Michel Houellebecq lesen – le Misanthrope oder der Weise von Frankreich?

Ich frage mich, ob Michel Houellebecq den Roman heute anders schreiben würde, mit dem Wissen über die Anschläge in Paris? Charlie Chaplin hat nach dem Krieg gesagt, hätte er gewusst wie schlimm es den Juden in den Lagern der Nazis ergangen ist, hätte er den Film “Der Große Diktator” nicht abgedreht.


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Im weiteren kann ich nur noch sagen, dass ich auf die Rhetorik der Politiker, nach den Anschlägen in Paris, dem Abschuss des Passagierflugzeuges MH17 über der Ukraine und den 10 Morden an türkischen Migranten, nur noch satirisch antworten kann.

Wenn die Kanzlerin meint der Islam gehört zu Deutschland, dann sage ich: Sie hat sich versprochen, wie sie das schon ganz oft getan hat; und sie meinte:

Der Islam gehört Deutschland!

Der Zischlaut, die wir noch zu meinen hörten, war nur ein Räuspern.

Ja, der Islam gehört Deutschland und das ist gut so, denn es wird ihm gut tun. Das Land der Denker und Dichter kann wirklich Wunder bewirken, wenn es den Geist inspiriert und nicht die Taten. Wie heißt es so schön im Ausland: “Am deutschen Wesen soll die die Welt….!”

Wer hat je in Frage gestellt, dass Muslime zu Deutschland gehören, die waren schon vor der Wende selbstverständlicher Teil des Stadtbildes, z.B. in Kreuzberg und Neukölln. Muslime sind Deutsche,  wie Juden, wie Christen, wie andere.

Es war die Bevormundung religiöser und weltlicher Fürsten, die mit der französischen Revolution beendet werden sollte. Ich will mir heute nicht erneut von religiösen Eiferern den Mund verbieten lassen.

Wenn Religion politisch wird, dann ist sie gemeingefährlich und ein Instrument der Unterdrückung und ich nenne das den religiösen Faschismus.

Und weil es dafür genügend Beispiele in der Geschichte der Menschheit gibt, bin ich konsequent für eine laizistische Staatsform. Nicht anders verhält es sich mit politischen Heilslehren, auch sie sind gemeingefährlich, hier spreche ich dann von politischem Faschismus, ob er nun von links oder rechts initiiert wird.

Das wollte ich, bei aller Aufregung, gesagt haben und wenn ich sage: “je suis charlie”, dann drücke ich damit aus, dass für mich die Freiheit der Kunst ein unteilbares Grundrecht ist und ich mich mit den Künstlern solidarisiere.

Mein ICH selbst hat damit nichts zu tun, ich bin ich bzw.  ich bin nichts bzw. die alltäglich Affirmation für meine Familie.

Mehr dazu auf: Brasch und Buch


 

Bildquelle:

 

 

Michel Houellebecq photo

 

 

 

 

Photo by Renaud Camus



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