Pfui: Britische Innenministerin Priti Patel unterstützt Apples Krieg gegen die Privatsphäre

In wenigen Tagen steigt Apples Vorstellung der neuen iPhone-Generation. Aus diesem Grund hat der Konzern wohl die umstrittenen Pläne zur Überwachung der Endgeräte zunächst verschoben. Doch jetzt bekundet die britische Regierung brennendes Interesse an der 1984-Technologie.

Whistleblower Edward Snowden hatte die Pläne Ende August heftig krititisiert. The All-Seeing "i": Apple Just Declared War on Your Privacy, schrieb er in seinem Blog. Apple habe der Privatsphäre den Krieg erklärt. Der Konzern hatte behauptet, es habe keinen politischen Druck gegeben. Was zuerst da war, lässt sich im Nachhinein nicht mehr feststellen. Aber die britische Innenministerin Priti Patel schert sich einen Dreck um solche Feinheiten und Grundrechte der Bürger. Im angeblichen Kampf gegen Kinderpornographie scheint jedes Mittel recht. Sollte es nicht Aufgabe eines Innenministeriums sein, die Bürger vor zu viel Macht der Konzerne zu schützen, statt sie ihnen auszuliefern? 

Apples Pläne reichen Patel bei weitem nicht. Sie begrüßt den Vorstoß und will aber noch mehr. Dafür werden ein paar Pfund locker gemacht. Es soll gleich alles gescannt werden, was aktuell noch verschlüsselt ist. 

"Wir werden fünf Organisationen aus der ganzen Welt mit jeweils bis zu 85.000 £ unterstützen, um innovative Technologien zu entwickeln, um Kinder in Umgebungen wie Online-Messaging-Plattformen mit End-zu-End-Verschlüsselung zu schützen." (Quelle)

Apples Dammbruch hat eine Lawine ausgelöst, die kaum noch zu stoppen ist. 

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