Sidney Gottlieb war der Leiter des CIA-Programms MK Ultra, das ab den 1950er Jahren mittels grausamen Menschenversuchen erforschen sollte, wie sich das Bewusstsein von Menschen kontrollieren lässt. Gunnar Kaiser spricht mit dem Bestsellerautor Stephen Kinzer über sein neues Buch, in dem er Gottliebs Machenschaften erstmals beleuchtet.

„Stephen Kinzer (* 1951) ist ein US-amerikanischer Journalist und Autor. Er arbeitete als Auslandskorrespondent in mehr als fünfzig Ländern auf fünf Kontinenten. Kinzer wirkte mehr als 20 Jahre als Journalist für die Tageszeitung New York Times. So war er von 1983 bis 1989 für die New York Times Bürochef in Nicaragua. Von 1990 bis 1996 leitete er das New York Times Büro Deutschland in Bonn und Berlin. 1996 ernannte man Kinzer zum Leiter des neu eröffneten New-York-Times-Büros in Istanbul. Kinzer ist als „Senior Fellow“ am „Watson Institute for International and Public Affairs“ der Brown University tätig und schreibt Auslandskolumnen für die Tageszeitung The Boston Globe.“

Quelle: Wikipedia Stephen Kinzer: Project Mind Control: Sidney Gottlieb, die CIA und das LSD – wie der amerikanische Geheimdienst versuchte, das Bewusstsein zu kontrollieren

„Grausame Menschenversuche in Geheimgefängnissen, neue Foltermethoden, bewusstseinsverändernde Drogen in Fake-Bordellen und nicht nachweisbare Gift-Attentate – alles im Auftrag der CIA und amerikanischer Präsidenten. Das ist nicht der Plot eines Hollywoodstreifens, sondern Teil der Biografie des Chemikers Dr. Sidney Gottlieb, einer der tödlichsten Geheimwaffen der CIA bis in die 1970er-Jahre. Als Leiter des streng geheimen MK-ULTRA-Projekts forschte er an Wegen, das Bewusstsein von Menschen zu kontrollieren. In Geheimoperationen war Gottlieb außerdem federführend bei Attentatsversuchen der CIA auf missliebige Regierungschefs wie Fidel Castro, Tschu En Lai oder Patrice Lumumba. Der Journalist und Bestsellerautor Stephen Kinzer bringt Licht in dieses dunkle und nicht enden wollende Kapitel der amerikanischen Geschichte. Anhand neuer dokumentarischer Recherchen und Originalinterviews zeigt Kinzer, wie skrupellos die US-Regierung – auch in Zusammenarbeit mit anderen Nationen – Experimente an »entbehrlichen« Menschen durchführte, um dem vermeintlich höheren Zweck der inneren Sicherheit zu dienen.“ (Verlag)