Messerangriff in #Bremen – wenn die Hintergründe unklar sind, werden „psychisch Kranke“ stigmatisiert

Bürgerkrieg Blut auf den Straßen

Die zwangsfinanzierten Fernsehsender schwiegen wie gewohnt zu der verharmlosend „Messerattacke“ genannten Bluttat in Bremen. Nach heutigen „Pressestandards“ müsste man mindestens von einem Amoklauf ausgehen, wenn nicht gar von einer fremdenfeindlichen Tat. Dazu fehlen aber offenbar die richtigen Zutaten.

Wenn bestimmte Hintergründe ausgeschlossen und andere noch „unklar“ sind, stellt die Polizei neuerdings gleich vor Ort in wenigen Minuten ein ausführliches psychiatrisches Gutachten aus:

„Am Dienstagnachmittag wurden vier Personen bei einer Messerattacke in Horn-Lehe zum Teil schwer verletzt. Der Täter konnte durch Spezialeinsatzkräfte gestellt werden.

Die Polizei wurde über Notruf alarmiert, dass ein Mann im Rhododendronpark Passanten mit einem Messer verletzt hat. SEK-Kräfte konnten den Täter noch in Tatortnähe festnehmen. Die Hintergründe zur Tat sind derzeit noch nicht bekannt. Der 29 Jahre alte Festgenommene soll nach ersten Erkenntnissen unter einer psychischen Erkrankung leiden. Polizei und Rettungskräfte sind derzeit mit einem Großaufgebot am Einsatzort.“ Pressemitteilung Polizei Bremen

Wäre der Täter ein Bio-Deutscher aus dem „rechten“ Spektrum, könnte man mit Sicherheit davon ausgehen, dass gewisse politische Kreise im rotgrünen Bremen davon Wind bekämen und sofort mit einer Lichterkette gegen Rechts auf die Straße zögen.

Über die Opfer ist auch nicht viel bekannt – der Täter soll wahllos Passanten angegriffen haben, woher will man das wissen? Vielleicht hat er ja den Ort des Geschehens ganz gezielt ausgesucht …

In Zeiten, in denen der „Islamische Staat“ seine Anhänger in ganz Europa dazu aufruft, mit allen Mitteln auf den Straßen, notfalls mit dem Messer, Ungläubige zu schlachten, hat die Öffentlichkeit ein Recht, über alle Hintergründe solcher Taten sofort und umfassend aufgeklärt zu werden. Ansonsten muss man sich nicht wundern, wenn die Allgemeinheit ihre Schlüsse zieht und das Misstrauen gegenüber bestimmten Gruppen noch mehr steigt.

Köln wurde auch nicht an einem Tag erbaut, das Vertrauen in die Polizei allerdings in einer Nacht zerstört ….


P.S. – Im Laufe des Tages hat sich herausgestellt, dass es sich bei dem Täter um einen Italiener handeln soll, der schon seit längerem arbeitslos und auffällig sei. So passt er weder in das Raster „Islamist“ oder „Reichsbürger / Rechtsterrorist“. Da lag doch die Polizei mit ihrer Schnelldiagnose goldrichtig – psychisch krank ist immer richtig. Gilt das aber nicht für alle Täter, die so etwas machen, egal auf welche Weise sie sich „radikalisiert“ haben?

Und noch viel fragwürdiger ist der mittlerweile inflationäre Gebrauch der Diagnose „Psychisch krank“ in Zusammenhang mit solchen Taten. Auch hier könnte man von Stigmatisierung sprechen.

Psychisch Kranke neigen nämlich entgegen gängigen Vorurteilen nicht zu mehr Straftaten – beispielsweise sind bei ca. 1 Prozent der Patienten mit der Diagnose Schizophrenie Straftaten bekannt, je nach Erhebung werden auch schon mal 1,5 Prozent genannt. Das ist sogar weniger als der Anteil von Straftätern bei der Normalbevölkerung.

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Wolfgang van de Rydt
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2 Kommentare

  1. Von dem Italiener hätte ich gerne mal ein Bild gesehen. Dann könnte ich erkennen, ob er ein Bio Italiener ist…

    Ich denke mir noch immer meinen Teil. So schnell kommen die Moslems aus der Schublade nicht raus.

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