Mordfall Peggy – Staatsanwaltschaft behindert Wiederaufnahmeverfahren

Journalisten unter Druck gesetzt

Brisante Neuigkeiten von unserer Partnerplattform Behoerdenstress.

saschenbrecker
RA Thomas Saschenbrecker – Foto: Dirk Lauer / Behoerdenstress

Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker vertritt im Wiederaufnahmeverfahren den geistig behinderten Ulvi Kulac, der 13 Jahre lang unschuldig in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht war.

Vom Mordverdacht an der verschwundenen Peggy Knobloch wurde er bereits in einem spektakulären Prozeß freigesprochen. Der Mörder des Mädchens ist nach wie vor nicht gefasst, die Leiche des Mädchens verschwunden. Das ZDF nahm den Fall in die Sendung Aktenzeichen XY auf. Betreuerin Gudrun Roedel übte scharfe Kritik an der Darstellung. In diesem Video sind noch einmal einige Fakten zusammengefasst.

In dem neuen Verfahren soll Ulvi Kulac auch vom Verdacht des sexuellen Missbrauchs entlastet werden. Doch Thomas Saschenbrecker berichtet von Schwierigkeiten.

Eine nicht zu vernachlässigende Erkenntnisquelle sind in einem Wiederaufnahmeverfahren die Spurenakten; sie können Aufschluss über Umfang, Intensität und Qualität der Ermittlungen geben, über andere Tatverdächtige und sonstige unerledigte Spuren und sind daher von großer Bedeutung für eine erfolgreiche Verteidigung. Und genau diese Einsicht in die Spurenakten wird dem Anwalt zur Vorbereitung eines erneuten Wiederaufnahmeverfahrens hinsichtlich eines angeblichen Missbrauchs von Peggy Knobloch seit Antragstellung (29.12.2015) durch die Staatsanwaltschaft Bayreuth verwehrt.

Laut Presseerklärung von Oberstaatsanwalt Potzel Bayreuth seien keine Vernehmungs-und Ermittlungsprotokolle verloren gegangen, sondern in den Spurenakten abgelegt. Saschenbrecker sieht nun keine andere Möglichkeit, als diese Akten einzuklagen.

Warum tut sich die bayrische Justiz so schwer damit, diesen Fall endlich restlos aufzuklären? Handelt es sich bei Ulvi Kulac nicht einfach nur um ein zufälliges Justizopfer, sondern steckt hinter dem Mord an Peggy Knobloch, der nicht einmal erwiesen ist, noch viel mehr, das nicht ans Tageslicht kommen soll? Immer wieder hat sich die Mutter von Peggy Knobloch in Widersprüche verwickelt, auch ein weiterer Nachbar geriet immer wieder in den Fokus der Ermittlungen – brisant hierbei ist, dass er Kinderpornos u.a. auch Aufnahmen von der kleinen Peggy in seinem Besitz hatte. 2012 wurde der Mann wegen Missbrauchs seiner eigenen Tochter verurteilt, zu diesem Zeitpunkt saß Ulvi Kulac immer noch hinter Gittern.

Brisant erscheint auch das Schweigen der Presse, die zuvor ausführlich zu dem Fall berichtet hat. Schon im Fall Haderthauer sagten mehrere Journalisten aus, dass die bayrische Staatskanzlei Einfluss auf die Berichterstattung nehmen wollte.

„Sehr auffällig – berichtet seit der Freilassung von Ulvi Kulac keine Presse mehr über den Stand der Ermittlungen bezüglich des Verbleibs von Peggy Knobloch oder gar die „knallharten“ Fakten hinsichtlich der Falschaussagen von Peggys Mutter.“

Namentlich bekannte Journalisten erklärten gegenüber unserem Kollegen Dirk Lauer, dass sie „ihren Job nicht riskieren wollen“!


Wer sich ausführlich und aus erster Hand über die Fälle Gustl Mollath, Ulvi Kulac – Peggy Knobloch oder Haderthauer u.ä. informieren möchte, findet bei behoerdenstress.de reichlich Material und Originaldokumente.

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3 Kommentare

  1. Den Job nicht verlieren wollen…
    Ein Geld sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden…

    Sie mögen den Job behalten, aber für die Seele sieht es düster aus…

    • Ich rate dir, in dem Verschwinden nicht nachzubohren…
      Es hab auch den Holocaust mit 6 Mio . Und da ist Nachbohren gesetzlich verboten bei Kinderverschwinden ist es gefährlicher. Horst Mahler kommt nach 12 Jahren wieder lebendig aus dem Bau

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