen sich im Jahr 2011 zugetragen haben und seien zutreffend und völlig inakzeptabel, bestätigte Oxfam, wies aber die Veruntreuung von Spendengeldern und die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger zurück. Die Mitarbeiter seien sofort nach Bekanntwerden suspendiert worden, zwei hätten ihre Tätigkeit bereits aufgegeben, den anderen vier sei gekündigt worden.

Doch dabei blieb es nicht. Am Sonntag und Montag sind neue Vorwürfe gegen Oxfam bekannt geworden, heisst es in einer neuerlichen Presseerklärung:

Am Montagabend erhob die ehemalige Leiterin des Safeguarding Teams bei Oxfam Großbritannien, Helen Evans, den Vorwurf, ihr Team habe nicht die nötigen personellen Ressourcen erhalten, um die Fülle der bekannt gewordenen Fälle sexuellen Fehlverhaltens zu bearbeiten. Zudem sei auf Fälle sexuellen Missbrauchs in Oxfam Shops in Großbritannien nicht angemessen reagiert worden. Der Geschäftsführer von Oxfam Großbritannien, Mark Goldring, machte im britischen Fernsehen deutlich, dass seit 2015 verschiedene Maßnahmen ergriffen wurden, um die Arbeit des Safeguarding Teams zu unterstützen. Unter anderem wurde die Anzahl der Mitarbeiter/innen verdoppelt, derzeit werden zwei weitere eingestellt. Auch gibt es inzwischen spezielle Trainings und Überprüfungen von leitenden Oxfam-Mitarbeiter/innen in den Oxfam Shops.

Am Sonntag berichtete die britische Zeitung Observer, dass Oxfam-Mitarbeiter 2006 im Tschad sexuelle Dienstleistungen von Einheimischen in Anspruch genommen hätten und dass bereits damals der Landesdirektor in leitender Verantwortung gestanden habe, der später wegen des massiven Fehlverhaltens von Oxfam-Mitarbeitern 2011 in Haiti Oxfam verlassen hat. Eine interne Prüfung dieser Vorwürfe hat ergeben, dass sie zutreffen. Zudem wurde deutlich, dass es 2006 intern Meldungen über diese Vorfälle gab, auf die jedoch nicht angemessen reagiert worden ist. Am Montag hat deshalb die stellverstretende Geschäftsführerin von Oxfam Großbritannien, Penny Lawrence, die Verantwortung hierfür übernommen und ist zurückgetreten: „Als damalige Programmdirektorin schäme ich mich dafür, dass diese Dinge unter meiner Aufsicht passiert sind und übernehmen dafür die volle Verantwortung.“

Die Geschäftsführerin von Oxfam Deutschland, Marion Lieser, erklärte dazu, die Vorfälle sexuellen Fehlverhaltens von Oxfam-Mitarbeitern seien unentschuldbar und beschämend. Oxfam habe seit den Vorfällen in Haiti 2011 viel unternommen, um dem Problem sexueller Ausbeutung, Gewalt und Belästigung zu begegnen.

Haftbefehl und Korruptionsvorwürfe gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden von Oxfam International

Und nun steht die NGO schon wieder in der Kritik. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Juan Alberto Fuentes Knight (Oxfam International) ist gestern von seinem Amt zurückgetreten. Aus seiner Zeit als Finanzminister von Guatemala wird ihm Bestechung vorgeworfen. Aufgrund eines Haftbefehls wurde er festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft. Laut Oxfam hatte Fuentes Knight keine operative Verantwortung und die Vorwürfe stünden in keiner Verantwortung mit seiner Tätigkeit für Oxfam.

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