Mit Streifenwagen Sorgerechtsentzug durchgesetzt: Minister kritisiert Polizeieinsatz

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) hat den Polizeieinsatz von Helbra (Kreis Mansfeld-Südharz) kritisiert. „Ich finde das extrem unsensibel“, sagte der Minister der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Freitagausgabe). Er kündigte an, darüber mit Justizministerin Anne-Marie Keding und Innenminister Holger Stahlknecht (beide CDU) zu sprechen.

Am Montag war in Helbra vor der Grundschule während der Schulzeit eine Achtjährige von einem Polizeiaufgebot mit mehreren Streifenwagen abgeholt worden, um es dem Vater wegzunehmen und zur Mutter zu bringen. Sie hatte sich in einem Sorgerechtsstreit durchgesetzt. Ein Polizist hatte das schreiende und sich heftig wehrende Mädchen gegen ihren Willen in einen Wagen verfrachtet.

„Das mag ein Einzelfall sein. Ich würde mir aber wünschen, dass man so etwas mit Fingerspitzengefühl angeht und nicht auf dem Schulhof austrägt“, sagte Tullner der Zeitung. Bereits zuvor bezog das Bildungsministerium über Pressesprecher Michael Schulz Stellung. „Wenn so etwas passiert, ist das für eine Schule eine massive Belastung“, sagte er dem Blatt. „Die Geschehnisse sind in der Schulöffentlichkeit passiert, wie es sich keiner wünschen kann.“ Wie Schulz sagte, habe das Landesschulamt im Vorfeld versucht zu intervenieren, um eine die Vollstreckung in der Schulöffentlichkeit zu verhindern. Warum es dann doch so kam, könne er nicht sagen. Mittlerweile seien Schulpsychologen mit der Grundschule in Kontakt.

7 Kommentare

  1. Dazu sind diese Feigen Büttel in der Lage. Ein Dreck ist das in Uniform.
    Die Schule hat kein andere Sorge als die eignen Reputation. Was einem 8 jährigen Kind dabei angetan wird kriegen diese Arschgesichter nicht in ihre hohlen Köpfe. Und solche Pfeifen nennen sich Padagogen.

    1. Was für ein kleiner , armseliger Hetzer bist du denn? denk beim nächsten mal dran, wenn du in Not bist und nach den “ feigen Bütteln“ flennend rufst. Arschgesicht.!!! Schonmal an die Mutter gedacht, welcher durch den Vater das Kind einfach vorenthalten wurde?

  2. Nicht nur dieser Fall verdeutlicht: Wenn Familiengerichte und Jugendämter „Kindeswohl“ bewerten, dann hat der eigentliche (freie) Kindeswille keinerlei Bedeutung mehr. Ich beobachte schon seit langem einen Trend weg von „(sozial-) pädagogischem Jugendamtshandeln und wissenschaftlich nachvollziehbaren Sachverständigengutachten.

    Eigentlich sollten die am Familiengerichtsverfahren beteiligten Behörden und Personen sich ausschließlich am Wohl der Kinder orientieren. In vielen Fällen sprechen Jugendamtsmitarbeiter mit allen möglichen Personen im Umfeld der Eltern oder lassen sich von einem Elternteil einseitig beeinflussen, statt mit den Kindern zu sprechen.

    Nur so kann geprüft werden, inwiefern der Kindeswille und das Wohl des Kindes in Einklang gebracht werden kann.

    JugendamtsmitarbeiterInnen zeigen immer häufiger pädagogisch nicht begründbares bzw. verstehbares, laienhaftes Interventionshandeln. Das Studium der Sozialpädagogik scheint keinerlei Auswirkungen auf die sozialpädagogische Praxis zu haben. Theoretisches Wissen über die Entwicklung von Kindern und zur Bedeutung des sozialen Umfeldes und der darin vom Kind erfahrenen emotionalen Zuwendung wird von pädagogischen Experten und den Opfern von Fehlentscheidungen schmerzlich vermisst.

