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Tuttlingen: Am Mittwoch war ein 52-jähriger Mann tot auf dem Gehweg aufgefunden worden. Nach ersten Ermittlungen geriet ein 36-jähriger Tunesier unter Tatverdacht. Im Anschluss an seine Festnahme hat das Amtsgericht inzwischen Untersuchungshaft wegen Mordes angeordnet.

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen sei davon auszugehen, dass der Beschuldigte den Getöteten unvermittelt von hinten angegriffen und durch mehrere Messerstiche tödlich verletzt hat, so die Staatsanwaltschaft.

Der 36-Jährige tunesische Staatsangehörige ist bereits mehrfach wegen Körperverletzungsdelikten und anderer Straftaten in Erscheinung getreten. Er befand sich aufgrund des Verdachts des versuchten Totschlags bis zum 08. Juli 2020 in Untersuchungshaft. In diesem Verfahren erfolgte eine Begutachtung des Beschuldigten. Nach dem Ergebnis der Begutachtung waren die Voraussetzungen für eine vorläufige Unterbringung nicht gegeben. Auch der dringende Tatverdacht eines versuchten Tötungsdeliktes konnte nach einer weiteren Vernehmung nicht aufrechterhalten werden. Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine weitere Untersuchungshaft lagen dadurch ebenfalls nicht mehr vor, weshalb der Haftbefehl durch das Amtsgericht Rottweil aufgehoben wurde.

Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang nach weiteren Zeugen, insbesondere zur folgenden Thematik:

Wer hat seit Dienstag im Stadtgebiet von Tuttlingen und außerhalb des Stadtgebietes weggeworfene beziehungsweise abgelegte Kleidung, eventuell mit Blutantragungen, aufgefunden?

Hinweise werden an das Polizeirevier Tuttlingen, Tel. 07461/941-0, oder über jede andere Polizeidienststelle erbeten.

3 KOMMENTARE

  1. Wieder hat ein skandalöses Justiz-Versagen ein Menschenleben gefordert :

    „Der 36-Jährige tunesische Staatsangehörige ist bereits MEHRFACH* wegen KÖRPERVERLETZUNGsdelikten und anderer Straftaten in Erscheinung getreten. Er befand sich aufgrund des Verdachts des versuchten TOTSCHLAGs bis zum 08. Juli 2020 in Untersuchungshaft.“

    Ist der Richter da nicht auf die Idee gekommen, dass hier Wiederholungsgefahr als Begründung für Untersuchungshaft vorliegen könnte ???

    Ergänzt werden muss natürlich noch, dass dem Justizversagen das Politik-Versagen vorausging :

    Was hatte der kriminelle Tunesier in Deutschland zu suchen ?
    Warum wurde er ins Land gelassen ?
    Warum konnte er hier bleiben ?
    Warum wurden nicht längst die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen, solche illegal eingewanderten kriminellen Ausländer bis zur Heimreise einzusperren ?

    *Hervorhebungen durch mich

  2. Wer einen anderen von hinten brutal mit dem Messer absticht, handelt MIT Tötungsvorsatz, ganz gleich, wie sich der Täter dazu einläßt. Abgesehen davon war er ja schon x-mal mit Gewaltdelikten auffällig geworden.
    Jetzt spaziert dieser Schwerkriminelle weiterhin durch das Land, und kann täglich einen weiteren Menschen abstechen.

    Wäre der Täter ein AfDler oder ein sonstiger „Rächter“, hätte keine S.. am Tötungsvorsatz „gezweifelt“.

    Das Unrecht nimmt weiterhin seinen Lauf.

  3. Mit „Pflichtintegration“ hätte das verhindert werden können. Wir kümmern uns zu wenig um unsere neuen Kinder.

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