SPD tanzt den Nahles-Limbo: Wir brauchen eine “europäische Armee” gegen Trump

Foto: Metropolico / Archiv

Einhundert Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs träumen wieder einmal SPD-Politiker von einer großartigen Armee. 1914 hatten die Sozialdemokraten den Kriegskrediten zugestimmt und somit große Verantwortung für das bis dahin blutigste Gemetzel aller Zeiten auf sich geladen. 2018 teilt die “Generalsekretärin” mit den zwanzig Semestern die Begeisterung für eine “europäische Streitmacht”, gemeint ist freilich die “EU”, die sich dem Amerika Donald Trumps gegenüber positionieren soll.

Angeblich geht es um Kosten sparen, doch gleich mit eingebaut ist die Forderung nach Auflösung der Nationalstaaten. „Wir müssen jetzt mit dieser Kleinstaaterei aufhören!“ So zitiert die BILD-Zeitung die Rede von Nahles im SPD-Debattencamp. Die Debattencamps sollen der Partei helfen, aus dem Tief zu klettern und ihr Profil zu schärfen, schreibt das Springerblatt.

Die große Gefahr für das “gemeinsame Haus Europa” gehe u.a. von einem Vorrücken des Nationalismus aus, so der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras, der “prominente” Unterstützung leistete. Ob die Sozialdemokraten mit dieser kriegerischen Strategie zu alter Stärke zurückfinden werden? Bei den letzten Umfragen schlug es bereits 13 für die SPD. Da geht noch was. Vielleicht heißt die nächste Marke “Alle Neune” oder “Sieben auf einen Streich.” Danach kommt nur noch die Fünf-Prozent-Hürde. Aber mit  Nahles haben die Sozialdemokraten die Damenwahl getroffen und die hat sich für den Limbo entschieden. So graziös ist noch keine Partei untergegangen …

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