Strafanzeigen und Festnahmen! Araber verbrennen Israel-Flaggen vor Synagogen in Deutschland

Die "Vorfälle" haben sicher nichts mit dem Islam zu tun. In Düsseldorf wurde die Gedenktafel an der ehemaligen großen Synagoge als Feuerstelle "benutzt". In Münster und Bonn brannten Israel-Flaggen vor Synagogen. Typisch für die Bonner Polizei, werden die Tatverdächtigen als "augenscheinlich jüngere Erwachsene" beschrieben.

Wiegels, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

In Bonn wurden drei Verdächtige vorläufig festgenommen, in Münster nur die Personalien von 13 Tatverdächtigen festgestellt. Nachfolgend die Meldungen der Dienststellen im Originalwortlaut:

 

Bonn: In den frühen Abendstunden des 11.05.2021 kam an der jüdischen Synagoge auf der Tempelstraße zu einem Vorfall, bei der der Eingangsbereich durch Steine beschädigt wurde:

Ein Anwohner beobachtete gegen 19:30 Uhr mehrere, augenscheinlich jüngere Erwachsene, die den Synagogeneingang attackierten und auch mit "Feuer" auf einem nahegelegenen Gehweg hantierten - der Zeuge informierte sofort über Notruf die Einsatzleitstelle der Bonner Polizei, die daraufhin sofort mehrere Einsatzfahrzeuge zum Ort des Geschehens entsandte. Die Tatverdächtigen - es wurden von Zeugen drei / vier dunkel gekleidete Personen beobachtet - liefen noch vor dem Eintreffen der ersten Polizeikräfte in Richtung Rhein davon.

Vor Ort stellten die Ermittler fest, dass ein Glasbereich der Eingangstüre offensichtlich mit zwei Steinen beschädigt worden war. Vor dem Eingang stellte die Polizei drei Papierzettel (Din4) mit wahrscheinlich arabischen Schriftzeichen sicher. Darüber hinaus fand sich auf dem Gehweg gegenüber der Synagoge eine weiß-blaue Fahne, die augenscheinlich angezündet worden war. Die Gegenstände wurden sichergestellt.

Im Zuge der unverzüglich eingeleiteten Fahndungs- und Ermittlungsmaßnahmen stellten Einsatzkräfte gegen 19:50 Uhr zwei verdächtige Personen im Bereich der Adenauerallee fest und überprüften sie. Die beiden jeweils 20 Jahre alten Männer wurden unter Tatverdacht vorläufig festgenommen.

Kurze Zeit später, gegen 20:00 Uhr, wurde ein 24-jähriger Verdächtiger im Bereich der Niebuhrstraße überprüft und ebenfalls vorläufig festgenommen.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand waren die Verdächtigen zuvor möglicherweise mit einem Pkw unterwegs - das verdächtige Fahrzeug wurde im Zuge der intensiven Fahndungsmaßnahmen auf der Graf-Galen-Straße sichergestellt.

Aufgrund der Gesamtumstände hat der polizeiliche Staatsschutz der Bonner Polizei die weitergehenden Ermittlungen zu dem Geschehen übernommen. Derzeit prüfen die Ermittler auch, ob eine weitere, tatverdächtige Person noch im Zusammenhang mit der geschilderten Sachbeschädigung in Verbindung stehen könnte. Zeugen hatten eine weibliche Person,  18-22 Jahre alt,  mit dunklen, zu einem Zopf gebundenen Haaren beobachtet.

Zeugen, die Beobachtungen mit einem möglichen Zusammenhang zu dem geschilderten Geschehen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0228-150 mit dem polizeilichen Staatsschutz in Verbindung zu setzen.

 

Münster: Nach einem Vorfall am Dienstagabend (11.5., 18:44 Uhr) an der Synagoge an der Klosterstraße hat der Staatsschutz der Polizei Münster die Ermittlungen aufgenommen.

Mehrere Zeugen hatten der Polizei am Abend über den Notruf mitgeteilt, dass sich eine etwa 15-köpfige Gruppe mit arabischem Aussehen vor der Synagoge aufhalten, laut rufen und eine israelische Fahne verbrennen würde.

Die alarmierten Beamten trafen noch unmittelbar vor der Synagoge auf die Gruppe, die sich direkt in alle Richtungen zerstreute. Zehn Personen stellten die Polizisten an Ort und Stelle, weitere drei der Gruppe zugehörige Personen stoppten sie nach direkt eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen im Innenstadtbereich.

Auf der Straße vor der Synagoge stellten die Beamten eine zum Teil abgebrannte israelische Nationalfahne sicher. Die Synagoge selbst wurde nicht angegangen.

Die 13 Tatverdächtigen erwarten Strafanzeigen unter anderem wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Die Ermittlungen dauern an. Es wird nachberichtet.

 

Düsseldorf: Montag, 10. Mai 2021, 20.35 Uhr / Nach einer versuchten Sachbeschädigung durch Feuer an dem Gedenkstein (Gedenktafel) am Standort der ehemaligen großen Synagoge an der Kasernenstraße hat der Düsseldorfer Staatsschutz in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Es entstand kein Sach- oder Gebäudeschaden. Nach den Tätern wird gefahndet. Die Polizei sucht Zeugen.

Zur Einsatzzeit (20.35 Uhr) informierten Passanten die Polizei über das etwa 50 mal 20 Zentimeter große Feuer auf der Steinplatte (Gehwegseite) an dem Gedenkstein. Noch bevor die Feuerwehr eintraf war das Feuer selbst erloschen. Unbekannte hatten offensichtlich vorsätzlich Unrat auf dem Stein entzündet. Es entstand keinerlei Schaden. Der Gedenkstein wurde noch am Abend gereinigt. Die Spurensicherung der Kriminalwache war vor Ort. Der Bereitschaftsdienst des Staatsschutzes wurde alarmiert und übernahm die Ermittlungen.

Die Polizei fragt: Wer hat zur tatrelevanten Zeit (gegen 20.30 Uhr) verdächtige Personen im Bereich der Kasernenstraße (Siegfried-Klein-Straße) beobachtet?

Hinweise werden erbeten an den Staatsschutz unter Telefon 0211 - 870-0.