    All das was pädagogisch-psychologisch nicht ausgebildete FamilienrichterInnen ins Urteil schreiben, ist vorher vom Jugendamt (als beratende Fachbehörde ?! ), vom Verfahrensbeistand und eine(r)m Sachverständigen „abgesegnet“ worden.

    Leider werden häufig auch Verfahrensbeistände und Sachverständige von Seiten der Familiengerichte bestellt, welche ihrerseits keinerlei pädagogisches Geschick bzw. pädagogische Praxiserfahrung und/ oder notwendiges Fachwissen haben.

    Nur so wird allzu oft übersehen, dass dem Kindeswillen oder Kindeswohl nicht unbedingt jene Elternteile am Besten entsprechen, welche nur rein äußerlich die von Sachverständigen und vom Jugendamt zuvor subjektiv festgelegten Erwartungen erfüllen. Familiengerichtsgutachten sind in der Regel keine Gutachten, welche sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse beziehen und welche die komplexen Lebenssachverhalte in einem familiären (Trennungs-)System erfassen können. In vielen Fällen wird daher völlig an den eigentlichen Kindesinteressen vorbei geurteilt.

    FAZIT:
    Das Fachexpertentum wird hier schmerzlich vermisst. Solche Vorgehensweisen zeigen zugleich das Fehlen (sozial-)pädagogisch geschulter JugendamtsmitarbeiterInnen und das Versagen der staatlichen Kinderschutzbehörden und ihrer Helfersysteme.

    Dass in diesem Fall eine Gerichtsentscheidung in der Schule „vollstreckt“ worden ist, kommt nicht von ungefähr. Denn Schulen sind schon lange kein geschützter Lebensort mehr. Zwischen Schule und Jugendamt besteht in vielen Bundesländern ein reger Austausch unter Umgehung des gesetzlichen Datenschutzes. Dies insbesondere dann, wenn LehrerInnen keine Angebote für anonymisierte Fallberatungen von Seiten der Jugendämter angeboten werden.Auf diese Weise werden Jugendämter recht oft hinter dem Rücken der Eltern von LehrerInnen kontaktiert (ohne zuvor mit den Eltern zu sprechen,wie dies im Gesetz eigentlich vorgesehen ist) …..mit schwerwiegenden Folgen für die Kinder.

    denn so wird der „Schutzraum Schule“ nicht nur von Vollstreckungsbehörden, sondern auch von den Schulen selbst aufgegeben…..

  3. „Die Geschehnisse sind in der Schulöffentlichkeit passiert, wie es sich keiner wünschen kann.“
    „Wenn so etwas passiert, ist das für eine Schule eine massive Belastung“
    Zynismus an:
    Da kann die Kleine ja froh sein, daß sie erst acht Jahre alt ist, sonst hätte sie ein Verfahren wegen Widerstand gegen Gestapo-Beamte am Hals. Und wegen Rufschädigung der Schule.
    Zynismus aus

    1. belastung für die schule? durch reales leben traumatisierte kinder?

      die schneeflocken dürfen das gerne sehen. gehört zum erwachsen werden dazu. gelegentliche ausflüge aus der seifenblase bereiten sie besser aufs künftige vor.

      sollen die ortsansässigen sozialpädagogen den kindern doch erklären, warum das alles so sein muss. oder wofür kriegen die ihre kohle? alternativ können die auch ein ernstes wort mit der polizei sprechen, damit das nicht wieder vorkommt.

  4. Die deutsche Polizei, kann man nur noch als Abschaum
    von der Regierung bezeichnen.
    Die dreifache Gewaltenteilung ist nur noch eine Farce !
    Ich hoffe nur, dass innerhalb der Polizeibasis etwas
    entscheidendes passiert.
    Die Opportunisten, Linksfaschisten und Deutschland-Verräter in der Führung müssen weg, egal wie !

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